25.04.2020
Neubau ProfiCamp

„Richtfest wird nachgeholt“

Am 1. April stand das Richtfest des ProfiCamps auf dem Terminplan. Eigentlich, denn die Coronakrise machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

Vorstandsmitglied Axel Hellmann betont jedoch: „Wir holen das Richtfest nach, im Zweifel kurz vor der Eröffnung.“ Ein bisschen Aberglaube schwingt mit, denn: „Es gibt Leute, die sagen, dass ein Bau unter keinem guten Stern steht, wenn es vor der Eröffnung kein Richtfest gegeben hat.“

Hellmann hatte sich im Gespräch mit EintrachtTV kurz vor Ostern vorgenommen, den Bau in den nächsten Tagen komplett zu besichtigen. „Ganz heiß“ war er darauf, auf dem Dach über den Fürst der Bäume hinweg die Skyline und das Stadion zu sehen. „Ich habe Bilder geschickt bekommen, das muss ein toller Blick sein“, freute sich Hellmann, der vermeldete, dass „im Großen und Ganzen“ alles nach Plan verlaufe. „Wir gehen natürlich jetzt in den wesentlich komplexeren Innenausbaubereich, bei dem wir noch mehr auf Gewerke und das Zusammenspiel verschiedener Unternehmen und Partner angewiesen sind. Da könnten sich eventuell Verzögerungen ergeben. Ich habe die Hoffnung, wenn wir Corona mit all seinen Nebenwirkungen und Folgen überstanden haben, dass wir dann auch mit dem kompletten Betrieb das neue Gebäude planmäßig beziehen können.“

Das neue ProfiCamp, ein Leuchtturmprojekt, ermöglicht der Eintracht, eine infrastrukturelle Wettbewerbsfähigkeit zu anderen Vereinen herzustellen. Hierfür sollen der Lizenzspielerbereich sowie alle weiteren Bereiche der Eintracht Frankfurt Fußball AG unter einem Dach zusammengeführt werden. Bei einer Führung durch den Rohbau kommt Stefan Hollander regelrecht ins Schwärmen. Hollander ist der Projektleiter des Neubau ProfiCamps und damit hauptverantwortlich für den Bau, das war er auch schon beim Neubau des Riederwaldes. Im ersten Bereich des Gebäudekomplexes entsteht das neue, hochmoderne Zuhause der Lizenzspielerabteilung. Dieser kann durchaus als Quantensprung bezeichnet werden, sind die Räumlichkeiten im Stadion doch sehr beengt und nur noch bedingt zeitgemäß.

Bleibt der große Traum

Der Abschnitt beinhaltet alle Voraussetzungen, die eine heutige Mannschaft aus dem Profisport benötigt. 20 Übernachtungszimmer, davon 17 Doppelzimmer, Büros für die Trainer mit verschiebbaren Wandelementen, einen Kraftraum, eine 35 Meter lange Laufbahn und ein eng mit den Physiotherapeuten abgestimmter Therapiebereich mit Sauna im Untergeschoss stehen zur Verfügung, ebenso wie das Betriebsrestaurant für alle Mitarbeiter. Hinzu kommt ein riesiger Kraftraum, der nicht mit dem alten, viel kleineren Raum zu vergleichen ist.

Aber auch für alle anderen Bereiche neben der Lizenzspielerabteilung ist im neuen Gebäudekomplex Platz, im zweiten Teil des V-förmigen Gebäudes. Dadurch werden die Kommunikationswege unter den einzelnen Abteilungen verkürzt. Hinzu kommen hochmoderne Räumlichkeiten, die beispielsweise von EintrachtTV für Interviews oder für Pressekonferenzen genutzt werden können.

Nach wie vor verfolgt Axel Hellmann den großen Traum eines drehbaren Adlers auf dem Dach des neuen Gebäudes. „Allerdings liegt das leider nicht in unserer Hand. Hier haben die Behörden das letzte Wort.“ Wie auch bei der Entscheidung, in welcher Größenordnung das Richtfest stattfinden kann.

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