Sportvorstand Markus Krösche: Der Sieg ist wichtig, gerade nach vergangener Woche und dem 2:2 nach 2:0-Führung. Für Wolfsburg geht’s um den Klassenerhalt. Wir haben ihnen von der ersten Minute an schon ein bisschen den Zahn gezogen, weil wir sehr gut Fußball gespielt und wenige Umschaltmomente zugelassen haben. Deren beiden Chancen in der ersten Halbzeit haben wir praktisch selber eingeleitet. Ansonsten sah das fußballerisch richtig gut aus und wir haben die Tore gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es am Ende gut verteidigt, hatten aber weniger spielerische Momente als vor der Pause. Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen haben.
Ich freue mich für die Spieler und auch für unsere Fans, die mitgereist sind und uns fantastisch unterstützt haben.
Cheftrainer Albert Riera
Cheftrainer Albert Riera: Ich freue mich für die Spieler und auch für unsere Fans, die mitgereist sind und uns fantastisch unterstützt haben. Wir haben zwei verschiedene Hälften gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir fast alles kontrolliert. Zum einen den offensiven Teil. Zum anderen, das ist noch wichtiger, wenn wir den Ball verloren haben. In der zweiten Halbzeit war unser Pressing nicht auf demselben Level. Zudem hat es der Gegner gut gemacht. Gegner reagieren genauso auf Situationen wie wir, deshalb ist es nicht immer gegeben, dass alles über 90 Minuten klappt; auch wenn das natürlich immer ein Ideal ist. Wolfsburg kam dann viel über zweite Bälle, Flanken, Eins-gegen-eins-Situationen. Wir müssen uns weiter verbessern, um auch in der zweiten Halbzeit auf unsere Weise zu Chancen und Toren zu kommen. Das nehmen wir mit.
Jonathan Burkardt: Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und dominiert, hatten aber auch etwas Glück. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann über die Zeit gebracht. Wir waren nicht mehr so aktiv und haben nicht mehr wie zuvor rausgeschoben – gerade in der Kette. Wir haben auch nicht mehr so frei gespielt, vielleicht waren die Spiele der vergangenen Wochen in unseren Köpfen. Ich kann mir das nicht so recht erklären, wir waren zu passiv und haben fast nur noch verteidigt. Das ist nicht der Spielstil, den wir prägen wollen. So wie in der ersten Halbzeit, in der wir aktiv waren und schön nach vorne gespielt haben. Der Trainer hat in der Kabine gesagt, dass es nun gleich wieder 0:0 stehen würde und wir aktiv weiter nach vorne spielen sollen. Ich hoffe, dass wir das sehr bald über 90 volle Minuten hinbekommen. Hauptsache drei Punkte!
Oscar Højlund: Wir haben im Vorfeld viel über Charakter gesprochen – ich denke, den haben wir eindrucksvoll gezeigt; speziell mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit konnten wir nicht an alles, was uns vor der Pause gelungen ist, anknüpfen. In diesem Zusammenhang muss man aber auch den Gegner loben, der es uns nicht leicht gemacht hat. Was zählt, sind die drei Punkte. Über mein Tor bin ich glücklich. Ich möchte mich Woche für Woche steigern. Es geht nur Schritt für Schritt. Dieses Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung. Das gilt auch für die nächsten Spiele: Uns treu bleiben, hart arbeiten, an uns glauben.
Dieter Hecking (Cheftrainer VfL Wolfsburg): Wir sind ordentlich reingekommen, dann hat man gesehen, welche Bedeutung das erste Tor haben kann. Ausgerechnet kurz nachdem wir eine große Chance hatten, erzielt Frankfurt das 0:1 und hat das Momentum auf seiner Seite. Die Eintracht hat gerade über den linken Flügel sehr viel Gefahr ausgestrahlt. Nach dem Rückstand waren wir passiver, wollten die Räume nicht zu groß werden lassen. Das hat Eindruck hinterlassen. Das zweite Tor sollte so nicht fallen. Spätestens, als Zetterer uns zum zweiten Mal den Gefallen tut, hätte ich mir gewünscht, dass wir den Anschluss herstellen. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt, um mit einem dritten Mann im Mittelfeld mehr Kontrolle und die zweiten Bälle besser zu kriegen. Das ist uns gut gelungen. Wir haben viel investiert, sehr viele Abschlüsse gehabt und den Gegner in Schach gehalten. Es war vieles gut – bis zum Abschluss. In diesen Momenten treffen wir nicht die richtigen Entscheidungen. Das 1:2 fällt zu spät. Deshalb ist es bitter, wieder mit leeren Händen dazustehen.

