31.07.2020
Eintracht

Auf der Durchreise

Theoretisch auf Augenhöhe tritt die AS Monaco mit einem Trainingsvorsprung in Frankfurt an. Für beide Seiten ist der Test ein Zwischenstopp.

Ob jetzt erstes Testspiel der neuen Saison oder letztes der alten, ist den Adlerträgern dieser Tage einerlei. Seit bald einer Woche wieder im Trainingsbetrieb „liegt die Priorität ganz klar auf der Europa League in Basel“, blickt Adi Hütter auf das Rückspiel der Round of 16 am Donnerstag. Deswegen das erste und einzige Testspiel am Samstagabend, 18 Uhr, im Deutsche Bank Park gegen die AS Monaco als Generalprobe oder gar Standortbestimmung zu betrachten, würde ohnehin der Ausgangslage nicht gerecht werden. „Wir treten mit einer im Vergleich vor der Pause nahezu unveränderten Besetzung an“, bemerkt der Cheftrainer. Weswegen der Fußballlehrer nach dem Trainingsauftakt am Mittwochabend am Donnerstag und Freitag zu einer geteilten Doppelschicht bat beziehungsweise bitten wird. Angesichts derzeit bis zu 33 Akteuren lässt der Österreicher zweigeteilt arbeiten, widmet sich vormittags unter anderen den 18 für den Europapokal in Frage kommenden Adlerträgern und nachmittags seinen übrigen Schützlingen. Um Spielpraxis und Belastungssteuerung in Einklang zu bringen, hat Hütter angekündigt, am Samstag „zwei verschiedene Teams jeweils 45 Minuten“ einsetzen zu wollen.

Etwas weiter ist derweil schon die AS Monaco. Der achtmalige Französische Meister hält sich seit Montag im Trainingslager in Opalenica auf – seit neuestem unter der Leitung von Niko Kovac, der die Nachfolge von Robert Moreno antritt und auch im Fürstentum wieder Bruder Robert in seinem Trainerteam weiß. Der sich zwischen 2016 und 2018 in der Mainmetropole vom Retter zum Pokalsieger entwickelte Kroate soll und will den Vorjahresneunten mittelfristig zurück an die Spitze der Ligue 1 führen und dem Pokaltriumph 2018 sowie dem Double mit dem FC Bayern 2019 weitere Trophäen folgen lassen. Wer, wenn nicht Monaco, könnte man meinen. Immerhin hieß in den vergangen sieben Jahren sechsmal der Meister Paris Saint-Germain, einzig 2017 durchbrach die Association Sportive die Vormachtstellung des Hauptstadtklubs, als die Monegassen sage und schreibe 107 Treffer erzielten und parallel gegen Borussia Dortmund, unter anderem mit Erik Durm, ins Halbfinale der UEFA Champions League stürmten.

Auf Zickzackkurs

Wie so oft folgte dem Freudentaumel der Ausverkauf. Kylian Mbappé zog es ausgerechnet zu PSG, Thomas Lemar zu Atlético Madrid und Fabinho zum Liverpool FC, um nur die prominentesten Beispiele zu nennen. Viele Einnahmen, aber auch großer Substanzverlust, der in der darauffolgenden Spielzeit beinahe im Abstieg und letztlich Platz 17 mündete. Unter anderem Almamy Toure erlebte bis zu seinem Wechsel nach Hessen im Januar 2019 Stürmerlegende Thierry Henry an der Seitenlinie, der aber ebenso glücklos blieb wie zuletzt Moreno.

Nun soll’s also Kovac richten, dem bis zum Ligaauftakt am 23. August kaum mehr Zeit bleibt als seinem Ex-Klub. Entsprechend reist der aktuell 26-köpfige Trainingskader bereits mit zwei Testspielen im Rücken aus Polen mit Zwischenhalt im Deutsche Bank Park zurück nach Monaco. Einem 2:0 gegen Cercle Brügge, noch unter Moreno, gab der Stadtstaat einen Tag nach Kovacs offizieller Vorstellung eine 1:0-Führung gegen R. Standard de Liège aus der Hand und verlor durch Gegentreffer in der 88. und 90. Minute noch 1:2. Derweil im Aufbautraining und entsprechend nicht im Aufgebot befinden sich die international renommierten Spieler Cesc Fabregas und Stevan Jovetic.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 1. August, 18 Uhr, Testspiel.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.
TV-Tipp: EintrachtTV überträgt kostenfrei ab 17.40 Uhr live. Ebenso Sport1 und der Streamingdienst DAZN.

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