Elye Wahi (OGC Nizza)
Nach wettbewerbsübergreifend 14 Einsätzen im ersten Saisonhalbjahr mit dem Eintracht-Adler auf der Brust wechselte der Stürmer zu Jahresbeginn auf Leihbasis in seine französische Heimat und schloss sich OGC Nizza an. An der französischen Riviera hatte Wahi mehr Glück vor dem gegnerischen Gehäuse, neun Tore und zwei Vorlagen steuerte er in 19 Spielen bei – unter anderem schoss er die Schwarz-Roten mit einem Doppelpack ins Pokalfinale, das allerdings gegen RC Lens verloren ging. Im Kampf um den Klassenerhalt musste Wahi mit Nizza in die Relegation gegen St. Etienne. Beim 0:0 im Hinspiel fehlte Wahi gelbgesperrt, im Rückspiel glänzte der Angreifer mit einem Doppelpack und feierte nach einem 4:1-Sieg den Klassenerhalt.
„Unterm Strich war die Leihe für Elye sportlich sehr positiv. Er hat in einer ambitionierten Liga wieder konstant seine Qualitäten im letzten Drittel eingebracht, wichtige Treffer für Nizza erzielt – insbesondere im Pokal – und sich dadurch auch für den WM-Kader der Elfenbeinküste empfohlen. Das unterstreicht die Entwicklung, die er in den vergangenen Monaten genommen hat“, kommentiert Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung. Mit der ivorischen Nationalmannschaft trifft Wahi in WM-Gruppe E auf Deutschland, Ecuador und Curacao.
Hardung weiter: „Für uns stand im Vordergrund, dass er regelmäßig Spielpraxis sammelt, Verantwortung übernimmt und wieder in einen stabilen Rhythmus findet. Genau diese Ziele wurden während der Leihe erreicht.“
Junior Dina Ebimbe (Stade Brest 29)
Ebenfalls in der französischen Ligue 1, für Stade Brest, lief Junior Dina Ebimbe auf. 27 von 31 möglichen Partien bestritt der Mittelfeldspieler. Für Timmo Hardung „eine ordentliche Leihsaison“. Als Tabellenzwölfter hielt Brest schließlich souverän die Klasse, Dina Ebimbe steuerte fünf Tore bei. „Eine stabile Entwicklung“, so der SGE-Sportdirektor.
Positiv, so Hardung, sei zudem das Verhalten des 25-Jährigen abseits des Platzes gewesen: „Positiv war auch, wie reflektiert er mit bestimmten Themen umgegangen ist. Wir haben ihn eng begleitet und sehen weiterhin das Potenzial, dass er auf hohem Niveau eine wichtige Rolle spielen kann.“
Hrvoje Smolcic (Kocaelispor)
Ebenso regelmäßig spielte der kroatische Defensivmann Hrvoje Smolcic bei seiner Leihstation, der 25-Jährige lief in der Türkei für SüperLig-Aufsteiger Kocaelispor auf. Klassenerhalt eingetütet, viel Spielzeit erhalten, zwei Scorerpunkte gesammelt – entsprechend positiv fällt Hardungs Fazit aus: „Bei Hrvoje bin ich mit der Entwicklung zufrieden. Er hat sich in einem neuen Umfeld durchgesetzt, ist Stammspieler geworden und hat mit Kocaelispor als Aufsteiger souverän die Klasse gehalten. 29 Einsätze unterstreichen seine Konstanz und seine Bedeutung innerhalb der Mannschaft. Für einen Innenverteidiger in seinem Alter ist regelmäßige Spielpraxis auf diesem Niveau ein wichtiger Entwicklungsschritt – genau das hat er bekommen.“
Niels Nkounkou (FC Turin)
Eine „insgesamt herausfordernde Saison“ erlebte derweil Niels Nkounkou in der italienischen Serie A, der in 13 Spielen für den FC Turin – am Ende Tabellenzwölfter – auflief.
Timmo Hardung hält mit Blick auf die Saison des 25-jährigen Linksfußes fest: „Er hatte zu Beginn der Leihe mehr Spielzeit, ist dann aber zunehmend weniger regelmäßig zum Einsatz gekommen. 13 Einsätze sind sicher nicht der Umfang an Spielpraxis, den wir uns gewünscht haben. Gleichzeitig ist die Serie A eine anspruchsvolle Liga, in der er trotzdem wichtige Eindrücke gesammelt hat – sowohl sportlich als auch persönlich.“
Krisztián Lisztes (Ferencváros TC)
Zurück zu seinem Ausbildungsverein Ferencváros TC zog es Krisztián Lisztes, doch auch in Budapest blieb er vom Verletzungspech nicht verschont, was seine Entwicklung unterm Strich erschwerte. Unter anderem lief er zwischenzeitlich für die zweite Mannschaft auf, doch zuletzt zeigte der Trend nach oben. „Insbesondere in der Rückrunde war eine positive Entwicklung erkennbar. Dass er sich am Saisonende bis ins Pokalfinale gespielt und dort Minuten bekommen hat, unterstreicht das Vertrauen, das er sich dort wieder erarbeitet hat“, bilanziert Hardung.
Im Endspiel um den ungarischen Pokal setzte sich Ferencváros mit 1:0 nach Verlängerung gegen Zalaegerszegi TE FC durch, Lisztes wurde in der 106. Spielminute eingewechselt. In der Fizz Liga stand Platz zwei zu Buche.
„Er hat in Ungarn weitere Erfahrungen gesammelt, die ihn in seiner Entwicklung weiterbringen werden. Bei ihm geht es darum, gesund zu bleiben, körperlich weiter zuzulegen und seine spielerischen Qualitäten – Technik, Kreativität, Entscheidungsfindung – konstanter über einen längeren Zeitraum auf den Platz zu bringen“, so Hardung weiter.
Noah Fenyö (Újpest FC)
Wie Lisztes in Budapest, allerdings für den Újpest FC, lief Noah Fenyö auf. Standen für ihn in der ersten Hälfte der Runde noch 14 Einsätze für die Eintracht-U21 in der LOTTO Hessenliga sowie fünf Partien mit der U19 in der UEFA Youth League inklusive je vier Treffern und Assists im Leistungsbogen, so zog es den ungarischen U21-Nationalspieler im Januar in die Fizz Liga.
Der 20-Jährige meisterte den Sprung, was Sportdirektor Hardung im Nachgang freut: „Mit der Entwicklung von Noah können wir sehr zufrieden sein. Der Schritt von der Hessenliga und der UEFA Youth League in die ungarische erste Liga war groß – und er hat ihn hervorragend gemeistert. 15 von 15 möglichen Spielen, überwiegend in der Startelf, dazu ein fester Platz in der U21-Nationalmannschaft – das unterstreicht seine sehr positive Entwicklung in den vergangenen Monaten. Er hat gezeigt, dass er im Männerprofibereich bestehen kann und Verantwortung übernimmt. Für einen Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs ist das besonders erfreulich und ein wichtiger Schritt in seiner weiteren Entwicklung.“
Jessic Ngankam (Wolfsberger AC)
Nachdem der Stürmer zum Ende der Saison 2024/25, damals auf Leihbasis in Diensten von Hannover 96, einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten hatte, arbeitete er – zurück im Herzen von Europa – an seinem Comeback und lief am 30. November gegen Wolfsburg in der Bundesliga auf. Es folgte zu Jahresbeginn der Schritt nach Österreich. „Leider wurde er dort erneut durch muskuläre Probleme zurückgeworfen. Acht Einsätze und ein Tor werden seinem Potenzial nicht gerecht. Für ihn steht jetzt im Vordergrund, körperlich stabil zu bleiben und in der kommenden Saison wieder regelmäßig Spielpraxis zu sammeln“, sagt Hardung und bescheinigt dem 25-jährigen Berliner eine „insgesamt schwierige Saison“.
Simon Simoni (1. FC Kaiserslautern)
„Bei Simon hat uns klar gefehlt, dass er regelmäßig zum Einsatz kommt. Sechs Spiele in anderthalb Jahren sind für einen jungen Torhüter zu wenig. Gleichzeitig wissen wir, wie anspruchsvoll die Position ist“, sagt der Eintracht-Sportdirektor indes über Torhüter Simon Simoni, der 2025/26 auf drei Einsätze im Kasten des 1. FC Kaiserslautern kam.
Hardung mit Blick auf den weiteren Werdegang des 21-jährigen Albaners, der seit anderthalb Jahren in der Pfalz seine sportliche Heimat hat: „Seine Qualitäten stehen für uns weiterhin außer Frage. Jetzt geht es darum, den richtigen Weg zu finden, damit er sich im Konkurrenzkampf als Nummer eins durchsetzen und regelmäßig Spielpraxis sammeln kann.“
Kaan İnanoğlu (FC Homburg 08)
Der 20-jährige Stürmer wagte nach einem halben Jahr im Trikot der U21 den Schritt aus der LOTTO Hessenliga in die Regionalliga Südwest und verbuchte dort ab Februar diesen Jahres für den FC Homburg 08 insgesamt 16 Pflichtspieltreffer – neun in der vierthöchsten deutschen Spielklasse, sieben im Landespokal. Eine Quote, die „seine offensive Qualität unterstreicht“, hebt Hardung hervor. Im Finale des Länderpokals Saarland traf er bei der 2:4-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken doppelt.
Hardung weiter: „Bei Kaan war die Leihe sportlich sehr wertvoll. Er hat gezeigt, dass er auf diesem Niveau regelmäßig Spiele entscheiden und Verantwortung übernehmen kann. Gerade für einen jungen Offensivspieler sind regelmäßige Spielpraxis und Scorerpunkte wichtige Entwicklungsschritte. Jetzt wird es darum gehen, sich auf einem noch höheren Niveau zu beweisen. Seine Entwicklung ist insgesamt sehr positiv.“

