23.01.2021
Bundesliga

Höchster Saisonsieg auf der Alm

In Bielefeld feiern die Adlerträger den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Spielen. Silva gelingt ein Doppelpack, auch Kostic und Jovic treffen.

Cheftrainer Adi Hütter hatte zwei Änderungen in der Startelf gegenüber dem 2:2 in Freiburg vorgenommen. Erik Durm hatte im Breisgau nach zehn Startelfeinsätzen in Folge eine schöpferische Pause erhalten und kehrte anstelle von Almamy Toure auf die rechte Seite zurück. Gelbgesperrt fehlte Aymen Barkok, Daichi Kamada bildete damit an der Seite von Amin Younes wieder die Doppelzehn hinter der einzigen Spitze André Silva.

Silva und Kostic: Drei Tore binnen acht Minuten

Der Stürmer sollte vor der Pause eine Hauptrolle einnehmen, gemeinsam mit Filip Kostic. Nachdem die Adlerträger in den ersten 25 Minuten zwar viel Ballbesitz hatten, aber in beiden Strafräumen wenig passierte, nahm die Partie rasant Fahrt auf. Kamada erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, der auf die linke Seite verlagert und von Kostic scharf in den Strafraum gebracht wurde. Dort schoss Nilsson beim Klärungsversuch Pieper an und Silva bedankte sich mit seinem 13. Saisontor. Nur 114 Sekunden später hatte die Eintracht eine Ecke durch Kamada kurz ausgeführt, Younes schob das Leder quer auf Kostic, der aus 25 Metern einfach mal draufhielt – 0:2. Spielerische Klasse bewiesen die Adlerträger auch in der 33. Minute, als nach einer abgefälschten Hereingabe von Durm letztlich Kostic auf Silva ablegte und dieser den nicht ganz einfach zu nehmenden Ball per Direktabnahme zum 0:3 in die Maschen jagte. Stefan Ortega, in den vergangenen fünf Spielen gleich vier Mal ohne Gegentor geblieben, hatte noch keine Abwehrchance. Starke Effizienz der Eintracht angesichts fünf Torschüssen, der die Bielefelder nicht nachstehen wollten. Denn viel kam noch nicht in den Strafraum, ehe Córdova eine Flanke zum etwas überraschenden Anschlusstreffer wuchtig einköpfte (36.).

Der Jubel kennt keine Grenzen. Luka Jovic hat hier kurz zuvor das 5:1 erzielt.

Jovic braucht nur neun Minuten

Nach der Pause dauerte es nur sechs Minuten, ehe die Vorentscheidung fiel. Mal wieder ging es mit viel Tempo über die linke Seite, auf der Kamada Kostic bis kurz vor die Grundlinie schickte und der Serbe dann scharf in die Mitte passte. Dort beförderte Nilsson das Leder ins eigene Netz (51.). Es war bereits das vierte Eigentor, das die Eintracht in dieser Saison provozierte – seit Mitte Dezember übrigens, und immer nach dem gleichen Muster. 

In der Folge zeigten sich die Bielefelder zwar bemüht, brachten aber nur selten die Hintermannschaft der Gäste in Verlegenheit. Selbst wenn Bielefeld Druckphasen aufzubauen versuchte, befreite sich die Eintracht oft souverän mit spielerischen Lösungen. Die Mannschaft von Adi Hütter versuchte dabei weiterhin, Nadelstiche zu setzen und das Tempo hochzuhalten – auch mit den frischen Kräften wie beispielsweise Luka Jovic, der nach seiner Einwechslung (66.) nur neun Minuten bis zu seinem dritten Saisontreffer in seinem dritten Spiel seit seiner Rückkehr brauchte. Es war wieder eine feine Kombination über die linke Seite, Kamada legte letztlich in den Rückraum auf den zehn Meter vor dem Tor postierten Serben. Annahme mit rechts, trockener Schuss mit links, 1:5 (75.). Später hätte der frei auf Ortega zulaufende Kostic noch erhöhen können, der Bielefelder Torhüter blieb aber Sieger (79.).

Über 90 Minuten dominant

Das Fazit fällt nach dem höchsten Saisonsieg freilich durchweg positiv aus, es war eine souveräne und vielleicht die beste Saisonleistung. Von Beginn an dominierten die Adlerträger die Partie auf der Alm und ließen die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen, die Dominanz nahm sogar im Laufe der Partie noch zu. Einstellung, Pressingverhalten und Effizienz stimmten, das nötige Selbstvertrauen und die zuletzt ebenso gezeigte spielerische Klasse spielte die Eintracht voll aus. Kostic und Silva legen mit ihren Torbeteiligungen den Grundstein. 

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