16.10.2022
DFB-Pokal

Ziel Achtelfinale

In der Zweiten Hauptrunde trifft Eintracht Frankfurt auf Fünftligist SV Stuttgarter Kickers. Trotz verschiedener Vorzeichen: Es ist ein Duell zweier Traditionsklubs.

An ihren letzten Besuch am Neckar erinnern sich die Frankfurter gerne zurück, vor fast genau einem Monat feierten sie in der Bundesliga beim VfB Stuttgart einen 3:1-Erfolg. Doch am Dienstag um 18 Uhr sind die Vorzeichen gänzlich andere: anderer Wettbewerb, anderer Gegner, andere Rollenverteilung. In der Zweiten DFB-Pokal-Hauptrunde bekommen es die Adler vom Main im GAZi-Stadion auf der Waldau mit den Stuttgarter Kickers zu tun, vor dem 13. Spieltag Tabellenführer in der Oberliga Baden-Württemberg. Ganz klar, die Eintracht geht als klarer Favorit in das Duell mit dem blau-weißen Traditionsverein und will nach drei Jahren wieder ins Achtelfinale einziehen.

Dass das Duell gegen den Fünftligisten kein Selbstläufer wird, betonte nach dem Erfolg gegen Leverkusen Djibril Sow: „Wir müssen die Stuttgarter Kickers sehr ernst nehmen und mit der gleichen Seriösität das Spiel angehen wie gegen Leverkusen. Pokalspiele werden häufig im Kopf entschieden. Wenn wir diese Energie wieder auf den Platz bringen, bin ich sehr positiv gestimmt.“

Djibril Sow (links) erwartet von sich und seinen Teamkollegen eine genauso konzentrierte Leistung wie gegen Leverkusen.

In die Rolle des Favoritenschrecks schlüpften die Kickers in der Ersten Runde, mit 2:0 schmissen sie Ende Juli Zweitligist Greuther Fürth aus dem Wettbewerb. Und damit steht die Mannschaft von Trainer Mustafa Ünal erst zum zweiten Mal in diesem Jahrtausend in der Zweiten Runde des DFB-Pokals – zuletzt glückte das den Baden-Württembergern vor 16 Jahren. Das Achtelfinale erreichten die Schwaben indes zuletzt in der Saison 1999/2000, damals noch als Zweitligist.

Doppelpacker beim letzten Pflichtspiel gegen die Kickers: Ansgar Brinkmann.

Die Älteren erinnern sich bestimmt: Zwei Spielzeiten zuvor, nämlich in der Saison 1997/98, standen sich die Eintracht und die Kickers derweil in einem Pflichtspiel gegenüber – damals setzten sich die Hessen am Neckar in der Zweiten Bundesliga mit 3:2 durch. Frankfurts Torschützen damals: Doppelpacker Asgar Brinkmann sowie Christoph Westerthaler mit dem Siegtreffer in der Schlussminute. Die Eintracht stieg wenige Monate später als Zweitligameister auf, die Kickers landeten auf Tabellenplatz zwölf.

Noch ein Stück weiter muss man zurückblättern, um auf das letzte Aufeinandertreffen im DFB-Pokal zwischen den Kontrahenten zu stoßen: Im Viertelfinale der Spielzeit 1986/87 setzten sich die Stuttgarter als Zweitligist gegen die höherklassige SGE mit 3:1 durch. Im Anschluss erreichten die Kickers sogar das Finale, mussten sich dort dem Hamburger SV aber mit 1:3 geschlagen geben.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetzte – so der Volksmund. Wie vor vier Jahren etwa, damals erreichte mit der BSG Chemie Leipzig letztmals ein Fünftligist die Zweite Pokalrunde. Nun setzten die Schwaben dieser Durstrecke der Oberligisten ein Ende – und zogen aus dem Lostopf direkt den DFB-Pokal-Sieger von 2018 und aktuellen Champions-League-Teilnehmer.

Die Eintracht, die zum Pokalauftakt 2022/23 durch ein souveränes 4:0 beim 1. FC Magdeburg das Ticket für die nächste Runde buchte, trifft in ihrer Pokalhistorie erst zum zweiten Mal überhaupt auf einen Oberligisten: In der Spielzeit 2015/16 gelang gegen den Bremer SV ein 3:0. Sieben Jahre später warten nun die Stuttgarter Kickers. Christopher Lenz, am Samstag über die gesamte Spieldauer am Ball und mit der Vorlage zum 2:1, erwartet „kein einfaches Spiel. Auch dort müssen wir 100 Prozent geben.“

Zum Spiel

Anstoß: Dienstag, 18. Oktober, 18 Uhr, DFB-Pokal, Zweite Hauptrunde, Saison 2022/23.
Stadion: GAZi-Stadion, Stuttgart.
Hörtipp: EintrachtFM überträgt ab 17.50 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport 2 HD überträgt ab 17.30 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel

Die letzten Informationen vor dem DFB-Pokalspiel erhältst du auf der Pressekonferenz am Montag, 11.30 Uhr, mit Cheftrainer Oliver Glasner. Live zu sehen auf EintrachtTVmainaqila und Facebook.