20.09.2021
Bundesliga

Detail-Arbeit

Einsatzbereitschaft bis zur letzten Sekunde, doch am Ende muss sich Frankfurt mit der nächsten Punkteteilung zufrieden geben – und tut das auch. Der Coach gewährt Zeit zum Durchpusten.

Wieder eine Führung aus der Hand gegeben, wieder 1:1, wieder nicht gewonnen – und wieder Fortschritte erkannt. Ins tabellarische Verhältnis gesetzt war die Auswärtsaufgabe beim VfL Wolfsburg seit dem Saisonauftakt in Dortmund die wohl schwierigste. Wie hoch die Trauben in der Autostadt mittlerweile hängen, zeigte am späten Sonntagabend Oliver Glasner im Anschluss an seine Analyse auf: „Deswegen war ein Sieg nicht möglich, so ehrlich müssen wir sein. Aber wir können mit dem Punkt sehr gut leben. Denn wir sind die ersten, die dem VfL Punkte abgenommen haben.“ Obendrein haben die Adler den Wölfen das erste Gegentor in dieser Saison aus dem Spiel heraus zugefügt.

Randgeschichte des Spiels

Als einziger Frankfurter durfte sich wie bereits am Donnerstag gegen Fenerbahce SK Sam Lammers in die Torschützenliste eintragen. Ausgerechnet gegen Mark van Bommel. Der neue Coach der Niedersachsen leitete von 2018 bis 2019 die Geschicke der PSV Eindhoven und setzte Lammers seinerzeit zwei Mal bei den Profis ein.

Sinnbild des Spiels

Dass Frankfurt keinen Dreier einfuhr, lag letztlich an dem einen Gegentor zu viel, ebenfalls von einem niederländischen Neuner markiert. Besonders Bemerkenswert: Wolfsburgs Sturmtank Wout Weghorst hat nun alle seine 56 Bundesligatreffer von innerhalb des Strafraums erzielt. Dass die Gäste im gesamten Spiel zwei Mal, die Hausherren wiederum ein Dutzend Mal im gegnerischen Strafraum abschlossen, war nicht zuletzt der nachlassenden Präzision im letzten Drittel geschuldet.

Dauerrenner des Spiels

„In der Box werden die Spiele entschieden“, war sich Glasner im Nachgang den „Details, an denen wir arbeiten müssen“, durchaus bewusst. Gleichwohl stellte der Fußballlehrer fest, dass „die Basis stimmt“. Dass die Profis ihre Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen, zeigt sich etwa bei Rafael Santos Borré, der die vergangenen zwei Spiele über die rechte Seite stürmte und nach Lammers Auswechslung in der 72. Minute ins Sturmzentrum zurückkehrte. Zwar gelang dem Kolumbianer keine Bude, 12,19 Kilometer und 44 Sprints waren unter allen einmal mehr laufstarken Adlerträgern aber das Maß der Dinge.

Ausblick

Ein Aufwand, dem das Trainerteam um Glasner Rechnung trägt und allen Nationalspielern am Montag und Dienstag frei gibt. Die übrigen Spieler haben nach dem obligatorischen Auslaufen nach dem Spieltag ebenfalls am Dienstag frei, ehe am Mittwoch alle Mann die gemeinsame Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag aufnehmen.

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