08.05.2022
Bundesliga

Paciencia hat das letzte Wort

Die Eintracht trennt sich im letzten Heimspiel 1:1 (0:1) von Borussia Mönchengladbach. Der Portugiese gleicht in der 66. Minute Pleas frühe Führung (4.) aus.

Die Eintracht begann die Partie vor ausverkauftem Haus personell runderneuert. Gegenüber dem 1:0 gegen den West Ham United FC blieben einzig Kevin Trapp, Tuta und Evan Ndicka übrig. Stefan Ilsanker, Danny da Costa und Aymen Barkok durften in ihrem letzten Heimspiel im Adlerdress von Beginn an auflaufen, ebenso starteten Makoto Hasebe, Timothy Chandler, Ajdin Hrustic, Sam Lammers und Goncalo Paciencia. Die beiden Letztgenannten stürmten vor einem Dreiermittelfeld mit Ilsanker als defensiven Part. Chandler und da Costa kamen über die Außenpositionen, nach der Pause wechselte da Costa auf die rechte Innenverteidigerposition. 

Die Gäste erwischten deutlich den besseren Start. Nachdem Hofmann Trapp prüfte (3.), hatte der Nationaltorhüter eine Minute später keine Abwehrchance. Gladbach war über Lainer auf der rechten Seite bis an die Grundlinie gekommen, dieser legte zurück an den Strafraum und Alassane Plea setzte sich durch – 0:1 (4.). Was danach passierte, fasste Slobodan Komljenovic als Experte am Eintracht-Radio nach einer halben Stunde treffend zusammen: „Kaum Zweikämpfe oder Fouls, wenig Intensität. Man merkt, dass die Luft ein bisschen raus ist“, sagte er.

Gladbach schien mit der Führung zufrieden, und die Eintracht erarbeitete sich lediglich Halbchancen. Barkok schoss aus 25 Meter drüber (8.), Kopfbälle von Paciencia (15./kein Problem für Sippel) und Ilsanker (30./drüber) sorgten für wenig Gefahr vor dem Tor von Tobias Sippel. Der Sommer-Vertreter musste auch bei den Standards kaum eingreifen. Je näher die Halbzeit rückte, desto mehr setzten sich die Adlerträger zwar in der Hälfte der Gladbacher fest, zwingende Szenen blieben aber Mangelware. Kurz vor dem Pausenpfiff der beste Angriff der Gastgeber durch einen tiefen Lauf von Lammers, der auf den am Elfmeterpunkt freien Paciencia zurücklegte. Der Portugiese traf das Leder aber nicht richtig (45.). Dies galt auch für die andere Seite, auf der Routinier Hasebe mit den jungen Ndicka und Tuta alles im Griff hatte.

Halbzeit zwei begann wie Halbzeit eins – mit einer Riesenmöglichkeit für die Gäste nach vier Minuten. Dieses Mal konnte sich Trapp mit einer Fußabwehr gegen Embolo im Eins-gegen-eins behaupten (49.). Die Eintracht hatte nun mehr Zug zum Tor und erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht. Ilsankers Schuss aus dem Gewühl wurde auf der Linie geklärt (51.), Kostics Freistoß faustete Sippel zur Seite weg (54.). Nach nicht mal einer Stunde brachte Glasner Jens Petter Hauge und Daichi Kamada, gemeinsam mit dem schon zur Pause eingewechselten Kostic sollte das Mittelfeld nun mehr Akzente setzen. Die Partie wog nun hin und her, das Publikum nahm das Momentum mit, die Eintracht wollte auf keinen Fall das letzte Saisonheimspiel verlieren. Die Belohnung folgte in Minute 66. Kamada legte auf Paciencia ab, der aus über 20 Metern einfach mal draufhielt. Das Leder schlug hinter Sippel zum 1:1 ein.

Nach der Pause agieren die Hausherren nach vorne mit etwas mehr Elan. Hier geht Ajdin Hrustic ins Dribbling.

Die Eintracht wollte nun mehr, erwirkte einige Eckbälle und schloss auch ab. Die besten Möglichkeiten hatten in dieser Phase aber die Gäste, als das Leder etwas glücklich nochmal zu Embolo kam und Hasebe auf der Linie per Kopf klärte (72.) und wenig später Netz Trapp prüfte (74.). Nach dieser Parade musste der Keeper an der Hand behandelt werden, war aber wenig später gegen Friedrichs Kopfball wieder auf dem Posten (78.). Die Frankfurter versuchten in der Schlussphase nochmal alles, eine zwingende Gelegenheit gab es jedoch bis auf Chandlers abgeblockten Versuch aus kurzer Distanz (88.) nicht mehr.

Letztlich blieb es beim leistungsgerechten Remis im letzten Heimspiel der Saison. Mit frischen Personal versuchte die Eintracht insbesondere nach der Pause, die etwas magere Heimbilanz aufzubessern und noch zum Sieg zu kommen. Nach der frühen Gladbacher Führung belohnte Paciencia die Bemühungen der Gastgeber.

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