16.07.2021
Eintracht

Zweiter Test vs. Generalprobe

Nach einer weiteren Trainingswoche bietet sich für die Eintracht die nächste Möglichkeit, gegen Sandhausen Spielpraxis zu sammeln und die Abläufe zu verfeinern.

Am Samstagnachmittag steht um 16 Uhr das zweite Testspiel der Saisonvorbereitung an. Nach Drittligist SV Wehen Wiesbaden empfängt die Eintracht den Zweitligisten SV Sandhausen, welches EintrachtTV live und exklusiv überträgt. „Diese Testspiele dienen als Standortbestimmung, die uns helfen, sowohl physisch als auch im taktischen Bereich noch mehr zuzulegen. Außerdem helfen die Spiele wie auch die Trainingseinheiten beim Integrationsprozess, dass wir uns als Mannschaft immer besser kennenlernen und einspielen“, sagte am Donnerstag Tuta, der nach seiner Quarantäne seit Montag wieder mit dem Team trainiert.

Ebenfalls seit Anfang der Woche wieder beziehungsweise neu dabei: die Nationalspieler Daichi Kamada und Ajdin Hrustic sowie Sommerneuzugang Jesper Lindström, die Oliver Glasner neben Tuta nun zur Verfügung stehen. Nach dem 1:3 am vergangenen Samstag hatte der Cheftrainer resümiert, „viele Erkenntnisse“ gesammelt zu haben. „Die Spieler waren sehr engagiert, es haben allerdings viele Abläufe noch nicht wie gewünscht funktioniert. Es heißt also, weiter in den nächsten Tagen und Wochen die Ärmel hochkrempeln, die Rückschlüsse mitnehmen und ins Training integrieren.“

Vertrag für Rettungsduo

Für den Gegner aus Sandhausen dient die anstehende Partie derweil als Generalprobe vor dem Auftakt der Zweiten Bundesliga. Der SVS startet am Sonntag, 25. Juli, mit einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf in die neue Spielzeit. Bisher absolvierten die Schwarz-Weißen vier Testspiele – auf den 2:1-Sieg gegen den FC Würzburger Kickers folgten ein 0:4 gegen den 1. FC Kaiserslautern, ein 1:0 gegen den FC Botosani aus Rumänien und am vergangenen Samstag ein 1:3 gegen den österreichischen Bundesligisten WSG Tirol.

In der vergangenen Saison hielten die Sandhäuser trotz einer 1:3-Niederlage bei Aufsteiger VfL Bochum am letzten Spieltag die Klasse und standen in der Abschlusstabelle auf Rang 15. Mit dem Trainergespann Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits hat der SVS eine geballte Ladung Bundesliga- und SVS-Erfahrung an der Seitenlinie. Das Duo hatte die Leitung im Februar von Michael Schiele übernommen, der nach knapp dreimonatiger Amtszeit seinen Hut nehmen musste. Damals war Sandhausen noch Drittletzter, mit einem Rückstand von vier Zählern auf das rettende Ufer und nur einem Punkt Vorsprung auf Rang 17 – und somit stark abstiegsbedroht.

Unikat im deutschen Profifußball: Das Cheftrainerduo Stefan Kulovits (l.) und Gerhard Kleppinger.

Als Innenverteidiger bestritt Kleppinger 287 Bundesligaspiele für den SV Darmstadt 98, den Karlsruher SC, FC Schalke 04, Borussia Dortmund und Bayer 05 Uerdingen. Nach seinem Karriereende 1996 heuerte der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber bei den Lilien als Chefcoach an. Nach weiteren Chef- und Co-Trainerpositionen – unter anderem beim FC St. Pauli, Rot-Weiß Oberhausen, der zweiten Mannschaft auf Schalke und des FSV Frankfurt – schloss sich der 63-Jährige im November 2012 dem SV Sandhausen an. Nach acht Jahren und 286 Einsätzen als Assistenzcoach widmete sich Kleppinger zum Jahresbeginn 2021 einer neuen Aufgabe als Koordinator für die Talentförderung, ehe er gemeinsam mit Stefan Kulovits am 15. Februar zum Interimstrainerduo der Profis berufen wurde.

Partner Kulovits stand von 2013 bis zum Ende seiner Spielerkarriere 2020 in Sandhausen unter Vertrag und stieg anschließend direkt als Co-Trainer ein. Der ehemalige defensive Mittelfeldspieler wurde beim SK Rapid Wien ausgebildet und ist fünffacher österreichischer Nationalspieler, zur neuen Spielzeit hat der 39-Jährige die UEFA-A-Lizenz erworben. Nachdem das Duo die Saison erfolgreich mit dem Klassenerhalt beendete, unterschrieben beide einen bis Juli 2022 datierten Cheftrainervertrag.

Einst beim FC Bayern Teamkameraden, am Samstag Gegner: Gianluca Gaudino und Sebastian Rode.

Vor seiner zehnten Zweitligasaison stellt sich der Verein rundum neu auf: Kevin Behrens, der in der abgelaufenen Spielzeit 13 Tore und damit fast ein Drittel aller Sandhäuser Treffer (41) erzielte, hat sich Union Berlin ablösefrei angeschlossen – insgesamt stehen 15 Abgängen zwölf Neuzugänge gegenüber. Einer davon ist Gianluca Gaudino, Sohn des ehemaligen Eintracht-Spielers Maurizio Gaudino, der insgesamt 93 Spiele für Frankfurt absolvierte.

Am Samstagnachmittag kann sich die Mannschaft ein letztes Mal vorbereitend auf dem Platz finden und einspielen, ehe die Zweitligasaison startet. Nach den Partien gegen Düsseldorf und in Regensburg empfangen die Schwarz-Weißen in der Ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den Vorjahresfinalisten aus Leipzig.

Aller guten Dinge sind drei

Im Dezember 2013 setzt sich die Eintracht im DFB-Pokalachtelfinale 4:2 gegen Sandhausen durch.

Im größten deutschen Pokalwettbewerb traf der SV Sandhausen in der Vergangenheit auch auf die Eintracht. In der Saison 2013/14 setzten sich die Hessen dank des einzigen Dreierpacks von Joselu im Adlerdress mit 4:2 im Achtelfinale durch. Damals in der Startelf: Kevin Trapp und Sebastian Rode. Seitdem war der SVS ein gern gesehener Testspielgast der Frankfurter: Während im September 2015 (1:0) und Oktober 2016 (3:1) Sandhausen noch die Oberhand behielt, schlugen im November 2017 (5:3) sowie 2019 (2:1) die Adlerträger zurück.

Nun steht das fünfte Testspiel bevor, für beide Teams gilt demnach „Aller guten Dinge sind drei“. Im Vordergrund steht gleichwohl, Spielpraxis zu sammeln. „Die Trainingswoche war sehr intensiv, hier haben wir die Vorstellungen des Trainers auch gut umgesetzt. Wichtig ist es, diese Leistungen dann auch im Spiel zu zeigen. Also zu pressen, wie wir pressen wollen, richtig nachschieben und auch die Restverteidigung abzusichern“, analysierte Christopher Lenz nach dem 1:3 gegen Wehen. Eine Woche später können die Adlerträger zeigen, dass sich die Abläufe besser eingeschliffen haben.

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Anstoß: Samstag, 17. Juli, 16 Uhr, zweites Testspiel, 2021/22.
Stadion: Deutsche Bank Park (Platz 4), Frankfurt.
Streamtipp: EintrachtTV überträgt ab 15.50 Uhr live und exklusiv. Die Partie ist außerdem auf mainaqila, YouTube und Facebook zu sehen.

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