26.08.2025
Bundesliga

Vorschau: Hoffenheim im Fokus

Die TSG und die Eintracht sind schwungvoll in die Saison 2025/26 gestartet. Allerdings sind zwei Start-Ziel-Siege beiderseits die Ausnahme. Vor dem direkten Duell machen offensive Newcomer auf sich aufmerksam.

Ausgangslage

Neue Saison, neue Gesichter und Geschichten. Der Bundesligastart 2025/26 war reich an Überraschungen, was viele Ergebnisse anging. Acht der tabellarisch besten zehn Teams der Vorsaison blieben sieglos. Die Ausnahmen bildeten der Meister FC Bayern – und Eintracht Frankfurt. Nach dem 4:1 über den SV Werder Bremen reisen die Hessen als nächstes zu einem der Kontrahenten, die am ersten Spieltag ein Ausrufezeichen setzten. Die TSG Hoffenheim gewann bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:1. Es war der erste Dreier für die Baden-Württemberger seit Mitte April, während die SGE seit saisonübergreifend sieben Partien ungeschlagen geblieben ist.

Dino Toppmöller zeigte sich fürs Erste zufrieden, mahnte aber zugleich zur Einordnung: „Es war ein guter erster Schritt und super Auftakt für uns. Nächste Woche haben wir das Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim vor der Brust, die in der Vorbereitung alles gewonnen und nun in Leverkusen gesiegt hat.“

Wie herausfordernd eine Siegbestätigung zu diesem frühen Zeitpunkt sein kann, wissen sowohl die TSG als auch die SGE aus eigener Erfahrung. Die Blauen-Weißen feierten letztmals 2020/21 zwei Siege an den ersten zwei Spieltagen, Frankfurt gelang dieses Kunststück letztmals 2012/13.

Zumal Hoffenheim unter Trainer Christian Ilzer, seit November 2024 in Amt und Würden, in dessen 25 Bundesligabegegnungen nie zwei Ligasiege in Serie landete. Die Eintracht hingegen könnte einen neuen Bestwert aufstellen. Unter Dino Toppmöller gelangen 2023 fünf ungeschlagene Auswärtspflichtspiele, ein weiterer Punktgewinn wären neuer Rekord unter dem Coach, der im dritten Jahr unterm Adlerdach wirkt.

Rückblick

Als die Adler letztmals an einem zweiten Spieltag in Sinsheim gefordert waren, behielten sie – ihrerzeit als Aufsteiger – mit 4:0 die Oberhand. In der Gesamtbilanz sind die Gäste ebenfalls im Plus, wenn auch weniger deutlich. In 32 Bundesligavergleichen hatte die SGE 13 Mal die Nase vorn und unterlag zehn Mal.

Einmal 2022 mit von der Partie war Fisnik Asllani, der in den Jahren danach viel auf Leihwanderschaft und zuletzt für die SV Elversberg überzeugend am Ball war. Zurück beim Stammklub avancierte der Stürmer am ersten Spieltag zum vierten Akteur überhaupt, der bei einem Startelfdebüt für Hoffenheim einen Treffer und eine Vorlage beisteuerte. Das konnten zuvor einzig Vedad Ibisevic, Demba Ba und Gylfi Sigurdsson von sich behaupten.

Class of 2005

Für Furore sorgten am vergangenen Wochenende auch zwei Adlerträger des Jahrgangs 2005. Can Uzun wurde im Alter von 19 Jahren und 285 Tagen zum jüngsten Eintracht-Spieler seit Beginn der Datenerfassung 2004/05, der in einem Bundesligaspiel drei Scorerpunkte verzeichnete. Zudem schnürte Jean-Mattéo Bahoya den ersten Doppelpack seiner Karriere. Seit sich Bahoya im März zum ersten Mal in die Torschützenliste der Eintracht eintrug, erzielte kein anderer aktueller Adlerträger so viele Pflichtspieltreffer wie der 20-jährige Franzose.

Nachdem am Samstag die zuvor länger verletzten Nathaniel Brown und Mario Götze ihr Comeback gefeiert haben, hat das Trainerteam um Toppmöller personell derzeit die Qual der Wahl. Dagegen ereilte Hoffenheim die Nachricht, dass sich Koki Machida das Kreuzband gerissen hat. Als Folge verpflichtete die TSG Albian Hajdari. Wie gesagt: Neue Saison, neue Gesichter und Geschichten.