25.11.2020
Bundesliga

Eisern gegen Eintracht

Nach dem Punktgewinn gegen Leipzig möchte Frankfurt beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin möglichst zu den stark aufspielenden Köpenickern aufschließen.

Gegen Leipzig veränderte Cheftrainer Adi Hütter die Startaufstellung auf fünf Positionen. Dabei gelang den Frankfurter das, was sie sich vorgenommen hatten, nämlich den Leipzigern Punkte abzunehmen und mit den Aufgaben zu wachsen. Eine Qualität, die die Frankfurter schon oft unter Beweis stellten. Die SGE besann sich auf ihre Grundtugenden, trat als Mannschaft geschlossen auf, war aggressiv in den Zweikämpfen und taktisch äußerst diszipliniert. Im Vergleich zu den vergangenen Unentschieden wie beispielsweise gegen Bremen oder Köln waren sich nach diesem Remis gegen die Sachsen alle Beteiligten einig: Es war ein gewonnener Punkt.

Somit stehen für Eintracht Frankfurt nach den ersten acht Spielen elf Punkte, das sind drei weniger als in der Vorsaison. Außerdem ging bisher einzig das Spiel beim FC Bayern München verloren. Gegen Union Berlin soll es der nächste Auswärtssieg in der Hauptstadt werden nach dem 3:1-Erfolg gegen die Hertha am zweiten Spieltag. Die Zeichen stehen gut, denn Frankfurt verlor bei einer Torbilanz von 15:3 keines der fünf Pflichtspiele im Stadion an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick.

Union Berlin zählt derzeit zu den formstärksten Teams der Bundesliga.

Adi Hütter wird am Samstag auf Aymen Barkok und somit auch auf dessen spielerische Impulse verzichten müssen, da dieser Anfang der Woche positiv auf COVID-19 getestet wurde. Ragnar Ache fällt ebenfalls weiterhin verletzungsbedingt aus. Sebastian Rode stieg hingegen am Dienstag wieder in das Mannschaftstraining ein. Der bereits in der vergangenen Woche positiv getestete Amin Younes folgt, zwei negative Tests vorausgesetzt, im Laufe dieser Woche.

Steile Formkurve

Die Eisernen haben aktuell 15 Punkte nach acht Spieltagen auf dem Konto. Union ist zudem das stärkste Team der vergangenen drei Bundesligaspieltage. Nur Leverkusen und die Köpenicker gewannen die vergangenen drei Partien. Auch wenn die Formkurve steil nach oben zeigt und die Unkenrufe, dass das zweite Jahr für einen Aufsteiger oft das schwerere sei, bisher verstummen lässt, üben sich alle Beteiligten – Trainer wie Spieler – in Bescheidenheit. Cheftrainer Urs Fischer, seit Sommer 2018 im Amt, betonte erst kürzlich im Interview mit dem kicker, dass lediglich die Punktausbeute entscheidend sei, die einen entscheidenden Schritt in Richtung Saisonziel markiere. Dieses sei weiterhin der Klassenerhalt.

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner, auf den am Samstag ein internes Familienduell mit Sohn und Union-Verteidiger Florian Hübner wartet, betonte unterdessen im Interview mit EintrachtTV die Marschroute für das Auswärtsspiel: „Union hat bereits in der vergangenen Saison als Aufsteiger gute und stabile Leistungen gezeigt. Sie haben sich zur neuen Saison verstärkt und weiterentwickelt. Entsprechend stehen sie in der Tabelle nun mit vier Punkten mehr da als wir. Nach dem Spiel am Samstag haben wir hoffentlich nur noch einen Punkt Rückstand.“

Den Höhenflug stoppen

Die Berliner spielten zuletzt meistens in einem 4-2-3-1 wie am vergangenen Wochenende, oder wie beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim in einem 3-4-2-1. Ein belebendes Element: der stark aufspielende Max Kruse. Mit seinem Treffer im Nachschuss an seinen verschossenen Elfmeter avancierte er beim 2:1-Erfolg in Köln zum Matchwinner. Dort zeigten sich die Berliner zudem unbeeindruckt von den aktuell zahlreichen Ausfällen in den eigenen Reihen, die zu einem großen Teil auch bis zum Spiel gegen Frankfurt nicht zurückerwartet werden.

Bis zum vergangenen Heimspiel gegen Leipzig hatte Erik Durm zuletzt beim Rückrundenspiel gegen den FCU in der Startelf gestanden.

Für den Höhenflug von Union, den die Adler am Wochenende stoppen wollen, gibt es viele Gründe. Die Offensive ist in dieser Saison mit 18 Toren, zwei Drittel davon fielen in der zweiten Halbzeit, nicht nur treffsicher, sondern auch vielseitig im Abschluss. Taiwo Awoniyi, der sich beim Spiel gegen den FC Köln in die Torschützenliste eintrug, ist bereits der elfte Torschütze von Union in dieser Bundesligasaison – Ligaspitze! Das macht schon jetzt so viele Torschützen wie in der gesamten Vorsaison. Hinzu kommt, dass der FCU sich spielerisch weiterentwickelt hat, häufiger im Ballbesitz ist und genauere Pässe spielt. Zudem kam der Spielplan den Eisernen entgegen. Mit Borussia Mönchengladbach hatten sie erst einen Gegner aus der oberen Tabellenhäfte.

Der Angstgegner zu Gast an der Alten Försterei

Mit der Eintracht kommt gewissermaßen ein echter Angstgegner ins Stadion an der Alten Försterei, denn bislang gab es für die Berliner erst einen einzigen Sieg gegen die Hessen: in der vergangenen Saison, und das beim Montagspiel im Deutsche Bank Park. Insgesamt neun Mal trafen die beiden Kontrahenten bisher wettbewerbsübergreifend aufeinander. Fünf Siege trug die SGE davon, drei Mal trennten sie sich unentschieden und ein Mal gewannen die Eisernen.

Adi Hütter ordnet die Leistungen des FCU so ein: „Union hat auswärts gegen Köln relativ unspektakulär gewonnen. Zu Hause spielen sie bisher sehr überzeugend. Mit Max Kruse haben sie zudem in dieser Saison einen Spieler im Kader, der den Unterschied machen und den entscheidenden Pass spielen kann. Alles in allem erwarte ich ein beinhartes Spiel gegen die Eisernen.“ Damit legt Hütter zugleich den Fokus auf eine Qualität von Union: das körperbetonte Spiel. Wobei die Frankfurter die bessere Zweikampfquote (52 Prozent) und mehr Zweikämpfe pro Spiel als Union vorweisen können. Am Samstagnachmittag wird es also spannend in Berlin-Köpenick, wenn die Eintracht mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Union heranrücken kann.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 28. November, 15.30 Uhr, 9. Spieltag, Bundesliga 2020/21.
Stadion: Stadion an der Alten Försterei, Berlin-Köpenick
Hörtipp: EintrachtFM überträgt ab 15.20 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport Bundesliga 5 sendet live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Freitag mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTV und Facebook – präsentiert von Krombacher.

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