21.11.2020
Bundesliga

1:1 abgetrotzt

Frankfurt verlangt Leipzig über 90 Minuten alles ab und erkämpft sich den nächsten Saisonzähler. Barkok besorgt die Führung (43.), Poulsen markiert den Endstand (57.).

Nach vier Spielen ohne Sieg, darunter drei Unentschieden, hatte sich Adi Hütter dazu entschieden, für die Herausforderung gegen den Tabellendritten die Rotationsmaschine anzuwerfen. Im Vergleich zum 2:2 beim VfB Stuttgart vor zwei Wochen begannen mit Evan Ndicka, Erik Durm, Djibril Sow, Filip Kostic und Aymen Barkok nicht nur fünf neue Spieler. Zugleich praktizierte Frankfurt erstmals in dieser Saison die in der Vergangenheit gegen die Sachsen so wirksame Viererabwehrkette, während die äußeren Mittelfeldspieler diesmal rechts Barkok und links Kostic hießen. Daichi Kamada agierte etwas hängend hinter der einzigen Sturmspitze André Silva.

Die Maßnahme, die Außenbahnen zu doppeln, verfehlte ihre Wirkung nicht, auch wenn nicht alle Hereingaben der sturmgewaltigen Gäste zu verhindern waren. Etwa als Angeliño auf Alexander Sørloth flankte, dieser aber entscheidend bedrängt drüber köpfte (4.). Wenig später bediente Sørloth Amadou Haidara, dem die Frankfurter Verteidiger aber ebenfalls zuvorkamen (11.). Dazwischen hatte Sow das Spielgerät energisch in die Spitze abgeblockt, sodass der etwas überrascht scheinende Kamada zum Abschluss kam, den Ball aber nicht richtig traf (5.). Die größte Gelegenheit für lange Zeit bot sich Dani Olmo, der alleine auf Kevin Trapp zulaufend zum Lupfer ansetzte und Ndicka im letzten Moment mit der Fußspitze dazwischen spitzelte und das Leder auf dem Tordach landete (15.). Im Gegenzug köpfte Martin Hinteregger eine Ecke von Filip Kostic knapp über den Kasten (22.).

Ein Schuss, ein Tor, die Führung

Bemerkenswert in jedem Fall, dass Versuche – mit leichten Vorteilen für die Gäste – nicht ausblieben, nach der ersten Halbzeit ein Torschussverhältnis von 4:7 zu Buche stand, wovon die Statistiker nur einen einzigen als Schuss aufs Tor einordneten. Nicht mal jene Direktabnahme von Angeliño, als Trapp rechtzeitig im kurzen Eck lag (35.). Sondern den goldenen von Aymen Barkok zur Führung, als ein weiter Freistoß von Ndicka in den Strafraum segelte, den der Nationalspieler Marokkos entschlossen mit der Brust vorantrieb und überlegt ins lange Eck abschloss (43.). Sein erstes Bundesligator seit dem 20. Dezember 2016 in seinem 50. Spiel im deutschen Oberhaus.

Leipzig reagiert

Vom Glück einer eigenen Führung geküsst wollten die die Hessen nach dem Seitenwechsel schleunigst nachlegen und siehe da: Nur Péter Gulácsi und der Außenpfosten verhinderten den Einschuss des über die linke Seite nicht mehr aufzuhaltenden Kostic (47.). Doch auch der Champions League-Teilnehmer hatte sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen, was nicht nur ein Dreifachwechsel, sondern auch der ständig zunehmende Druck belegten. Angesichts beider Faktoren wirkte es kaum verwunderlich, dass nach einer scharfen Flanke von Angeliño mit Yussuf Poulsen ein Joker den Ausgleich besorgte (57.). In der Folge hielten die Kontrahenten Gegenwehr und Konzentrations gleichermaßen hoch, was Spannung bis zum Schluss, jedoch kaum weitere Chancen nach sich zog. Mit Ausnahme von André Silva, der im Eins-gegen-eins in Gulácsi seinen Meister fand (78.).

Fazit: Präsenz gezeigt

Die Eintracht kommt gegen die beste Defensive der Bundesliga zu wenigen klaren Chancen, zeigt sich aber im Vergleich zu den Vorwochen umso effizienter. Auch kollektiv wissen die Adlerträger im Abwehrverhalten zu gefallen, die fünf Wechsel taten der Abstimmung mit wenigen Ausnahmen keinen Abbruch. So steht das fünfte Remis im achten Spiel, aber zweifelsohne eine über 90 Minuten betrachtet konstante Darbietung.

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