21.01.2022
Bundesliga

„Müssen uns das Glück wieder erarbeiten“

Sportvorstand Krösche, Cheftrainer Glasner sowie Rode, Hasebe und Sow sehen eine verdiente Niederlage, wissen aber auch um die Punkte, die anzugehen sind.

Sportvorstand Markus Krösche: Wir haben schlecht verteidigt, beide Gegentore kann man verhindern. Wir waren weder vorne noch hinten wirklich konsequent. Phasenweise haben wir es gut gemacht, auch in den vergangenen Spielen schon. Wir müssen jetzt weiterarbeiten und uns weiter verbessern. Uns hat die Ruhe gefehlt gegen einen tief stehenden Gegner. Die Konsequenz und Entschlossenheit haben gefehlt, außerdem hatten wir zu selten den Zugriff. In den vergangenen drei Spielen haben wir viel zu einfach die Gegentore bekommen und vorne zu viel liegengelassen. Heute kamen wir nicht für einen Sieg in Frage.

Cheftrainer Oliver Glasner: Bielefeld ist perfekt ins Spiel gekommen. Die erste Chance resultierte im 0:1, die zweite im 0:2. Wir haben alles probiert, aber es hat nicht geklappt. Wir hätten ein Tor gebraucht, um das Momentum auf unsere Seite zu ziehen und die Partie vielleicht noch mal zu drehen. Das Selbstvertrauen der Bielefelder stieg gefühlt mit jeder Chance, unseres wurde ein bisschen weniger. Wenn du kein Tor schießt, kannst du das Spiel nicht gewinnen. So ist es am Ende eine verdiente Niederlage. Vielleicht haben wir uns zuletzt etwas zu viel mit der schlechten Chancenverwertung beschäftigt und es hat sich somit in den Köpfen ein bisschen festgesetzt. Dennoch hatten wir auch heute unsere klaren Torchancen, nutzen sie nur nicht. Die Jungs haben alles versucht, aber es hat nicht geklappt. Mal ging der Ball knapp vorbei, dann hat der Torwart gut gehalten. Das nötige Glück müssen wir uns wieder erarbeiten. Ich werde aber nicht unruhig, weil ich gesehen habe, dass die Jungs alles versuchen. Jetzt gilt es den Kopf oben zu halten und weiter zu machen. Wir haben uns schon oft über die unnötigen Gegentore unterhalten, jetzt wird es Zeit, dass wir uns auch verbessern. Da sind sind wir zu oft nicht energisch genug, lassen die Gegner aufdrehen. Bälle von außen führen zudem zu oft zu Gegentoren, das war schon in Augsburg so. Daran müssen wir arbeiten und konsequenter werden. Wir haben schon mehrere schwierige Situationen durchgemacht und haben jetzt zwei Wochen, um die Ärmel hochzukrempeln, hart zu arbeiten und zurück in die Erfolgsspur zu finden.

In der Länderspielpause müssen wir die drei vergangenen Partien gut analysieren und dann in Stuttgart besser spielen.

Makoto Hasebe

Sebastian Rode: Die Niederlage ist eine große Enttäuschung, es war ein gebrauchter Abend. Wir kassieren schnell das 0:1, haben aber eigentlich viele Chancen auf einen Treffer. Die Möglichkeit von Borré am Ende ist sinnbildlich für den Abend, dass sogar die nicht zu einem Tor geführt hat. Bielefeld hat genau sein Spiel aufgezogen, sie sind schnell vertikal nach vorne gekommen. Sie haben die Räume gut genutzt. Wir hingegen mussten hart arbeiten, um uns Chancen zu erarbeiten. Wenn man diese dann nicht nutzt, gewinnt man kein Spiel. Gegen Dortmund ging es sehr gut los, doch wir haben das Spiel schlussendlich noch verloren. Das hätte uns vielleicht noch einmal einen anderen Flow gegeben. In Augsburg kannst du unentschieden spielen, heute wollten wir aber unbedingt gewinnen. So gehen wir mit einem schlechten Gefühl in die Länderspielpause.

Makoto Hasebe: Wir hatten unglaublich viele Chancen, haben aber leider nicht getroffen und zwei ganz einfache Gegentore kassiert. Nach dem 0:2 haben wir uns schwergetan. Wir müssen positiv bleiben, denn wir haben uns viele Torchancen herausgespielt. In der Länderspielpause werden wir die drei vergangenen Partien aufarbeiten, unsere Schlüsse daraus ziehen und danach in Stuttgart besser spielen.

Wir haben selbst viele gute Bälle reingebracht, aber unsere Präsenz vor dem Tor war nicht gut.

Djibril Sow

Djibril Sow: Arminia Bielefeld war sehr effizient. Sie haben viel auf lange und zweite Bälle gesetzt und das gut gemacht. Wir haben das nicht in den Griff bekommen. Die Arminia hat viele große Spieler und weiß genau, was sie tut. Wir haben selbst viele gute Bälle reingebracht, aber unsere Präsenz vor dem Tor war nicht gut. Wir müssen uns offensiv wieder steigern. Jetzt haben wir ein wenig Druck und müssen es einfach besser machen.

Frank Kramer (Trainer DSC Arminia Bielefeld): Wir haben ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner gemacht. Wir sind total happy, dass wir gewinnen konnten. Wir hatten einen sehr guten Start mit der Führung und das Quäntchen Glück mit einem guten Torhüter, der der Truppe geholfen hat. Wir waren sehr effektiv und hatten den einen oder anderen Nadelstich. Dass die Eintracht in der zweiten Halbzeit mit mehr Wucht und Vehemenz kommt, war zu erwarten. Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Die Spieler haben als Team sehr gut gearbeitet, sich aufgeopfert und leidenschaftlich gespielt. Aufgewendet haben wir schon immer viel, mittlerweile erzielen wir auch die nötigen Tore. Patrick Wimmer ist immer für ein Tor oder eine Vorlage gut, dafür steht er auf dem Platz. Heute hat er das super gemacht und hat das Spiel entschieden.

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