06.02.2026
Bundesliga

„Wenig zugelassen“

Markus Krösche, Albert Riera, Mario Götze, Hugo Larsson und Nathaniel Brown sehen nach vier Tagen Zusammenarbeit einen Anfang gemacht, sagen nach dem 1:1 bei Union aber auch, wo Verbesserungsbedarf besteht.

Sportvorstand Markus Krösche: Der Trainer ist vier Tage da und wir haben schon einen guten Schritt gemacht, vor allem in der Kompaktheit. Restverteidigung und Ballbesitz waren gut, wir sind immer wieder variabel gewesen, hatten wenige einfache Ballverluste – insgesamt viel Kontrolle und wenige Umschaltmomente zugelassen. Und wenn, war sofort einer da. In der einen oder anderen Situation haben wir es verpasst, den Ball in die Spitze zu spielen. Ansonsten war es ein guter Start und ein Schritt in die richtige Richtung.

Cheftrainer Albert Riera: Ich war zufrieden mit der Energie und Leidenschaft meiner Mannschaft. Wir waren dominant und haben entschieden, wann wir attackieren und wann wir verteidigen. Dieses Gefühl brauchen die Spieler. Ich habe zu ihnen gesagt, sie sollen selbstbewusst mit dem Ball sein. Wir hatten mehr Möglichkeiten, um noch aggressiver zu sein. Ich habe viele positive Dinge gesehen. Aber natürlich können wir es noch besser machen. Wir haben viele Momente gesehen, wo wir variabel waren. Ich wollte, dass die Spieler das Spiel genießen. Das Ganze braucht Zeit, die Spieler werden es noch verinnerlichen. Wir müssen aufpassen mit unnötigen Fouls oder leichten Ecken. Wir waren nah dran, das Spiel zu gewinnen. Bessere Ergebnisse geben uns auch ein besseres Gefühl auf dem Platz. Insgesamt haben wir wenig zugelassen, nur dann kannst du Spiele gewinnen.

Wir sollten hungrig wie Löwen sein.

Hugo Larsson

Mario Götze: Am Ende haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht, waren sehr dominant. Im letzten Drittel hat vielleicht etwas gefehlt, der entscheidende Pass. Nichtsdestotrotz war es sehr positiv. Die Körpersprache war gut. Jeder wollte den Ball haben. Wir haben alles dafür getan, um hier zu gewinnen und wissen, wie schwer es ist, hier zu bestehen und zu punkten. Am Ende sind es Kleinigkeiten, aus denen wir lernen müssen, gerade wenn du in der 85. Minute mit 1:0 in Führung gehst, das über die Ziellinie zu bringen. Wir sind deutlich stabiler und aggressiver geworden und waren besser im Spiel als davor.

Hugo Larsson: Wir waren hier, um drei Punkte zu holen. Es war eine intensive Woche mit viel Input, 90 Minuten jeden Tag. Der Trainer wollte uns sein ganzes Wissen und Informationen geben über seine Idee von Fußball und dass wir klar im Kopf sind für alles, was im Spiel passiert. Wir sollten hungrig wie Löwen sein und dominant Fußball spielen. Ich denke, das haben wir gut umgesetzt. Das Remis ist okay, darauf können wir aufbauen. Schade, dass wir das Gegentor gefühlt eine Minute nach der Führung kriegen.

Nathaniel Brown: Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Der Spielverlauf ist natürlich bitter. Aber ich glaube, es war eine sehr gute Leistung. Das Tor hat sich sehr gut angefühlt. Es war eine sehr schöne Vorlage von Ayoube – dann habe ich einfach direkt draufgeschossen. Die Aktion vor dem Elfmeter ist sicher unglücklich. Aber so ist Fußball. Wir müssen jetzt einfach weitermachen.

Steffen Baumgart (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir gegen eine ballsichere Mannschaft und eine gute Offensive spielen. Wir haben sie kaum zur Entfaltung kommen lassen, haben nur einen Schuss aufs Tor zugelassen, der sensationell rein geht. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Die Möglichkeiten, die wir haben, müssen wir besser nutzen, um gegen spielstarke Mannschaften gewinnen zu können.