Drei Mannschaften kämpfen am 34. Spieltag um den Einzug in die UEFA Conference League, die Frankfurter Eintracht ist mittendrin. Vier Teams kämpften am Dienstagmittag auf den Trainingsplätzen im Deutsche Bank Park bei einem Miniturnier um den obersten Platz auf dem imaginären Siegertreppchen. Sechs gegen sechs plus Torsteher auf einem in der Breite stark verengten Spielfeld, etwa eine Hälfte des Platzes lang. Vorbereitung auf das Saisonfinale, Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart in vier Tagen.
Herbstlich kalt mit gelegentlichem Regenschauer waren die äußeren Bedingungen im Stadtwald, ganz anders soll es am Samstagnachmittag wenige hundert Meter weiter im Frankfurter Stadion zugehen: Hexenkessel Deutsche Bank Park. Bis es so weit ist, liegt eine intensive Trainingswoche vor den Adlerträgern, zu deren Beginn Cheftrainer Albert Riera 28 Mann versammelte – beinahe volle Kapelle, lediglich Nnamdi Collins fehlte verletzungsbedingt. Jens Grahl trainierte in direkter Nachbarschaft individuell.
Grahls Positionsgenossen, am Dienstag Michael Zetterer, Kaua Santos, Amil Siljevic und Yurij Obert, machten sich bereits mit Torwarttrainer Jan Zimmermann warm, wenig später starteten die Feldspieler in ihr Warm-up-Programm, indes war Riera mit seinem Trainerteam am Mittelkreis in Gespräche vertieft. Rein in die Einheit.
Jeder Ballkontakt zählte, laut zählten die beiden zwölfköpfigen Gruppen in den Rondos Pass um Pass, im Direktspiel ging es hin und her. So wie beim anschließenden Kleinfeldspiel im Turniermodus mit Torabschlüssen und Pressingmomenten en masse.
Für einen Moment ging bei manch einem Beobachter der Blick dann vom Geschehen auf dem grünen Rasen an den blau-grauen Himmel: Es war 12.48 Uhr, als die Maschine von Condor im Eintracht-Design im Landeanflug auf Frankfurt über den Deutsche Bank Park flog. Die Adlerträger auf Reisen durch Europa, die Entscheidung um das Ticket für das internationale Geschäft fällt am Samstagnachmittag. Bis dahin steht das Team täglich auf dem Platz, dann geht es um Alles.


