26.11.2025
Europapokal

„Tore ehrlicherweise hergeschenkt“

Cheftrainer Dino Toppmöller, Robin Koch und Ansgar Knauff sprechen über das Spiel gegen Atalanta Bergamasca Calcio.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt mit Möglichkeiten von Farès und Mario. Wenn wir auf dem Level Spiele gewinnen wollen, müssen wir eines dieser Dinge nutzen. Mit dem Doppelpfosten von Atalanta ist die Partie gekippt, sie sind stärker geworden. Wir hatten trotzdem in der Halbzeitpause das Gefühl, dass wir gewinnen können. Mit Jonny bricht uns dann nach Rasmus der zweite Führungsspieler weg. Das ist ein Brett, dennoch können wir es besser lösen. Das 0:2 war dann zu viel, da haben wir nicht mehr die richtige Antwort gefunden. In der zweiten Halbzeit hat der letzte Kick, die letzte Power gefehlt. Die erste Halbzeit hat gezeigt, dass wenn wir defensiv kompakt stehen und Intensität in den Zweikämpfen zeigen, etwas gehen kann. Ballverluste wie vor dem 0:1 werden auf diesem Level bestraft. Wir wollen am Sonntag gewinnen, dafür werden wir paar Gespräche führen müssen und am Freitag mit einem freien Tag durchschnaufen. Die beste Medizin ist immer, gute Antwort auf das Ergebnis von heute zu geben. Jonny ist morgen beim MRT, es sieht nach einer muskulären Verletzung in der Wade aus.

Robin Koch: Wir machen uns das Spiel in fünf Minuten kaputt. Die erste Halbzeit war okay. Wir hatten ein paar Chancen, um in Führung zu gehen, Atalanta hatte ein, zwei Chancen. In der Pause hatten wir das Gefühl, dass wir das Ding ziehen können, und dann gibst du innerhalb von ein paar Minuten das Spiel so aus der Hand. Wir haben zwei Mal eigentlich gefühlt auf der gleichen Seite die Zuordnung komplett verloren und haben die Tore ehrlicherweise hergeschenkt. Insgesamt haben wir es nach der Pause nicht mehr geschafft, wieder mehr Druck auf den Ball zu bekommen. Es war eine sehr schwache zweite Halbzeit von uns.

Es ist ärgerlich, das Spiel in dieser Phase einfach aus der Hand gegeben zu haben.

Ansgar Knauff

Ansgar Knauff: Bis zum 0:1 war es ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Chancen. Wir hatten ein, zwei Möglichkeiten, Atalanta hatte ein, zwei Möglichkeiten. Dann bekommen wir innerhalb von fünf Minuten drei Gegentoren, bei denen wir wirklich nicht gut aussehen, zu offen sind und dem Gegner zu einfache Gelegenheiten geben. Das müssen wir auf jeden Fall analysieren. Es ist ärgerlich, das Spiel in dieser Phase einfach aus der Hand gegeben zu haben. Das ärgert uns, weil wir bis zum ersten Gegentor kein schlechtes Spiel gemacht haben. Das müssen wir jetzt abschütteln. Denn am Wochenende ist wieder Bundesliga. Dann wollen wir wieder gewinnen.

Raffaele Palladino (Cheftrainer Atalanta BC): Ich bin sehr glücklich heute. Der Sieg ist wichtig für den Kopf und den Weg, den wir weiter gehen wollen. Ich habe eine Mannschaft gesehen, wie wir sie alle sehen wollten. Wir waren mutig, ambitioniert, aber nicht immer kompakt genug. Danke an den Trainerstab, was in den vergangenen zwei Wochen geleistet wurde. Danke auch an die Mannschaft, das sind die Hauptakteure. Die Jungs haben bewiesen, dass sie den Schritt extra gehen und frei aufspielen können. In der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen. Nach der Pause haben wir technische Überlegenheit gezeigt und Chancen herausgespielt. Ich möchte immer nach vorne spielen und den Gegner stressen, das hat gut geklappt.