04.09.2020
Eintracht

Besondere Bewährungsprobe

Weder Frankfurt noch Mainz können beim letzten Test am Samstag auf alle Spieler setzen. Das bietet umgekehrt Chancen für einige Talente.

Die dritte Vorbereitungswoche ist fast geschafft. Nach dem Freitagnachmittagstraining steht für die Adlerträger am Samstag das letzte Testspiel an. Nach zwei niederländischen Gegnern wartet mit dem 1. FSV Mainz 05 ein Bundesligakonkurrent auf die Eintracht. Bis zu einem erneuten Aufeinandertreffen, dem Hinrundenspiel in der neuen Bundesligasaison, dauert es gleichwohl noch. Dieses findet erst am 15. Spieltag Anfang Januar 2021 statt.

In der Gegenwart gilt das Rhein-Main-Duell als letzter Praxistest vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal am 12. September gegen Drittligist TSV 1860 München. Mainz 05 trifft im Pokal im heimischen Stadion auf den TSV Havelse aus der Regionalliga Nord. Von einer Generalprobe kann am Samstag jedoch weniger die Rede sein, denn durch die laufenden Länderspiele kann weder Adi Hütter noch sein Gegenüber Achim Beierlorzer aus dem Vollen schöpfen.

Dementsprechend werden am Samstag neben den verbliebenen Arrivierten auch einige Talente die Chance bekommen, sich zu beweisen. Insgesamt elf Adlerträger wurden für die Länderspiele ihrer jeweiligen Nationalmannschaft abgestellt. Darunter Torhüter Kevin Trapp, Neuzugang Steven Zuber und die Offensivkräfte Filip Kostic und André Silva. Eine vollständige Übersicht aller Nationalspieler gibt es hier. Dasselbe gilt auch für die Gäste aus Mainz, die ihrerseits elf Profis an die Nationalteams verabschiedeten und somit auf einige etablierte Kräfte verzichten müssen. Die Zielsetzung für die Adler ist trotzdem klar. Timothy Chandler bringt es auf den Punkt: „Es ist zwar nur ein Testspiel, trotzdem wollen wir natürlich gewinnen und mit Selbstvertrauen in die neue Woche und den DFB-Pokal starten."

Auf Augenhöhe

Soll vorne die Offensive bereichern: Jonathan Burkardt.

Trainer der Mainzer ist seit November 2019 Achim Beierlorzer. Er steckte mit den Rheinhessen in der vergangenen Saison zeitweise im Abstiegskampf und schloss die Saison letztendlich auf Platz 13 ab. Ein Manko waren zu viele Gegentore. Um dem entgegenzuwirken, wurde in der Vorbereitung vor allem an der Laufleistung gearbeitet. So soll mehr Tempo ins Spiel gebracht und besser mit sowie gegen den Ball gearbeitet werden. Die Grundordnung soll wie bereits in der vergangenen Saison ein 4-2-3-1 bleiben, was den Mainzern ein Plus an Flexibilität verleihen soll.

Auf dem Transfermarkt war der direkte Ligakontrahent bereits die Dienste von Innverteidiger Luca Kilian sichern, der vom SC Paderborn an den Rhein wechselt. Hinzu stieß ein weiterer Innverteidiger: Der Belgier Dimitri Lavalée wechselte von Standard Lüttich zu den Mainzern. Im Sturm setzt der Verein hingegen auf ein Eigengewächs, das in dieser Saison den Durchbruch schaffen möchte. Der 20-jährige Jonathan Burkardt gilt als Hoffnungsträger, um die Torgefahr zu erhöhen. Abgegeben wurden Mittelfeldmann Alexandru Maxim sowie der vom Liverpool FC ausgeliehene Mittelstürmer Taiwo Awoniyi.

In der Rückrunde 2019/20 unterlegen: Die Frankfurter um Daichi Kamada.

Die Statistik gegen Mainz ist ausgeglichen: In bisher 34 Pflichtspielbegegnungen gingen zehn Mal die Frankfurter und zehn Mal die Mainzer als Sieger vom Platz. Die verbleibenden 14 Partien endeten unentschieden. Die Frankfurter schossen 45 Tore, die Mainzer 44. Auf dem Papier spricht das für ein ausgeglichenes Duell. Wirft man einen genaueren Blick auf die bisherigen Testspielergebnisse, lässt sich ein leichtes Plus für die Frankfurter erwägen. Ebenso wie bei der Eintracht verzichtete man in Mainz auf ein Trainingslager in der Ferne, trainierte am heimischen Bruchweg und testete dafür ausgiebig.

Mainz spielte bisher gegen die Würzburger Kickers, den SV Sandhausen und absolvierte einen 180-minütigen Test gegen die TSG Hoffenheim. Einzig das Spiel gegen Würzburg konnten die Mainzer mit einem 6:0 für sich entscheiden. Die anderen Testspiele gingen mit 0:1 und 1:2 jeweils knapp verloren. Die bisherige Testspielbilanz der Adler nach dem Beginn der „echten“ Vorbereitung: ein Sieg gegen den PSV Eindhoven (2:1) und eine Niederlage gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam (1:2). Nach dem Kräftemessen mit dem Champions League-Teilnehmer hatte Hütter resümiert: „Ich bin zufrieden, denn wir haben zwar die Grenzen aufgezeigt bekommen, uns aber bewährt. Die Mannschaft ist nicht frisch gewesen, das hat man gesehen. Aber wir müssen noch nicht jetzt spritzig sein und an einigen Sachen arbeiten.“ Was in dieser Woche erneut zu beobachten war.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 5. September, 15.30 Uhr.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.
TV-Tipp: EintrachtTV überträgt mit Unterstützung von Indeed live. Ebenso wird das Spiel auf YouTube und Facebook sowie auf Sky Sport News zu sehen sein.

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