Team
Attila

König der Lüfte. Wappentier der Eintracht.

Der Steinadler unterstützt die Eintracht seit der Saison 2006/07

Dass zum sportlichen Erfolg der Eintracht auch der breit aufgestellte Scoutingbereich einen wichtigen Teil beiträgt, ist hinlänglich bekannt. Doch selbst der gewiefteste Talentspäher weiß, dass er manchmal einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein muss. Vergleichbar sind auch die ersten Berührungspunkte des Frankfurter Steinadlers, der 2006 auf einer Flugshow seine Runden und zahlreiche Blicke auf sich zog – auch den eines Mitarbeiters der Eintracht, die nach dem Aufstieg auf der Suche nach einem Glücksbringer war. Nach mehreren heimlichen Probeläufen in der Commerzbank-Arena folgte der öffentliche Einstand standesgemäß zum DFB-Pokalfinale in Berlin, als der aus dem fränkischen Coburg stammende Attila gegen die Bayern sein Debüt als Maskottchen der Eintracht gab.

Nach dem knappen 0:1 sollte der damalige Jungspund noch zahlreiche Gelegenheiten erhalten, das Vereins- und Stadtwappen mit Leben zu füllen. An der Seite von Norbert Lawitschka ist der Talisman bei jedem Heimspiel präsent und dient den Spielern, die sich darauf einlassen, als besonnener, stärkender Rückhalt. So soll Alex Meier seinerzeit kurz, nachdem er den Vogel gestreichelt hatte, einen Ball in die Maschen geschweißt haben. Darüber hinaus nahm der König der Lüfte – wenngleich auf herkömmlichen Wege im Attila-Transporter auf Deutschlands Straßen – den Weg nach Berlin auf sich. 2017 noch vergebens, ehe 2018 auch das persönliche Debüttrauma gegen den FCB ausgemerzt war.

Attila hat sich ganz schnell einen Platz in den Herzen der Fans gesichert.

Norbert Lawitschka

In der Gunst der Trainer

Nicht nur im Erfolg wissen die Verantwortlichen die Anwesenheit des knapp vier Kilogramm wiegenden Jagdtiers zu schätzen. Ex-Trainer Thomas Schaaf geriet bei seinem Einstand gegen den SC Freiburg 2014 regelmäßig an der Seitenlinie aus dem Häuschen, erst die Begegnung mit dem zahmen Steinadler brachte den Norddeutschen damals wieder auf Normaltemperatur. Die Begründung: „Ein Adler ist unwahrscheinlich elegant, fast majestätisch. Attila ist ein wunderschönes Tier.“ Auch zum österreichischen Fußballlehrer Adi Hütter soll ein guter Draht bestehen, nicht nur weil beide ihre Wurzeln nahe der Alpen haben.

Auf den Adler war 1993 schon Klaus Toppmöller gekommen, als er seinen Spielern als Motivationsmaßnahme einen ausgewachsenen Steinadler in die Kabine mitbrachte. Von Nachhaltigkeit war diese Idee zwar nicht geprägt, was sich mit Attila, der es auf eine Spannweite von 1,90 Meter bringt, anders verhält. Auch wenn es mit einer Lebenspartnerin aufgrund des engen Zeitplans – neben den Profis besuchen der Adler und Falkner Norbert Lawitschka unter normalen Umständen auch einmal wöchentlich die Fußballschule sowie diverse weitere Veranstaltungen rund um die Eintracht – schwierig wird. Dafür war das erhabene Geschöpf schon im aktuellen sportstudio oder auf dem SportpresseBall zu Gast. „Die Paarungszeit bei Adlern begrenzt sich auf den Februar und März“, weiß Lawitschka, dass gerade im Frühjahr sportlicher Hochbetrieb herrscht. „Es ist wie bei allen Fans: ruft die Eintracht, muss die Liebe oftmals darunter leiden“, meint der Falkner mit einem Augenzwinkern. Was aber insofern nicht tragisch ist, weil Steinadler eine Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren haben können. Dank der richtigen Ernährung mit Wachteln und Tauben sowie ausgiebigen Ausflügen in seiner Flugvoliere nahe Gelnhausen besteht daran kein Zweifel.

Fakten

  • Adler hören schlechter als Menschen, sehen dafür aber zehnmal besser als sie.
  • Speiseplan: Kaninchenschenkel, Taubenstücke und kleine Hähnchen.
  • Geboren: 30. April 2004
  • Geburtsort: Coburg (Bayern)
  • Nationalität: Deutsch
  • Position: Maskottchen
  • Bei der Eintracht seit: Saison 2006/07
  • Gewicht: 3,9 Kilogramm
  • Flügelspannweite: 1,90 Meter
  • Falkner: Norbert Lawitschka
  • Mail: n.lawitschka-falkenzucht(at)gmx.de
  • Mobil: 0171-6942400

Attila – König der Lüfte

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