06.05.2022
Bundesliga

Weiter, immer weiter

Im letzten Heimspiel der Saison empfängt die Eintracht Borussia Mönchengladbach im Deutsche Bank Park. Nach dem Finaleinzug heißt es: Die Europacup-Form wieder in der Bundesliga zeigen.

Zugegeben: 18 Punkte aus den bisherigen 16 Heimspielen ist wahrlich nicht die Ausbeute, die sich die Adlerträger vor der Saison vor dem heimischem Publikum erhofft hatten. Blickt man nur auf die Rückrunde, sind die Hessen mit fünf gesammelten Zählern auf eigenem Geläuf sogar das schwächste Team der Liga. Nur die Hertha aus Berlin verlor in diesem Kalenderjahr genauso häufig wie die SGE – fünf Mal.

Zum Vergleich: Am Ende der vergangenen Saison stand die Eintracht mit 37 Punkten auf Rang zwei der Heimtabelle – hinter den Bayern, die 43 Zähler einfuhren. Zumindest am vorletzten Spieltag wollen die Adlerträger es ihren Fans und auch dem Gegner nochmal beweisen und zum Heimabschluss dieser Saison dreifach punkten. Auch wenn das Thema Belastungssteuerung in den verbleibenden zwei Saisonspielen natürlich allgegenwärtig ist, hat Oliver Glasner auf der Spieltagskonferenz sein Ziel deutlich gemacht: „Auch wenn die Ausgangslage nun etwas anders ist, möchten wir unseren Fans zum Abschluss zu Hause nochmal drei Punkte schenken.“

Fohlen im Aufgalopp

Mit Gladbach reist am Sonntag eine Mannschaft an den Main, die im Vergleich zur SGE einen ziemlich gegensätzlichen Rundenverlauf hinlegte – allen voran in der Rückserie. Während die Eintracht seit sechs Bundesligaspielen sieglos ist und seit Beginn des 27. Spieltages nur drei Treffer erzielte, verloren die Gäste vom Niederrhein nur eines der vergangenen sieben Bundesligaspiele und holten aus diesen Partien 14 Punkte. Nur der 1. FC Köln und der FC Bayern München sammelten im selben Zeitraum noch mehr Zähler (16).

Die Gladbacher haben sich im Laufe der Rückrunde deutlich gefangen. Auf Evan Ndicka und die Eintracht-Defensive kommt also ein hartes Stück Arbeit zu.

Die Zielsetzung für die verbleibenden beiden Spiele hat Fohlen-Coach Adi Hütter bereits Anfang der Woche gegenüber den clubeigenen Medien bekanntgegeben: „Wir haben noch zwei Spiele gegen sehr gute Gegner vor uns, die wir beide erfolgreich bestreiten wollen“, blickte der Österreicher voraus. Für Jonas Hofmann, der gegen die Eintracht zu seinem 200. Bundesligaspiel kommen könnte, gehe es in erster Linie darum, „noch einmal alles reinzuhauen und vielleicht den einen oder anderen Tabellenplatz nach oben zu rutschen“.

Verschiedene Herangehensweisen

Vergleicht man beide Mannschaften spielerisch, stechen gleich mehrere wichtige Elemente heraus. Während die Elf von Coach Oliver Glasner trotz dauerhafter Zweifachbelastung aus Liga und Europacup mit durchschnittlich 119 Kilometern pro Spiel die größte Distanz aller Mannschaften hinter sich bringt und noch dazu hinter den Bayern (250) und dem FC Augsburg (248) die drittmeisten Sprints anzieht (247), legt die Fohlenelf eher Wert auf die Zweikampfquote. 52,6 Prozent der direkten Duelle gewinnt sonst nur der VfL Wolfsburg. Die Hessen kommen ihrerseits auf 46,9 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Nur Bielefeld ist in dieser Disziplin schwächer (46,7).

Die Fohlenelf läuft mit 112,5 Kilometern pro Spiel durchschnittlich deutlich weniger als die SGE. Die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen gehen übrigens auf die gleiche Formation zurück: Beide Trainer setzen in diesem Jahr meist auf eine 3-4-2-1-Formation. Die Adlerträger kommen in diesem Spielsystem dabei deutlich häufiger über die Außenbahn und schlugen bislang fast doppelt so viele Flanken als Gladbach, das die wenigsten Hereingaben aller Mannschaften in der Beletage von außen bringt.

Spektakel vorprogrammiert?

Wer aufgrund der Tabellensituation beider Teams davon ausgeht, das Spiel könnte eher zu den unspektakuläreren der Saison gehören, der könnte sich täuschen. Bei den vergangenen fünf Spielen fielen jeweils mindestens vier Treffer. Beim 3:2-Auswärtssieg der Eintracht im Dezember gab es diese Anzahl an Toren sogar innerhalb von zehn Spielminuten. Und eines ist auch sicher: Im letzten Heimspiel des Jahres werden die Adlerträger alles daran setzen, einen gelungenen Heimabschluss zu feiern.

Zum Spiel

Anstoß: Sonntag, 8. Mai, 15.30 Uhr, 33. Spieltag, Bundesliga, 2021/22.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.
Hörtipp: EintrachtFM sendet ab 15.20 Uhr live.
TV-Hinweis: DAZN überträgt live ab 15 Uhr.

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