Ritsu Doan über …
… den Wechsel zur Eintracht: Bei der ersten Anfrage hat Freiburg gleich gesagt, dass ein Wechsel vor der letzten Saison nicht infrage käme. Das habe ich respektiert. Der Kontakt zur Eintracht ist nie abgerissen. Die Gespräche waren sehr gut. Trainer Dino Toppmöller hat mir geschildert, wie er mich richtig einsetzen möchte. Ich war begeistert, wie sehr sich die Verantwortlichen um mich bemüht haben. Daher habe ich mich für Eintracht Frankfurt entschieden. Es gab zwar auch andere Anfragen, aber die Eintracht war von Anfang an meine erste Wahl. Je länger die Verhandlungen gingen, desto mehr habe ich mich zur Eintracht hingezogen gefühlt.
… die ersten Tage in Frankfurt: Sowohl die Spieler als auch der Trainerstab und Staff haben mich sehr gut aufgenommen. Am Mittwoch durfte ich auf dem Familientag die Fans erstmals in größerer Zahl sehen und richtig kennenlernen. Die erste Woche hat mir richtig gut gefallen!
Die komplette Pressekonferenz zum Nachhören
… seine Spielweise: Ich sehe meine größte Stärke im Abschluss mit dem linken Fuß. Das habe ich in der vergangenen Saison zeigen können und das belegen auch die Zahlen. In Freiburg war die Taktik viel auf mich ausgerichtet. Das hat allerdings auch bis zum dritten Jahr gedauert, deshalb erwarte ich nicht, dass es in Frankfurt gleich genauso sein muss. Ich möchte umgekehrt genauso meine Kollegen in Szene setzen, damit am Ende alle profitieren. Ich habe Dino Toppmöller so verstanden, dass er meine Stärken bestmöglich zur Geltung bringen möchte.
… seinen alten und neuen Kollegen Mario Götze: Nach dem Erstkontakt der Eintracht haben Mario und ich uns nicht ständig über einen Wechsel unterhalten. Aber immer, wenn wir an Spieltagen aufeinandertrafen, hat er gesagt: „Ich warte auf dich! Wann kommst du endlich? Warum hast du noch nicht unterschrieben?“ Generell habe ich sofort das Gefühl gehabt, in Frankfurt willkommen zu sein. Auch das Zusammenspiel mit Mario in Eindhoven hat gut funktioniert.
… Landsmann Makoto Hasebe: Makoto ist in Frankfurt eine große Legende und in Japan sogar eine noch größere. Er hat in unserem Heimatland einen sehr guten Ruf und war jahrelang Kapitän der Nationalmannschaft. Leider hatte Makoto als Nationalspieler aufgehört, als ich zum ersten Mal berufen wurde. Deshalb haben wir nie zusammengespielt. Trotzdem ist er ein sehr großes Vorbild.
… seine Ernährung: Die japanische Kultur ist eine andere als die europäische. Das gilt auch für die Esskultur. Vor drei, vier Jahren habe ich in Eindhoven mit einem eigenen Koch angefangen. Mir ist wichtig, das Essen genießen und alles dem Sport unterordnen zu können. In den Niederlanden kam ich nach dem Training um 17, 18 Uhr nach Hause und wollte die Zeit optimal zur Regeneration nutzen, anstatt erst noch einkaufen und kochen zu müssen. Das hat gut geklappt, ich bin froh, dass mein Koch weiter dabei ist. Wir werden uns natürlich nach dem Plan der Mannschaft richten.
… seine größten Förderer: Was Bewegungen und Freilaufverhalten angeht, habe ich am meisten in Freiburg von Christian Streich und Julian Schuster gelernt. Sie haben mir dabei geholfen, der Spieler zu werden, der ich bin.