16.05.2022
Team

„Wissen, was zu tun ist“

Martin Hinteregger gibt ein Update zu seiner Verletzung, ist überzeugt, dass das Team im Finale ohne ihn bestehen wird, und erklärt seine Begabung für große Duelle.

Martin, wie geht die Mannschaft damit um, dass du im Finale ausfallen wirst?
Ich denke, sie werden es auf meiner Position verkraften können. Denn wir haben wirklich hervorragende Verteidiger. Wenn alle in Form sind, macht es keinen Unterschied, ob Makoto Hasebe, Tuta oder ich hinten spielt.

Wann hast du gewusst, dass die Saison für dich beendet ist?
Diese Art der Verletzung hatte ich zuvor nicht gehabt. Deshalb habe ich gleich auf dem Platz gemerkt, das war’s. Die Diagnose war eigentlich nur die Bestätigung des Gefühls. Ob das jetzt, drei, vier oder sechs Wochen dauert, ist erstmal nicht wichtig, weil danach ohnehin Urlaub ist. Zur Vorbereitung bin ich wieder topfit!

Wie siehst du deine Rolle in diesen Tagen?
Ich gebe in der Reha mein Bestes, viel mehr Einfluss kann ich nicht nehmen. Das muss ich auch nicht, weil wir genügend Leute haben, die wissen, was zu tun ist. Angefangen beim Trainer. Deshalb werde ich mich zurückhalten.

Schildere uns doch als einer unserer erfahrensten Europapokalspieler bitte, was die internationalen Abende so besonders macht.
Gerade wenn man bei Eintracht Frankfurt ist, weiß man, dass nicht jedes Jahr Europapokal ist. Jeder ist heiß darauf, wenn am Donnerstag um 21 Uhr das Flutlicht angeht. Diese Magie ist nicht nur im Team, sondern auch schon Tage zuvor in der Stadt zu spüren. Das überträgt sich auf den Platz. Das beste Beispiel sind Neuzugänge, die schnell merken, welchen Stellenwert der Europapokal in der Region genießt.

Es ist immer interessant, wenn man schon vor dem Spiel spürt: Heute wird alles abgeräumt.

Martin Hinteregger

Gab es einen Punkt, an dem du gesagt hast: In diesem Jahr können wir ganz weit kommen?
Ich bin immer noch der Meinung, dass wir 2019 die bessere Mannschaft hatten. Diesmal kommen wir noch mehr über den Teamgeist. Das sieht man daran, was passiert, wenn wir, wie manchmal in der Bundesliga, nicht geschlossen verteidigen. In der Europa League gelingt uns das. Man hat gespürt, dass wir eine Einheit sind. Etwas Glück gehört natürlich auch dazu.

Die Siege gegen Barca und West Ham gingen Hand in Hand mit deinen Privatduellen gegen Aubameyang und Antonio. Täuscht der Eindruck, dass du wie gemacht bist für diese Spiele?
Das waren wieder genau meine Spiele! Es ist immer interessant, wenn man schon vor dem Spiel spürt: Heute wird alles abgeräumt, du fühlst dich sicher, der Spielaufbau klappt. Es läuft einfach. Wenn man vorher denkt, man macht ein, zwei Fehler, dann passieren sie auch. Mir war klar, dass ich gut spielen werde.

Was war dein größtes Erlebnis in dieser Saison?
Ganz klar das Auswärtsspiel in Barcelona. So etwas wird niemand mehr erleben. Davon zehren wir noch immer. Alles war perfekt. Es ist bislang der größte Moment meiner Karriere – ich hoffe, das ändert sich am Mittwoch.

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