Ausgangslage
Es sei eigentlich „total gegen mein Naturell, aber es bleibt leider nichts anderes übrig“, sagte Sportdirektor Timmo Hardung am späten Freitagabend im Dortmunder Stadion, rückblickend auf das Ergebnis der Eintracht zum Start in den 33. Spieltag und vorausschauend auf mögliche Schützenhilfe durch den Hamburger SV gegen den SC Freiburg. Der SC war zu diesem Zeitpunkt schärfster Konkurrent der Eintracht im Kampf um Tabellenplatz sieben, der 2026/27 für das internationale Geschäft berechtigt. Das Motto: „Wohl oder übel Daumen drücken“, so Hardung. Es half. Auch die Breisgauer, im Klassement einen Zähler vor den Hessen, verloren ihr Auswärtsspiel mit 2:3.
Und nun? Klar, gewohnt Spannung in Reinkultur rund um das letzte Saisonspiel der Eintracht. 2023: Endspielcharakter gegen Freiburg; 2024: Endspielcharakter gegen Leipzig; 2025: Endspielcharakter auswärts gegen Freiburg – immer erreichten die Adlerträger ihr Ziel. 2026: Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, Anpfiff am Samstag, 16. Mai, im Deutsche Bank Park ist um 15.30 Uhr. Das Match in der Einzeloption läuft auf Sky Sport Bundesliga 5 HD und im Klubradio EintrachtFM, DAZN zeigt die XXL-Samstagskonferenz am 34. Spieltag.
Was passiert wann? Von Tabellenplatz sieben bis neun ist für Frankfurt alles noch möglich:
- Sieg: 7. Platz, wenn Freiburg gegen Leipzig nicht gewinnt und Augsburg in Berlin bei einem Sieg den aktuellen Acht-Tore-Rückstand gegenüber der Eintracht nicht aufholt.
- Unentschieden: 7. Platz, wenn Freiburg gegen Leipzig verliert und Augsburg in Berlin nicht gewinnt; 8. Platz, wenn Freiburg nicht verliert und Augsburg in Berlin nicht gewinnt; 9.Platz, wenn Freiburg nicht verliert und Augsburg gewinnt.
- Niederlage: 8. Platz, wenn Augsburg in Berlin verliert und die Eintracht die bessere Tordifferenz behält; 9. Platz, wenn Augsburg in Berlin gewinnt oder unentschieden spielt.
„Kopf oben behalten und weitermachen. Wir glauben dran und werden kämpfen. Auch gegen Stuttgart. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir gewinnen. Dann schauen wir mal“, sagt Nathaniel Brown.
Gewinnen will und gewinnen muss auch der letzte Eintracht-Gegner der laufenden Saison. Stuttgart braucht dringend Punkte, um im Rennen um den vierten Champions-League-Platz die Nase gegenüber der Konkurrenz aus Sinsheim und Leverkusen sicher vorne zu haben. Frankfurt möchte und muss genau das verhindern. Finale furioso, es geht um Alles.
Rückblick
Nicht selten geht es furios zu, wenn Frankfurt und Stuttgart aufeinandertreffen. Drei der vergangenen sechs Pflichtspiele zwischen beiden Klubs endeten 3:2, zwei Mal behielt die Eintracht die Oberhand – nur nicht im Hinrundenspiel, als die SGE spät durch Ayoube Amaimouni-Echghouyabs Debüttor im Oberhaus ausglich, dann aber doch noch das Nachsehen hatte.
Fakt ist: Frankfurt, 178 Tore, traf gegen kein anderes Bundesligateam so oft wie gegen Stuttgart. So ist es auch umgekehrt, auf 191 Treffer kommen die Schwaben gegen die SGE. Idealerweise bleibt es vorerst dabei. 105 direkte Bundesligabegegnungen zählt die Historie beider Klubs bislang.
Geht es in die Fremde, so lief es für das Team mit dem roten Brustring zuletzt nicht immer optimal. Stuttgart gewann nur eines der vergangenen sechs Bundesligaauswärtsspiele, deutlich mit 5:2 gegen Augsburg. Gegen den Klub also, der sich mit der Eintracht und Freiburg um den siebten Tabellenplatz streitet.
Freiburg, Frankfurt, Augsburg
Wieder Freiburg, wie eingangs umrissen kreuzen sich die Wege der Sportgemeinschaft und des Sport-Clubs zum dritten Mal in den vergangenen vier Spielzeiten am 34. Spieltag – mal im direkten, nun im Fernduell. Als sei es ein kleiner Scherz des Fußballuniversums. Wer zieht in die UEFA Conference League ein? Die Tabellensituation:
- Freiburg, 7., 44 Punkte, minus 9 Tore: Heimspiel gegen Leipzig.
- Frankfurt, 8., 43 Punkte, minus 4 Tore: Heimspiel gegen Stuttgart.
- Augsburg, 9., 43 Punkte, minus 12 Tore: Auswärtsspiel gegen Union Berlin.
In erster Linie die eigenen Hausaufgaben erledigen und auf zweiter Ebene auf Schützenhilfe bauen. Um noch am SC Freiburg, der vier Tage später im Endspiel der UEFA Europa League auf den Aston Villa FC trifft, vorbeizuziehen, muss sich der Deutsche Bank Park mit Mann und Maus gegen den VfB Stuttgart, der eine Woche später im DFB-Pokalfinale auf den FC Bayern antritt, aufbäumen. „Wir haben am Samstag ein Finale in Frankfurt“, sagte VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß nach dem Heimsieg gegen Leverkusen am 33. Spieltag. So ist es, nur soll dieses an die Eintracht gehen. Forza SGE!

