Sportvorstand Markus Krösche: Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir noch das 3:3 bekommen, im Großen und Ganzen war es eine gute Leistung von uns. Schade, dass wir uns dafür nicht belohnt haben. Es ist wichtig, dass wir genau diese Intensität auf den Platz bekommen – heute gegen einen sehr starken Gegner. Für Younes Ebnoutalib freut es mich. Er hat ein gutes Spiel gemacht, für die Mannschaft viel gegen den Ball gearbeitet, die Innenverteidiger gebunden und sich mit einem Tor belohnt. Es war ein gutes Zusammenspiel mit Arnaud Kalimuendo, der bei der Vorlage ein gutes Timing hatte. Kaua Santos hat ein sehr gutes Spiel gemacht, hat viele Flanken abgefangen und war mutig.
Cheftrainer Dino Toppmöller: Was für ein Spiel! Fußballherz was willst du mehr? Viele Tore, gute Zweikämpfe, gute Intensität. Wir kommen alle ins Stadion, um Spektakel zu sehen. Wir haben ein tolles Spiel gesehen. Wir wussten, dass wir gegen diese Mannschaft mit Power und gewisser Männlichkeit spielen müssen. Wir waren gierig und haben tolle Moral gezeigt, sind zweimal zurückgekommen. Über 90 Minuten ist es ein gerechtes Ergebnis. Für mich ist wichtig, dass wir mit diesem Auftreten gezeigt haben, was wir wollen und dass wir Power und Energie auf den Platz gebracht haben und gezeigt haben, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir werden gegen andere Teams punkten, weil der BVB eine Spitzenmannschaft ist. Wir waren kurz davor, dass Ding zu ziehen. Natürlich wünschst du dir, wenn du in der 92. Minute in Führung gehst und das Dach wegfliegt, dass du das Spiel gewinnst. Younes Ebnoutalib hat sich direkt sehr gut freigeschwommen. Er hatte es nicht sehr einfach gegen diese drei Hünen, die alle über 1,90 Meter groß sind. Er hat sich aufgerieben und ist dahingegangen, wo es wehtut, Gelbe Karten gezogen und sich mit Tor dem belohnt, bei dem er es sehr gut macht das. Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit den beiden [Ebnoutalib und Kalimuendo; Anm. d. Red.] ganz andere Möglichkeiten haben als vielleicht vor der Winterpause. Arthur Theate hat paar Minuten vor seiner Auswechslung angezeigt, dass er Probleme mit dem Fuß hat. Deswegen haben wir ihn rausgenommen.
Ansgar Knauff: Wir sind alle enttäuscht, dass wir die Leistung nicht krönen konnten. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gezeigt, Rückschläge weggesteckt und gehen kurz vor Schluss mit 3:2 in Führung. Wenn du dann noch ein Gegentor bekommst, fühlt sich das nicht gut an und wir ärgern uns. Der Gegner wirft alles nach vorne, wir sind ein bisschen zu hektisch geworden und müssen das ein bisschen ruhiger spielen. Daraus müssen wir lernen. Wir können insgesamt mit der Leistung zufrieden sein und darauf aufbauen. Im Pokal haben wir schon sehr gut gespielt gegen Dortmund. Wir wollten mit der gleichen Intensität wie damals rangehen, das ist uns gelungen. Wenn wir immer mit dieser Intensität spielen, wird’s für jeden Gegner schwierig. Wir waren in beiden Spielen gegen den BVB in dieser Saison näher am Sieg. Im dritten Spiel versuchen wir es zu drehen.
Niko Kovac (Cheftrainer Borussia Dortmund): Wir haben einen tollen Auftakt gesehen, beide Mannschaften haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir hatten einen sehr guten Start, dann nach dem 1:0 die Kontrolle verloren über 15 Minuten. Danach hatten wir die Partie wieder ganz ordentlich in unseren Händen. In der zweiten Halbzeit war es ein Auf und Ab. Unterm Strich: Wenn du das späte 3:3 machst, bist du happy. Insgesamt hatten wir mehr Chancen als die Eintracht; dann hätte ich mir den Sieg gewünscht. Wir hatten viele gute Durchbrüche und Pässe in die Schnittstelle. Wenn wir manche Pässe besser spielen, können wir vielleicht noch mehr Chancen kreieren. Mit der Offensive bin ich heute zufrieden. Jetzt muss ich wieder auf die Defensive schauen, denn drei Gegentore ist nicht unser Standard.

