Ausgangslage
„Dass wir die Spiele gewinnen wollen, versteht sich von selbst. Wir wollen den Anschluss an die europäischen Plätze herstellen – da wollen wir hin“, sagte Jonathan Burkardt nach dem Bundesligaheimsieg gegen den Sport-Club Freiburg und freute sich wie die gesamte Eintracht-Familie über wichtige drei Punkte gegen den Tabellennachbar aus dem Breisgau. Nicht allerdings ohne hervorzuheben, was es in den kommenden Wochen bedarf, um den eingeschlagenen Kurs zu halten und zugleich zu optimieren: „Wir müssen noch sauberer im Passspiel und besser in den Konzepten werden. Man sieht allerdings von Spiel zu Spiel immer mehr, was der Trainer von uns verlangt. Wir wollen uns immer weiter verbessern, dann ist die Siegchance auch höher.“
Die nächste Gelegenheit auf drei Punkte bietet sich den Adlerträgern am Sonntag, 8. März, in Hamburg: Gastspiel beim FC St. Pauli, ab 15.30 Uhr übertragen DAZN und EintrachtFM live aus dem Millerntor-Stadion. „Wir haben noch einen Weg vor uns in dieser Saison, ich bin zuversichtlich“, so Arnaud Kalimuendo am vergangenen Sonntag im PwC Players Talk im Deutsche Bank Park.
Tabellarisch bewegen sich die beiden Kontrahenten im Vorfeld des 25. Spieltags in unterschiedlichen Regionen. Während sich die Adlerträger vor den finalen zehn Saisonspielen 2025/26 als Rangsiebter nah am oberen Drittel des Klassements positioniert haben, kämpfen die Kiezkicker als Tabellen-15. gegen mehrere Konkurrenten um den Klassenerhalt. Allerdings steht St. Pauli erstmals seit dem neunten Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz, und das hat natürlich seine Gründe: Zuletzt fuhr Cheftrainer Alexander Blessin mit seinem Team auswärts gegen Hoffenheim und zu Hause gegen Bremen zwei Siege in Folge ein. Drei Bundesliga-Dreier in Serie feierten die Hamburger letztmals Anfang 2011 unter Holger Stanislawski. Lang ist's her …
Rückblick
Am heimischen Millerntor ist St. Pauli seit dem 23. November 2025 ungeschlagen, damals unterlag man dem 1. FC Union Berlin 0:1. Seither sammelte der Klub vom Kiez elf Punkte aus fünf Heimspielen. Wie man bei den Hanseaten gewinnen kann, hat die Eintracht noch gut in Erinnerung. Am 16. Spieltag der vergangenen Saison sackten die Hessen dank eines Treffers von Omar Marmoush die drei Punkte ein. So auch im Hinrundenspiel der aktuellen Runde, als Burkardt seine Farben mit einem Doppelpack zum 2:0-Heimsieg schoss.
Apropos Burkardt, der nach längerer Verletzungspause gegen Freiburg sein Startelf-Comeback feierte: Auf seinen Sturmkollegen wurde am Sonntag im Nachgang an das Heimspiel auch Kalimuendo angesprochen. „Jonny ist ein klasse Kollege. Er hilft der Mannschaft sehr, wir brauchen seine Qualitäten. Ich freue mich, dass wir schnell eine gute Beziehung auf und neben dem Platz aufgebaut haben. Wenn man sich gut versteht, klappt das Zusammenspiel umso besser“, so der Franzose.
Wettbewerbsübergreifend standen sich die beiden Klubs bislang in 23 Partien gegenüber. Die Bilanz liest sich im Herzen von Europa positiv: zehn Siege und acht Unentschieden bei fünf Niederlagen. Gerne ausbauen.
Der März ist da
Der Abschied vom Monat Februar dürfte den Hamburgern, die nach dem Derbysieg am zweiten Spieltag in dieser Saison nun in Sinsheim erstmals außerhalb der eigenen Stadtgrenzen erfolgreich waren, nicht schmecken, denn der kürzeste Monat des Jahres sorgte für Bewegung auf dem braun-weißen Punktekonto: drei Siege aus vier Spielen, nur der FC Bayern sammelte in diesem Zeitraum mehr Zähler. In der Rückrundentabelle grüßt St. Pauli von Platz zehn.
Debüt in Berlin, Zu-Null-Siege gegen Mönchengladbach und Freiburg, Kampfgeist gegen den Ligaprimus aus München – so die vergangenen Wochen, hauptanteilig im Februar, der Eintracht unter Cheftrainer Albert Riera. Weiter geht’s, im Flow bleiben. „Die nächsten Wochen sind sehr wichtig für uns. Mit den Ergebnissen kommt ein anderes Selbstverständnis. Wir können dem Gegner wehtun und dominieren, wir sind gut mit dem Ball und stehen zudem defensiv stabil. All das müssen wir mit in die nächsten Spiele nehmen“, hob Kapitän Robin Koch zuletzt hervor.
Riera selbst sagte jüngst: „Ich möchte jeden Einzelnen verbessern. Verbessert sich der Einzelne, verbessert sich das Team. Verbessert sich das Team, kommen die Punkte.“ In diesem Sinne – auf ans Millerntor!

