24.09.2021
Historie

„Sympathie für die Eintracht ist groß“

Martin Lanig erklärt, warum er beim Duell seiner Ex-Klubs Frankfurt und Köln den Hessen die Daumen drückt, spricht über das Spiel am Samstag und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen.

Martin, wir sollen dir Grüße von Sebastian Rode ausrichten. Er hat gesagt, du wärst der Stempler im Eckchen gewesen.
Das Zusammenspiel mit Seppl war cool. Ich hoffe, dass er bald zurückkommt. Er ist ein wichtiger Faktor für die Mannschaft.

Vereint in Bordeaux und häufig auf der Doppelsechs: Martin Lanig und Sebastian Rode.

Du hast 64 Spiele für Köln und 44 für die Eintracht absolviert. Für wen schlägt dein Herz am Samstag?
Das ist eine sehr ähnliche Anzahl an Spielen, das stimmt. Wobei ich auch sagen muss, dass die Zeit in Köln keine leichte war. Es gab auch viele negative Erlebnisse und wir waren in der Liga nicht so zufrieden. Das war in Frankfurt anders, als ich von Anfang in eine Mannschaft gestoßen bin, die sich im Aufschwung befand. Wir haben uns dann für die Europa League qualifiziert, das waren sensationelle Erlebnisse. Wenn ich mich an das Tor in Bordeaux erinnere, als wir gewonnen haben und etwa 12.000 Eintracht-Fans dabei waren, sind das Erlebnisse, die haften bleiben und die man nie vergisst. Von daher ist meine Sympathie für die Eintracht groß.

Martin Lanig kennt die Bundesliga weiterhin bestens, auch aus seiner Expertentätigkeit für MagentaSport.

Bist du überrascht, dass es bei den Kölnern aktuell so gut läuft, nachdem sie in der vergangenen Saison den Klassenerhalt erst über die Relegation sichern konnten?
Ja, ein Stück weit schon. Denn in Köln ist es nichts Neues, dass es durch das mediale Umfeld schwierig ist, in Ruhe arbeiten zu können. Mit Steffen Baumgart ist nun ein Trainer gekommen, der von Beginn an einen Plan hat und von seiner Art her etwas bewegen möchte. Er hat das Freundschaftsspiel der Kölner in Villingen gegen die Bayern kommentiert, da hat man schon gesehen, mit welcher Art er über 90 Minuten coacht. Diese aktive Art, dieses Fordernde, diese Leidenschaft und den Willen, den er an die Mannschaft übertragen hat – genau das ist es, was die Mannschaft braucht. Das spiegelt sich dann auch in den Ergebnissen wider.

Die Eintracht ist ein attraktiver Bundesligaverein mit einem Glamourfaktor geworden.

Martin Lanig

Die Eintracht hat in dieser Saison noch keinen Sieg feiern können. Wie bewertest du die bisherige Entwicklung?
Die Entwicklung der Eintracht in den vergangenen Jahren finde ich sensationell und überragend. Sie ist ein attraktiver Bundesligaverein mit einem Glamourfaktor geworden. Auch mit dem neuen ProfiCamp hat der Klub nochmal einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ich finde die Entwicklung einfach nur toll. Diese Saison ist es nicht so einfach. Die Mannschaft muss nach dem Trainerwechsel und neuen Spielern erst zusammenfinden. Ich glaube aber, dass die Mannschaft besser ist als es die Tabelle aktuell aussagt. Gemeinsam mit dem sensationellen Stadion und dem Support der Fans wird sie die nötigen Ergebnisse einfahren. Davon bin ich überzeugt, weil sich der Verein über die vergangenen Jahre dermaßen stabilisiert hat. Ich mache mir keine Sorgen.

Dein Expertenwissen hast du nun eindrucksvoll bewiesen. Dir ist bewusst, dass du bald dann eine Einladung für Eintracht FM bekommst?
Ja, darauf freue ich mich! Ich war lange nicht mehr hier und freue mich entsprechend darauf, bald einmal zurückzukehren.

Das Interview erschien als erstes im neuen Eintracht-Magazin „Im Herzen von Europa“:

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