17.03.2018
Bundesliga

Ungefährdeter 3:0-Erfolg gegen Mainz

Eintracht Frankfurt hat das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz mit 3:0 (3:0) gewonnen und sich vorübergehend auf den vierten Platz verbessert. Es war der sechste Pflichtspielsieg in Folge im Stadtwald.

Kevin-Prince Boateng, Luka Jovic und Ante Rebic mit ihren jeweils sechsten Saisontreffern sorgten bereits vor der Pause vor 49.500 Zuschauern bei klirrender Kälte für Klarheit. Gegen die Mainzer zeigte die Eintracht eine insgesamt solide Leistung und verdiente sich die drei Punkte. Nach 27 Spieltagen haben die Adlerträger bereits 45 Zähler auf dem Konto. Nach der Länderspielpause steht die Partie in Bremen am Ostersonntag an.

Ausgangssituation: Heimserie läuft

Die Eintracht wollte freilich die Heimserie wahren und zum fünften Mal in Folge ein Bundesliga-Spiel in der Commerzbank-Arena gewinnen. Das gab es innerhalb einer Saison letztmals vor 18 Jahren. Auch im DFB-Pokal hatte es zwischenzeitlich geklappt, beim 3:0 gegen die Mainzer vor rund fünf Wochen. Die Gäste hatten zuletzt zweimal in Folge auswärts kein Tor kassiert. Als dreimal in Serie in der Fremde die Null stand, war Jürgen Klopp noch Trainer am Bruchweg.

Personal: Vier Änderungen

Luka Jovic, Jonathan de Guzman, Simon Falette und Jetro Willems kamen im Vergleich zur 2:3-Niederlage in Dortmund neu ins Team. Dafür rotierten Sébastien Haller sowie mit Marco Russ, Carlos Salcedo und Timothy Chandler drei Defensivakteure raus.

Erste Halbzeit: Eintracht dominiert

Die Eintracht erwischte den perfekten Start. Nach einer de Guzman-Ecke verlängerte Gbamin das Leder vor die Füße von Kevin-Prince Boateng, der ins kurze Eck zum 1:0 traf. In der Folge ließ die Heimelf Ball und Gegner laufen, Mainz kam kaum zur Entfaltung und konnte sich im letzten Drittel des Feldes dank guter SGE-Kompaktheit kaum in Szene setzen. Ganz anders die Frankfurter, die bereits in der 23. Minute auf 2:0 erhöhen konnten. Rebic, hauchdünn nicht im Abseits, wurde von de Guzman bedient und legte in die Mitte auf Jovic, der mit einer Grätsche schneller am Ball war als zwei FSV-Abwehrspieler. Einige Konzentrationsschwächen der Frankfurter Defensive in der Folge konnten die Rheinhessen nicht bestrafen, sodass die Eintracht die Gunst der Stunde nutzte und noch vor der Pause durch Rebics 17-Meter-Schuss nach einem schnellen Konter auf 3:0 stellte (41.).

Zweite Halbzeit: Jovic gegen den Rest

Nach der Pause hatte zunächst Luka Jovic ein Privatduell mit der Mainzer Defensive, denn gleich fünfmal binnen einer Viertelstunde (!) kam er in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Florian Müller klärte doppelt (53./59., nach feinem Rebic-Hackentrick), dann zielte der Serbe nach Wolf-Flanke drüber (61.), vorbei (62./noch gestört) und an die Latte (68.). In den letzten 20 Minuten plätscherte die Partie dahin. Die Mannschaft von Niko Kovac ließ nichts mehr anbrennen und spielte den nächsten Heimdreier sicher ein.

Fazit: Zuhause läuft’s

In der Hinserie hatte die Eintracht nur zwei Heimspiele gewonnen, seit der Winterpause sind es nun schon sechs – und das auch noch in Serie, nachdem das Jahr mit einem Remis gegen Freiburg begonnen hatte. Die Eintracht stand über 90 Minuten kompakt, verteidigte resolut, spielte phasenweise sehr guten Fußball und war nach vorne zumindest vor der Pause extrem effektiv. Insgesamt geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung, weil die Adlerträger mehr Dynamik und Zug zum Tor zeigten.

So spielte die Eintracht:

Hradecky – Falette, Hasebe, Abraham – Willems (82. Fernandes), da Costa – Boateng (75. Gacinovic), de Guzman, Wolf – Rebic (71. Tawatha), Jovic.

Tore:

1:0 Boateng (6.)
2:0 Jovic (23.)
3:0 Rebic (41.)