05.05.2021
Team

„Vorfreude, weil ich weiß, was wir erreichen können“

Tuta spricht über den Endspurt, sein Innenleben, Teamgeist, Feedback von Ben Manga und David Abraham sowie erfüllte und ersehnte Träume.

Keine Frage, Lucas Silva Melo, kurz Tuta, ist motiviert wie eh und je. Zum Pressegespräch erscheint er vier Minuten früher als vereinbart. So abgeklärt, ruhig und geduldig, wie der junge Brasilianer seit Monaten auf dem Rasen agiert, präsentiert sich der Verteidiger auch in der über halbstündigen Fragerunde. Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick.

Tuta über…

…seinen persönlichen Saisonverlauf: Die gesamte Saison ist sehr zufriedenstellend gelaufen für mich. Ich habe meine Mentalität nicht verändert, sondern bin bei meiner Einstellung geblieben, dass ich hart arbeiten muss. Ich war deshalb sowohl körperlich als auch psychisch top vorbereitet. Dann habe ich die Möglichkeit erhalten, mich in der Mannschaft zu beweisen. Diese Chance habe ich genutzt. Deshalb sehe ich diese Saison schon jetzt als großartige Erfahrung an.

…seine Pause in Leverkusen: Besonders in dieser Phase, in der wir sehr viele Spiele hintereinander haben und auch gerade erst eine Englische Woche hatten, muss jeder Spieler auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Ich bin auf jeden Fall darauf eingestellt, in der Startelf stehen zu können, bleibe aber auch dann ruhig, wenn ich, wie in Leverkusen, auf der Bank sitze. Es sind so viele Spiele über die Saison, deshalb kann ich die Entscheidung des Trainers, Rotation in die Mannschaft zu bringen, vollkommen nachvollziehen. Dadurch wird die Gesamtqualität der Mannschaft hochgehalten. Das Wichtigste ist, als Mannschaft geschlossen aufzutreten, alle Spieler einzubeziehen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um sich auf das gemeinsame Ziel konzentrieren zu können.

…seine Gefühlslage auf dem Platz: Nach außen hin versuche ich es immer so darzustellen, dass ich abgeklärt in die Spiele gehe. Aber mein Innenleben sieht doch etwas anders aus. Jedes Spiel bringt Emotionen mit sich. Zudem empfinde ich immer eine positive Anspannung, weil ich unbedingt spielen und Leistung bringen möchte. Ich versuche aber, diese Gefühle für mich zu behalten und nicht allzu stark nach außen zu tragen, um meine Arbeit bestmöglich zu absolvieren und meiner Aufgabe gerecht zu werden.

…Stärken und Schwächen: Ich könnte mich bei der Präzision meines Kopfballspiels auf jeden Fall noch verbessern. Zudem arbeite ich daran, mich im Offensivspiel der Mannschaft effektiver einbringen zu können. Natürlich liegt mein Hauptaugenmerk auf der Defensive. Dennoch kann ich nach vorne mutiger werden, um Lösungen anzubieten. Wichtig ist nur, dann keine Konter zuzulassen, sondern weiter kompakt zu stehen. Dazu leiste ich meinen Beitrag, könnte aber mit Sicherheit mit noch mehr Selbstvertrauen agieren.

Mein Profidebüt hat sich angefühlt wie ein Titelgewinn.

Lucas Silva Melo

…Ratschläge von David Abraham: Als David noch hier war, hatte ich extrem viel Kontakt zu ihm. Auch wenn er nun nicht mehr spielt, verfolgt er trotzdem alle Spiele und kommentiert im Nachhinein das Geschehen. David kann meine Leistungen gut einschätzen und bewerten, weshalb sein Feedback sehr wertvoll für mich ist. Er sagt mir immer wieder, dass ich meine Aufgabe ordentlich mache, aber weiter hart an mir arbeiten solle.

…die Rolle von Ben Manga bei seinem Transfer nach Frankfurt: Ben war für mich der erste Ansprechpartner und Brückenbauer für meinen Wechsel. Er hatte mich schon zwei Jahre vor meinem Transfer begleitet, mir einen Eindruck davon vermittelt, wie es in Frankfurt für mich sein könnte und was mich erwartet. Damit lag er absolut richtig: Ich bin zu einer ambitionierten Mannschaft gestoßen, die nach Höherem strebt und spielerisch gut aufgestellt ist. Diese Mentalität habe ich vom ersten Tag an gespürt. Ich bin deshalb sehr froh darüber, dass Ben so viel dafür geleistet hat und bin auch heute noch in einem regen Austausch mit ihm. Er gibt mir viele Rückmeldungen zu meinem Spiel und sagt mir klar, woran ich arbeiten muss.

Tuta (r.) hat kein Problem damit, sich im Sinne des Teams auch mal hinten anzustellen.

…die Vorbereitung auf das Spiel gegen Mainz 05: Man muss sich auf jedes Spiel neu einstellen und strategisch darüber nachdenken, wie man mit dem nächsten Gegner am besten klarkommt und wie man die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg steigern kann. Wir setzen uns in der Gegneranalyse damit auseinander, worauf wir uns einstellen müssen. Unser Ziel ist es, drei Punkte hier zu behalten und zudem spielerisch zu überzeugen.

…den Traum von der Champions League: Ein junger brasilianischer Spieler träumt immer davon, nach Europa zu kommen und an den ganz großen Wettbewerben teilzunehmen. Ich habe schon viele meiner Träume und Ziele erreicht, habe hier Fuß gefasst und Spiele für einen großen Verein. Allein mein Profidebüt hat sich angefühlt wie ein Titelgewinn. Die Krönung wäre die Teilnahme an der Champions League, das wäre wirklich mehr als ein Traum. Alleine die Möglichkeit, dass wir uns für die Champions League qualifizieren können, fühlt sich an wie der nächste Titel. Noch haben wir dieses Ziel nicht erreicht. Aber ich empfinde Vorfreude im Hinblick auf die kommenden Spiele, weil ich weiß, was wir erreichen können.

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