15.04.2024
Bundesliga

Vorschau: In der Pflicht

Der FC Augsburg sitzt der Eintracht tabellarisch im Nacken. Am Freitagabend kommt es in Frankfurt zum direkten Duell um Europa.

Ausgangslage: Vorsprung geschrumpft

Null Punkte waren das Resultat nach dem 0:3 in Stuttgart, unverändert steht die Eintracht mit 42 Zählern auf Rang sechs der Bundesliga. Doch der Vorsprung auf die direkten Mitstreiter um die europäischen Plätze ist geschrumpft. Sowohl der SC Freiburg als auch der FC Augsburg gewannen ihre Duelle am 29. Spieltag und sind den Adlerträgern mit 39 Punkten dicht auf den Fersen.

Umso wichtiger wäre ein Punktgewinn, noch besser ein Sieg, am Freitagabend. Dann nämlich bestreitet der FCA sein Gastspiel im Deutsche Bank Park und fordert die Adlerträger zum Kampf um einen europäischen Startplatz. Die Fuggerstädter sind ein „direkter Konkurrent“, weiß Sportvorstand Markus Krösche. Auch Robin Koch lenkt den vollen Fokus auf das Flutlichtspiel: „Es ist natürlich ein sehr wichtiges Spiel gegen den FC Augsburg, der schon nah an uns dran ist. Es ist klar, dass wir zu Hause drei Punkte holen wollen.“ Der Showdown steigt ab 20.30 Uhr im Deutsche Bank Park. DAZN und EintrachtFM senden live.

Makoto Hasebe schätzt die Partie ebenso als äußerst relevant ein. „Wir müssen am Freitag auf dem Platz zeigen, was wir können. Nicht nur fußballerisch. Auch Einstellung, Emotionalität und Leidenschaft müssen wir auf dem Platz lassen“, verdeutlicht der Japaner. Keine Frage, die Mannschaft steht und sieht sich in der Pflicht.

Wir Spieler müssen es jetzt zeigen!

Makoto Hasebe

Auf der Gegenseite wartet eines der besten deutschen Teams des Kalenderjahres. In der laufenden Rückrunde holten die bayerischen Schwaben 21 Punkte – nach Leverkusen, Stuttgart, Dortmund und Leipzig markiert diese Ausbeute Rang fünf der Rückrundentabelle. Zum Vergleich: die Eintracht belegt Platz acht und holte in den bisherigen Partien der zweiten Saisonhälfte insgesamt 15 Zähler. Respekt vor der Aufgabe ist folglich angebracht, doch „Angst hilft nicht“, appelliert Hasebe: „Das Stadion und unsere Fans sorgen immer für eine super Atmosphäre. Wir Spieler müssen es jetzt zeigen!“

Rückblick: Keine Punkte bei eisigen Minusgraden

Im ersten Aufeinandertreffen der Saison zwischen Frankfurt und Augsburg gab es nichts zu holen für die Adlerträger. Bei Temperaturen um die minus zehn Grad brachte Fredrik Jensen die Hausherren nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung, Iago legte eine knappe halbe Stunde später zum 2:0 nach.

Wiedersehen mit dem Ex-Klub: Philipp Max.

Dass die Eintracht nicht frühzeitig als Verlierer feststand, lag auch an Kevin Trapp. Der SGE-Keeper hielt einen Elfmeter von Ermedin Demirovic und die Eintracht somit im Spiel. Kurz darauf schlug Philipp Max einen Ball nach innen, von FCA-Tormann Finn Dahmen sprang die Kugel ins Netz – Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit hatte Jessic Ngankam den Ausgleich auf dem Fuß, verzog jedoch knapp. Die Eintracht verlor zum Dezemberauftakt in der Fuggerstadt mit 1:2.

Gütesiegel U21

Damals in der Öffentlichkeit noch unter dem Radar flog Marko Mladenovic. Bis zum vergangenen Samstag, als der gebürtige Nürtinger im 30 Kilometer benachbarten Stuttgart seine Profipremiere feierte. Nach den Einsätzen von Elias Baum, Jean-Mattéo Bahoya, Ignacio Ferri Julià, Hugo Larsson, Nnamdi Collins und Farès Chaibi ist Mladenovic der siebte SGE-Ligadebütant dieser Saison, der bei seiner Premiere unter 21 Jahre jung ist. So viele U21-Akteure debütierten 2023/24 für keinen anderen Bundesligaklub; an zweiter Stelle folgt Leipzig mit fünf.

FCA: Mehr Punkte nach Rückstand als nach Führung

Auch der FC Augsburg kann mit einem Topwert aufwarten, der ganz anderer Natur ist. 23 seiner 39 Zähler holte die Truppe von Jess Thorup (seit Mitte Oktober Nachfolger von Enrico Maaßen) nach Rückstand, also exakt zwei Drittel und mit weitem Abstand vor Borussia Dortmund und dem 1. FC Heidenheim (je 15) – und der Eintracht vom Main (14). Es deshalb auf einen Rückstand anlegen wird sicher keines der beiden Lager.