12.11.2025
Training

Mit U-Trio und einem Ei

Rugbyspieler Anton Segner übt mit den Torhütern und bringt das Ei ins Spiel, während elf Feldspieler auf dem Platz stehen. Eindrücke vom öffentlichen Mannschaftstraining.

Als die Torhüter am vernebelten Mittwochvormittag den Platz betraten, flog plötzlich auch ein Rugbyball über den Rasenplatz. Kaua Santos, Amil Siljevic, Jens Grahl und Michael Zetterer hatten sichtlich Spaß, das ungewohnte Sportgerät zu werfen und zu kicken. Im Schlepptau hatten sie mit Anton Segner einen Trainingsgast, der seit acht Jahren in Neuseeland Rugby spielt.

Elf Feldspieler waren unterdessen dabei und übten fleißig auf den Plätzen im Deutsche Bank Park, am Sommerweg begutachtet von rund 100 Trainingskiebitzen. Oscar Højlund und Can Uzun befinden sich nach Verletzungen in Reha und trainierten ebenso nicht mit wie Jean-Mattéo Bahoya und Farès Chaibi (Behandlung/individuell) sowie Mario Götze (individuell).

Yildirim, Maluze, Ahouannou

Dagegen waren aus den U-Mannschaften Mittelfeldspieler Metehan Yildirim sowie die Verteidiger Jeremiaha Maluze und Yannis Ahouannou dabei. Yildirim hat in dieser Saison bei 15 Einsätzen in der Hessenliga bereits neun Tore und vier Assists verbucht, die letzten acht Partien mit ihm auf dem Feld gewann der Tabellenführer allesamt. Maluze kommt ebenfalls regelmäßig in der U21 zum Einsatz, während der 17-jährige Ahouannou zum Stammpersonal in der U19 gehört und dort in dieser Saison bereits in drei Wettbewerben zum Zug kam.

Es war beeindruckend zu sehen, wie die Jungs arbeiten.

Anton Segner, Rugbyspieler

Unterdessen begannen die Torhüter, die zuvor schon mit Anton Segner im Gym angeschwitzt hatten, auf dem Rasen mit Kontaktaufwärmen aus dem Rugbybereich. Der 24-jährige gebürtige Frankfurter hat gerade in Neuseeland Saisonpause. „Ich hatte das Glück, heute mittrainieren zu dürfen. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Jungs arbeiten. Die Aufwärmübungen sind gut für den Nacken und die Bauchmuskulatur, das brauchen die Keeper auch. Man merkt, dass sie sehr gute Koordination und Körperbeherrschung haben. Ich muss dagegen noch an meiner Sprungkraft arbeiten“, schmunzelte Segner nach dem Training, bei dem er Torwarthandschuhe getragen und einige Übungen von Torwarttrainer Jan Zimmermann mitgemacht hatte.

Michael Zetterer freute sich über die Abwechslung im Training und bilanzierte, angesprochen auf die neuen Impulse von Segner: „Es war anstrengend, hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht. Die Übungen hatten bisschen was vom Ringen.“ 

Ungewohnter Zweikampf: Amil Siljevic mit Rugbyspieler Anton Segner.

Für Zetterer und Co. geht es am morgigen Donnerstag weiterhin ohne die noch abgestellten Nationalspieler auf dem Platz weiter, ehe vier freie Tage warten. Am kommenden Dienstag beginnt dann die Vorbereitung auf den Restart nach der Länderspielpause, das Bundesligaspiel am Samstag, 22. November, 18.30 Uhr, gegen den 1. FC Köln in der Domstadt.