24.10.2020
Bundesliga

Serie reißt in München

0:5 (0:2)-Niederlage beim FC Bayern. Lewandowski (10., 26., 60.), Sané (72.) und Musiala (90.) klären die Kräfteverhältnisse.

Im Laufe der 90 Minuten wird der fünffache Titelgewinner diesen Jahres seiner Favoritenrolle gerecht, weshalb die Eintracht das Nachsehen hat und erstmals seit dem 2:5 in der Rückrunde 2019/20 eben beim FC Bayern auswärts verliert. Robert Lewandowski trifft vor der Pause doppelt (9., 26.) und führt nach einer Stunde die Vorentscheidung herbei. Leroy Sané  (72.) Jamal und Musiala (90.) markieren den am Ende etwas zu hohen Endstand.

Die Ausgangslage lag auf der Hand, die Hoffnung auf einen Punktgewinn aber nicht unbegründet. Auf der einen Seite der seit acht Heimspielen verlustpunktfreie Rekordmeister, auf der anderen Seite die auswärts ihrerseits seit sechs Partien ungeschlagenen Adlerträger, zumal saisonübergreifend seit acht Ligapartien ohne Niederlage. Entsprechend selbstbewusst starteten die Gäste, bei denen Tuta anstelle des angeschlagenen David Abraham sein Startelfdebüt gab, in die Begegnung und bewiesen, weshalb sie an den ersten vier Spieltagen die meisten Zweikämpfe für sich entschieden hatten. In der Anfangsphase verbuchten die Hessen in dieser Hinsicht zwischen 70 und 80 Prozent gewonnener Duelle und nach der ersten Halbzeit immerhin derer 60 Prozent. Im Umkehrschluss fanden die Hausherren angesichts 63 Prozent Ballbesitz nicht zu ihrer gewohnten totalen Dominanz und nicht allzu viele Räume vor. Wenn sich aber eine Lücke bot, war insbesondere Robert Lewandowski, nach vier Runden bereits sieben Mal als Torschütze in Erscheinung getreten, zur Stelle.

Lewandowski klärt die Kräfteverhältnisse

Zum ersten, nachdem Thomas Müller und Kingsley Coman den Polen nach schnellem Direktspiel in Position brachten und Europas Fußballer des Jahres aus halblinker Position flach ins lange Eck einschoss (10.). Eine Viertelstunde später war der Stürmer nach einer Ecke von Joshua Kimmich mit dem Kopf zur Stelle (26.). Es war das erste Frankfurter Gegentor nach einem Eckstoß in der laufenden Spielzeit. Mit der Führung im Rücken erspielten sich die Bayern nach einer halben Stunde ein immer deutlicheres Übergewicht, während die Adler weiter um Nadelstiche bemüht waren. Die einzigen Abschlüsse aufs Tor von Manuel Neuer durch Almamy Toure (1.) und Sebastian Rode (36.) waren beim Nationaltorhüter aber sichere Beute. Im Gegenzug durfte sich Kevin Trapp erstmals gegen Lewandowski auszeichnen (38.), weshalb es zur Pause beim 2:0 aus Sicht der Bayern blieb.

Entscheidung nach einer Stunde

Während der Gastgeber bereits nach zwei Minuten den ersten Wechsel vornehmen musste, weil Alphonso Davies ohne Einwirkung des Gegenspielers umgeknickt war und Lucas Hernández auf die Linksverteidigerposition zurückkehrte, brachte Adi Hütter mit dem Seitenwechsel zwei neue Akteure: Timothy Chandler ersetzte Steven Zuber auf der linken Außenbahn, Amin Younes Daichi Kamada im offensiven Mittelfeld. Beim Alten blieb hingegen Lewandowskis Kaltschnäuzigkeit, als dieser einen Steckpass Douglas Costas zum 3:0 verwertete (60.). Kurz darauf hatte Frankfurt Glück, als Hernández nach einer Hereingabe von der linken Seite mit seinem schwächeren rechten Fuß freistehend über das Gehäuse zielte (64.). Wesentlich genauer Maß nahm daraufhin Leroy Sané, der keine fünf Minuten nach seiner Einwechslung von der rechten Seite nach innen ziehend das 4:0 schlenzte (72.). In der Schlussphase verhinderte Neuer ebenso den Ehrentreffer (83.) wie Kevin Trapp eine höhere Niederlage (86., 88.), ehe Jamal Musiala den etwas zu deutlichen Schlusspunkt setzte (90.).

Fazit: Abschluss- übetrumpft Zweikampfstärke

Die nicht unbegründete Zuversicht der Eintracht auf eine Überraschung schwindet mit zunehmender Spieldauer und nicht zuletzt von Gegentor zu Gegentor. Viele Chancen gestatten die Gäste zunächst nicht, kommen gegen die Bayern, die Frankfurt nicht den Gefallen tun, den Gegner zu unterschätzen, aber ihrerseits kaum zu klaren Möglichkeiten. Am Ende übertrumpft der Faktor Torgefahr, personifiziert durch Robert Lewandowski, das Attribut Zweikampfstärke.

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