Pflichtspielauftakt für Eintracht Frankfurt: In der Ersten DFB-Pokalhauptrunde trafen die Adlerträger beim Rheinlandpopkalsieger FV Engers 07 an. Gegen den Oberligisten standen mit Jonathan Burkardt und Ritsu Doan zwei Neuzugänge in der Startelf. In der Viererkette, wo Arthur Theate rotgesperrt fehlte, durfte Nnamdi Collins an der Seite von Kapitän Robin Koch beginnen. Zwischen den Pfosten bei der SGE begann unterdessen Jens Grahl.
Die Zuschauer im ausverkauften Stadion Oberwerth in Koblenz, in das die Elf vom Wasserturm für das Spiel ausgewichen war, sahen lange das klassische Bild einer ersten Pokalrunde. Ein aufopferungsvoll kämpfender Underdog, der im Fall des FV Engers für diese Partie von Vierer- auf Fünferkette umgestellt hatte und dem Erstligisten so möglichst wenige Räume anbieten wollte. Und die Frankfurter taten sich zunächst tatsächlich schwer, ihre Feldüberlegenheit in klare Torchancen umzumünzen. Zwar hatte Burkardt bereits in der zweiten Minute eine gute Chance mit einem Kopfball, danach war es allerdings mehr Masse als Klasse bei den Abschlüssen der Gäste. Can Uzun, Farès Chaibi, Doan und wenige Minuten vor der Pause Niels Nkouknou aus etwa 25 Metern probierten es, waren aber allesamt nicht zwingend genug. Auf der Gegenseite musste eben jener Nkounkou in der 18. Minute einen Ball von Manuel Simons von der Linie kratzen.
Doppelschlag geduldiger Adler
Kurz vor der Halbzeitpause wurden die Hessen für ihre Geduld belohnt. Erstmals flogen die Verteidiger des FVE an einer Flanke, in diesem Fall geschlagen von Rasmus Kristensen, vorbei und prompt klingelte es im Kasten. Den ersten Versuch Bahoyas konnte Keeper Franjo Serdarusic zwar noch parieren, war bei dessen Nachschuss allerdings machtlos (44.).
Nur eine Minute später erhöhten die Adlerträgerauf 2:0. Diesmal war es ein perfekt getimter diagonaler Heber von Uzun auf den gestarteten Doan, der das Zuspiel erst technisch hochwertig annahm und dann keine Probleme hatte aus kurzer Distanz seinen ersten Pflichtspieltreffer im Adlerdress zu erzielen. Mit 19 Jahren und 279 Tagen schwang sich Uzun zu Frankfurts jüngstem Assistgeber im DFB-Pokal seit detaillierter Datenerfassung 2008/09 auf.
Nach ruhigem Beginn des zweiten Durchgangs machte Doan da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Auf engstem Raum verschaffte sich der Japan mit einer kurzen Bewegung den nötigen Freiraum, um den Ball dann gefühlvoll im langen Eck zu versenken. Die Vorentscheidung in einem Spiel, in dessen weiterem Verlauf die Eintracht weiter dominierte, ohne sich all zu sehr strecken zu müssen.
Nach gut einer Stunde hatten Uzun und Bahoya dann Feierabend und machten Platz für Ansgar Knauff und Elye Wahi. Die beiden Eingewechselten hatten dann auch schnell ihre ersten Torabschlüsse, blieben aber glücklos. In der 79. Minute verhinderte Serdarusic dann das dritte Tor für Debütant Doan, der sich Augenblicke später seinen verdienten Applaus abholen durfte und genau wie Honny Burkardt den Platz verließ. Für die Schlussphase kamen im Gegenzug Paxten Aaronson und Michy Batshuayi in die Partie.
In den Schlussminuten stellten Wahi (89.) und Aaronson (90.) schließlich noch auf 5:0 – der Endstand in Koblenz. Unter dem Strich steht ein vollkommen verdientes Weiterkommen der SGE gegen einen Oberligisten, der dieses Spiel vor allem vor der Pause eine Zeit lang offen gestalten konnte.