Im letzten Auswärtsspiel der Champions-League-Ligaphase ging es für Eintracht Frankfurt ans Kaspische Meer. Gegen Qarabağ FK ging es für die Adlerträger darum, die Chance auf die K.o.-Runde zu wahren. Dabei schickte Interimstrainer Dennis Schmitt sein Team mit einer Dreier- respektive Fünferkette ins Rennen. Auf die international nicht registrierten Winterneuzugänge musste der Coach verzichten, dafür rotierten Can Uzun nominell als Mittel- und Ansgar Knauff wie Ritsu Doan als Halbstürmer ins Team.
Neben Knauff und Uzun begann im Vergleich zum vergangenen Bundesligaspiel in Bremen außerdem Hugo Larsson.
Sturmspitzen Durán und Uzun schnell zur Stelle
Den ersten offensiven Impuls setzten allerdings die Hausherren und gingen in der vierten Minute mit der ersten Chance direkt in Führung. Kapitän Abdellah Zoubir dribbelte von links in den Strafraum und brachte die Kugel scharf vor das Frankfurter Gehäuse. Den ersten Versuch blockte dabei noch Kaua Santos, den Abpraller staubte aber Camilo Durán zum 1:0 ab. Die Eintracht sammelte sich kurz und zückte relativ zügig den Ausgleich aus dem Köcher. In der zehnten Minute nahm Uzun den versprungenen Ball eines Verteidigers auf und bugsierte die Kugel nach kurzem Schlenker flach zum 1:1 über die Linie.
Nach den beiden frühen Treffern entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften zu weiteren Gelegenheitn kamen. Zunächst waren es die in Weiß gekleideten Adlerträger, die durch Uzun aus der zweiten Reihe (15.) und nach einem über Nathaniel Brown, Hugo Larsson und Ritsu Doan sicher vorgetragenen Angriff (25.) an der Führung schnupperten. Die letzten zehn Minuten vor der Pause gehörten wiederum den Aserbaidschanern, wobei zunächst Santos in höchster Not (37.) und dann der hartnäckige Brown (39.) den erneuten Rückstand zu verhindern wussten. Weil Santos auch einen Distanzschuss von Joni Montiel festhielt, blieb es zur Halbzeitpause beim 1:1 im Tofiq Bahramov Republican Stadium.
Viel Wille, wenige Chancen
Bis zur ersten echten gefährlichen Möglichkeit nach dem Seitenwechsel dauerte es eine ganze Weile. Was auch daran lag, dass beide Teams ihr letztes Drittel sehr gut im Griff hatten und sich die Partie vor allem zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Auf tiefem, schwer zu bespielendem Platz häuften sich nun die Fehler, während sich beide Mannschaften schwertaten, ihre spielerische Klasse zur Geltung zu bringen. In der 66. Minute traf Doan den Ball nicht voll, sodass Mateusz Kochalski im Kasten des Gastgebers keine allzu großen Probleme hatte. Zwei Minuten darauf war der Keeper außerdem gegen Ellyes Skhiri zur Stelle.
Führung durch Chaibi währt nicht lange
Schmitt reagierte und brachte mit Farès Chaibi und Mario Götze für Can Uzun und Ritsu Doan zwei frische Akteure – mit Wirkung. Denn in der 76. Minute steckte Skhiri in den Strafraum auf Knauff durch, der von einem Verteidiger unsanft abgeräumt wurde. Die folgerichtige Entscheidung: Strafstoß für die Adlerträger, den der eingewechselte Chaibi sicher zum 2:1 für die Frankfurter verwandelte (78.). Die Freude währte allerdings nur kurz. Die rasche Antwort erfolgte in der 80. Minute, als erneut Durán nach einem Angriff über die linke Seite zur Stelle war und auf 2:2 stellte (80.).
Profidebüt für Alexander Staff, Entscheidung in der Nachspielzeit
Die Eintracht wechselte erneut. Neben Oscar Højlund kam auch Debütant Alexander Staff, um doch noch das Spiel auf die Mainseite zu ziehen. Es war der Auftakt einer heißen Schlussphase mit offenen Visieren. Mit dem besseren Ende für den Futbol Klubu, der in Minute 90 plus vier durch Bahlul Mustafazada den 3:2-Endstand erzielte und das Königsklassenaus der Hessen besiegelte.

