11.02.2026
Bundesliga

Vorschau: Traditionsduell gegen die Fohlen

Nach dem Remis in Berlin geht es zurück in den Deutsche Bank Park, zugleich das erste Heimspiel für Cheftrainer Albert Riera. Die Bilanz gegen Borussia Mönchengladbach ist positiv.

Ausgangslage

Nach der Auswärts- ist vor der Heimpremiere, aus der Berliner Wuhlheide geht es in den Frankfurter Stadtwald, aus dem Stadion An der Alten Försterei in den Deutsche Bank Park: Die Eintracht empfängt am 22. Bundesligaspieltag Borussia Mönchengladbach, das erste Heimspiel für Albert Riera als Cheftrainer mit dem Adler auf der Brust. „In der Art und Weise bewerten wir das Spiel auf jeden Fall als Schritt nach vorne und in die Richtung, in die wir gehen wollen. Das Ergebnis ist etwas unglücklich, nachdem wir in Führung gelegen haben“, sagte Sportdirektor Timmo Hardung nach dem 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin. 

Die Stichworte Aktivität, Gegner laufen lassen sowie Ball und zugleich Kontrolle haben. „Das hatten wir uns vorgenommen und haben es in Teilen schon gut umgesetzt, für das erste Spiel war es ein gelungener Auftritt. Man sieht, dass die Jungs den Weg gehen und gehen wollen. Wir haben noch Potential, das wissen wir“, so Hardung weiter.

Den nächsten Abschnitt dieses gemeinsamen Weges beschreiten die Adlerträger im Herzen von Europa, am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr gibt mit den Fohlen vom Niederrhein der Tabellenzwölfte seine Visitenkarte ab. Mit 22 Punkten auf der Habenseite liegt Mönchengladbach sechs Zähler hinter den achtplatzierten Frankfurtern. EintrachtFM und Sky Sport Bundesliga übertragen das Traditionsduell live, zudem ist dieses Teil der Samstagskonferenz auf DAZN.

Ein Hinweis für Kurzentschlossene: Für das Duell mit den Fohlen sind noch einige Resttickets erhältlich, was unter anderem die Erweiterung des Heimbereichs möglich macht.

Rückblick

Wenn das Spiel zur klassischsten Bundesligazeit angepfiffen wird, so messen beide Klubs zum 104. Mal in der Bundesliga die Kräfte. Erstmals stand man sich im Oberhaus im Dezember 1965 gegenüber, die Eintracht siegte auf heimischem Rasen durch Treffer von Lotz und Doppelpacker Grabowski mit 3:1. Die Bundesligabilanz zwischen dem Siebten und Fünften der Ewigen Tabelle insgesamt schlägt zugunsten der Sportgemeinde Eintracht aus: 39 Siege stehen 33 Niederlage gegenüber, hinzu kommen 31 Unentschieden. 

Geschlagen geben musste sich Frankfurt gegen Gladbach letztmals vor gut fünf Jahren, im April 2021 setzte es eine Auswärtsniederlage im Rheinland. Es folgten fünf Siege und vier Remis sowie der packende DFB-Pokalfight 2024, den Frankfurt für sich entschied. 

Das jüngste Aufeinandertreffen war zweifelsohne ein Spiel für die Geschichtsbücher. Nach 47 gespielten Minuten führte Frankfurt auswärts gegen die Borussia mit 6:0, die unterm Strich zusammengerechnet zehn Tore beim 6:4 bedeuteten das torreichste Bundesligaspiel seit März 2013 – damals ein 9:2 des FC Bayern, nächster Auswärtsgegner der Adler, gegen den Hamburger SV. 

Die Serie soll reißen

Aktuell warten beide Mannschaften schon länger auf eine Drei-Punkte-Ausbeute; die Eintracht seit sieben, die Borussia seit fünf Ligaspielen. Das soll sich, blickt man durch die Adlerbrille, am Samstag unbedingt ändern – die Serie soll reißen. „Ich habe viele positive Dinge gesehen. Aber natürlich können wir es noch besser machen. Wir haben viele Momente gesehen, wo wir variabel waren. Ich wollte, dass die Spieler das Spiel genießen. Das Ganze braucht Zeit, die Spieler werden es noch verinnerlichen“, sagte Riera nach dem Remis in Berlin und unterstrich: „Bessere Ergebnisse geben uns auch ein besseres Gefühl auf dem Platz.“

Mit dem Spanier in Diensten der Eintracht und Eugen Polanski, Cheftrainer der Borussia, werden sich am Samstagnachmittag zwei Übungsleiter gegenüberstehen, die ihr Team jeweils während der Saison übernommen haben. Funfact: Riera bestreitet sein erstes Heimspiel als SGE-Coach gegen Mönchengladbach, indes bestritt Polanski sein erstes Heimspiel als Borussia-Coach gegen – korrekt – die Eintracht. Besagtes Spektakel am fünften Spieltag.

Riera und Polanski wären sich übrigens beinahe auch als Spieler in Spaniens La Liga über den Weg gelaufen, doch nachdem sich Polanski im Sommer 2008 für einen Wechsel zum FC Getafe entschieden hatte, zog es Riera zwei Wochen später vom Reial Club Deportiu Espanyol de Barcelona zum Liverpool FC.

Nun kommt es zum direkten Duell.