14.03.2026
Bundesliga

„Wir brauchten mehr Bewegung“

Markus Krösche, Albert Riera und Nnamdi Collins erklären die Steigerung nach der Pause und freuen sich über das dritte gegentorlose Spiel am Stück. Die Stimmen zum 1:0-Sieg gegen Heidenheim.

Sportvorstand Markus Krösche: Wir sind natürlich mit dem Sieg zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen zu langsam Fußball gespielt und nicht wirklich Offensivaktionen gehabt. In der zweiten Halbzeit war das deutlich besser. Nach der Gelb-Roten-Karte ist es natürlich nicht ganz so einfach. Wir hatten trotzdem ein paar Umschaltmomente, die wir vielleicht besser abschließen müssen. Im Großen und Ganzen war das ein wichtiger Sieg.

Heidenheims und Frankfurts Cheftrainer Frank Schmidt und Albert Riera.

Cheftrainer Albert Riera: Zunächst einmal will ich sagen, dass ich mich sehr gefreut habe, mit Frank Schmidt eine Legende kennengelernt zu haben. 18 Jahre auf diesem Level zu arbeiten – dafür ein großes Kompliment. Er ist eine Inspiration für viele für uns, auch menschlich ist er ein Vorbild. Wir wussten, dass Heidenheim tief stehen und auf unsere Fehler warten würde. Wir waren aber zu passiv, wir brauchten mehr Bewegung und Mobilität – dann haben wir Löcher und somit Chancen kreiert. Aber welches Team in Europa hat gegen tief stehende Gegner keine Probleme? Sie haben viele Spieler hinter dem Ball, es ist sehr schwierig. Wir müssen den Ball schneller bewegen und die Räume, die sich bieten, besser nutzen; den Gegner laufen lassen und ihn müde machen. Positiv ist aber auch, dass wir nun zum dritten Mal in Folge kein Gegentor kassiert haben und ich ein Team sehe, dass sich beim Verteidigen wohlfühlt. Jede Woche ist ein anderes Spiel und ich entscheide mich für die Spieler, die nicht allgemein, sondern für das jeweilige Spiel am besten sind.

Nnamdi Collins: Wir haben zu Null gespielt und anders als noch in Hamburg diesmal die drei Punkte geholt. Es gibt einiges aufzuarbeiten, aber den Sieg nehmen wir mit. Wir hatten uns viel vorgenommen und uns das Spiel anders vorgestellt, mit dem Platzverweis zum Ende lief es etwas unglücklich für uns. Nichtsdestotrotz haben wir drei Punkte. Da Robin [Koch; Anm. d. Red.] kaum Gegnerdruck hatte, haben wir versucht, das Spiel häufig über ihn laufen zu lassen. Heidenheim hat nach 50, 60 Minuten hinsichtlich der Intensität nachgelassen, so haben sich mehr Räume ergeben. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Wir müssen uns gegen tiefstehende Gegner einfach mehr Chancen herausspielen, wir müssen den Gegner mehr bespielen – da haben wir noch viel Luft nach oben. Der Trainer fordert von uns, dass wir uns mehr zutrauen und etwas probieren. Das gilt es nun im Training umzusetzen und für das Spiel gegen Mainz vorbereitet zu sein.

Frank Schmidt (Cheftrainer 1. FC Heidenheim): Danke Albert für die sehr netten Worte und Glückwunsch zum Sieg. Es war ein knappes Ergebnis und ein knappes Spiel, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir wollten dem Gegner nicht viel Tiefe geben und aus einem sehr kompakten Mittelfeld agieren. Das ist uns gelungen, Frankfurt hatte in der ersten Hälfte keine echte Torchance. Nach Ballgewinnen hatten wir aber auch teils zu weite Wege und zu viele Ballverluste. Nach der Pause lief es ähnlich, beide Mannschaften haben gleich agiert. Es war dann sehr ärgerlich, dass wir nach einem Standard in Rückstand geraten sind. In zwei Situationen waren wir nicht robust genug – da kann man anders reingehen, sowohl beim Kopfballduell gegen Koch als auch beim Torschuss von Kalimuendo. Das 1:1 war minimal Abseits und es ist Wahnsinn, dass dann auch noch Pech dazukommt und wir nicht den Ausgleich machen. In Unterzahl hatte dann Frankfurt die besseren Chancen. Wir müssen nicht unbedingt als Verlierer vom Platz gehen; das machen wir aber, daher sind wir sehr enttäuscht.