14.02.2026
Bundesliga

„Wir waren für den Gegner unangenehm“

Markus Krösche, Albert Riera, Robin Koch, Mario Götze und Ayoube Amaimouni freuen sich über den ersten Sieg 2026 und nennen als Schlüssel das Defensivverhalten.

Sportvorstand Markus Krösche: Wir hatten keine einfache Zeit. Daher sind wir froh, dass wir gewonnen haben. Nach so langer Zeit war wichtig, wieder das Siegesgefühl und auch überzeugend gewonnen zu haben. Die erste Halbzeit war nicht einfach, Gladbach war gut, aber wir waren effizient. In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigt und es war wichtig, zu Null zu spielen. Wir hatten eine ganz andere Boxverteidigung, das ist der größte Fortschritt unter Albert Riera. Er versucht, gewisse Dinge reinzubringen. Das sieht man auch. Dass noch nicht alles funktioniert, ist klar. Albert hat die Boxverteidigung und defensive Struktur gestärkt und gezeigt, dass er in kurzer Zeit Stabilität reinbringen kann.

Cheftrainer Albert Riera: Die drei Punkte sind so wichtig; genauso aber auch, dass wir zu Null gespielt haben. Um Spiele zu gewinnen, darf man in erster Linie keine Gegentore kassieren. Ich habe den Jungs gesagt, dass wir viele gute Dinge machen müssen, um Chancen herauszuspielen, aber auch, um gegnerische Chancen zu verhindern. Wir haben gut verteidigt, genau dieses Selbstvertrauen müssen die Spieler haben. Wir haben uns stark gefühlt und waren für den Gegner unangenehm. Beim Fußball geht es nicht nur um das Spiel mit Ball, sondern auch ohne. Beim Angreifen müssen wir schon wissen, was wir machen, wenn wir den Ball verlieren sollten: Pressen. Das muss man tun, um dominant sein zu können. Verletzungen gehören zum Spiel dazu, natürlich sind wir traurig darüber. Wir hatten keinen Stürmer auf der Bank, als Kalimuendo vom Feld musste, aber ich mag es auch, mit einer falschen Neun zu spielen – also ist die Wahl auf Mo gefallen. Ob mit falscher oder echter Neun, alles hat Vor- und Nachteile. Die Mannschaft hat es sehr gut umgesetzt. Wir haben noch viele Partien vor uns. Dieses Spiel liegt nun hinter uns, es liegt in der Vergangenheit. Weiter geht’s, egal wie der Gegner heißt. Wir wissen, dass die nächste Aufgabe in München hart wird.

Robin Koch: Die drei Punkte sind sehr wichtig für die Mannschaft. Wir können sehr zufrieden sein. Es ist ein erster, extrem wichtiger Schritt. Natürlich ist zu Null in dieser Situation auch sehr wichtig. Auch für Kaua Santos, wie er auch am Ende das Ding fischt und ohne Gegentor bleibt. Es hat sich sehr gut auf dem Platz angefühlt. Wir haben viel wegverteidigen müssen. Es geht immer besser mit Ball, insgesamt haben wir viel richtig gemacht. Wir haben in der Vorbereitung viel mit Video gearbeitet und auf dem Platz trainiert, mit und gegen den Ball. Der Trainer hat klare Prinzipien. Es ist sehr wichtig, dass wir besser mit Ball werden. Ich bin heute eins nach links gerückt, Aurèle Amenda war in der Mitte. Er hat es sehr gut gemacht, unaufgeregt. Insgesamt haben wir viel Qualität in der Truppe, auch die Einwechsler machen den Unterschied und so konnten wir gemeinsam das Spiel ziehen.

Mario Götze: Es war ein super wichtiges Spiel für uns, gerade nach den vergangenen Wochen. Drei Punkte, 3:0 zu Hause, vor den eigenen Fans sind ein guter wichtiger Schritt. Das Spiel hat sich fairerweise nicht so klar angefühlt wie das Ergebnis. Gladbach hat es auch gut gemacht und wir hatten nicht immer die Kontrolle. Mit Ball haben wir Verbesserungsmöglichkeiten.

Genau diesen Move habe ich im Abschlusstraining gemacht und ich bin glücklich, dass es geklappt hat.

Ayoube Amaimouni-Echghouyab über das 2:0

Ayoube Amaimouni-Echghouyab: Man merkt, was uns der Trainer mitteilen will. Ich glaube, jeder Spieler in der Mannschaft weiß ganz genau, was er zu tun hat mit und ohne Ball. Das haben wir gebraucht. Ich versuche immer, nach dem Training noch etwas zu arbeiten und ein paar Schüsse zu machen. Genau diesen Move habe ich im Abschlusstraining gemacht und ich bin glücklich, dass es geklappt hat.

Eugen Polanski (Cheftrainer Borussia Mönchengladbach): Ich bin extrem sauer, denn diese Niederlage war extrem unnötig und vermeidbar. Unser Matchplan ist aufgegangen mit und ohne Ball, wir machen ein gutes Spiel zwischen den Sechzehnern, sind aber in beiden Strafräumen schlechter als der Gegner. Daran müssen wir arbeiten. Es ging darum, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Wir schießen bei einem Schussverhältnis von 20:12 nur dreimal auf das Tor, das ist zu wenig und da haben wir es nicht geschafft, uns zu belohnen. Da haben wir extrem gelitten, denn es war deutlich mehr drin.