03.04.2021
Bundesliga

Big Points in Dortmund

Die Eintracht bezwingt den unmittelbaren Verfolger 2:1 (1:1). Silva besorgt auf der Zielgeraden den Endstand (87.). Zuvor hatten Schulz (11., Eigentor) und Hummels (44.) getroffen.

Vor dem 27. Spieltag lagen alle Karten auf dem Tisch: Der Fünfte empfing den Vierten, Dortmund und Frankfurt trennten vier Punkte. Auch personell gab es kaum Überraschungen. Den gelbgesperrten Makoto Hasebe ersetzte der wiederum von einer Sperre zurückgekehrte Tuta, weshalb Stefan Ilsanker wieder in die zentrale Innenverteidigung rückte. Auch Younes stand nach seiner fünften Gelben Karte wieder zur Verfügung und begann bis zur Auswechslung nach der Pause positionsgetreu für Daichi Kamada, während der wiedergenesene Erik Durm für Aymen Barkok seinen angestammten Platz auf der rechten Außenbahn einnahm. Sebastian Rode übernahm in Abwesenheit von Hasebe und Martin Hinteregger die Kapitänsbinde.

Borussia Dortmund hatte vor allem in der Anfangsphase ein zumindest optisches Übergewicht und auch den ersten ernstzunehmenden Abschluss – ins eigene Tor! Nico Schulz überwand nach einer scharfen Flanke von Filip Kostic unter Bedrängnis von André Silva seinen Keeper Marwin Hitz unfreiwillig mit einer Kopfballbogenlampe (11.). Ähnliches Schema kurz darauf: Wieder Hereingabe Kostic, diesmal konnte Hitz den Kopfball von Silva festhalten (15.). Bis zu den ersten größeren Gelegenheiten des Gastgebers dauerte 20 Minuten. Erst zielte Erling Haaland aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (21.) und unterlag kurz darauf freistehend Kevin Trapp im Eins-gegen-eins. Raphael Guerreiros Nachschuss ging daneben (25.). Unmittelbar zuvor hatte Djibril Sow Hitz per Dropkick auf die Probe gestellt (25.).

In der Folge gestatten sich beide Seiten immer weniger, was ganz im Sinne der griffigen Gäste war, die allenfalls ihre Gegenstöße zu wenig zielstrebig vollendeten. So nach einem aufmerksamen Ballgewinn von Younes gegen Schulz, dem wiederum ein zu ungenauer Steckpass auf Silva folgte und Kostic im zweiten Versuch in der Dortmunder Abwehr hängen blieb (36.). Es musste schon eine Ecke her, um die Hessen endgültig auszuhebeln, als Emre Can für Mats Hummels ablegte, der zum 1:1-Pausenstand einschoss (44.).

Wie eingangs erwähnt, ging es nach dem Seitenwechsel für den lädierten Younes nicht weiter. Der eingewechselte Kamada hatte prompt seine Füße im Spiel, als er nach Vorarbeit Durms um einen knappen Meter verzog (48.). Überhaupt agierten die Adler zwar nicht dominanter, aber auch ohne Ball wesentlich aktiver als die Schwarz-Gelben. Gefährliche Abschlüsse scheiterten oft nur an Kleinigkeiten beziehungsweise Unstimmigkeiten. Dann stieg Ilsanker nach einem Freistoß Kostics am höchsten und wuchtete die Kugel in die Maschen (65.), doch der Video Assistant Referee entschied berechtigterweise auf Abseits (67.). Frankfurt ließ nicht locker: Kostic nutzte eine Seitenverlagerung Kamadas zur direkten Vorlage auf Silva, der wiederum mit dem ersten Kontakt den Kasten verfehlte (73.). Auch Sow zielte zu ungenau (79.).

Analog zum ersten Durchgang pendelte sich das Geschehen gegen Ende weitgehend auf Augenhöhe ein, ehe die Eintracht tief in der eigenen Hälfte die Kugel eroberte, blitzschnell konterte, Kostic – wer sonst! – Silva – wen sonst! – bediente, der zur erneuten Führung einköpfte (87.). Zwangsläufig erhöhte der BVB nochmal den Druck, aber Frankfurt ließ sich nicht in Bedrängnis bringen. Vielmehr hatte Kostic sogar die Vorentscheidung auf dem Fuß, verfehlte das Ziel aber um Millimeter (90. + 1). Entsprechend hieß es am Ende nochmal leicht Zittern, doch Silvas 22. Saisontor – in seinem insgesamt 50. Bundesligaspiel – gereichte zu den Zählern 48 bis 50, wodurch der Vorsprung auf Dortmund nun sieben Punkte beträgt.

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