09.05.2021
Bundesliga

Hrustic sichert spät einen Punkt

Durch ein frühes Gegentor liegt die Eintracht gegen Mainz lange zurück, ehe Ajdin Hrustic in der 85. Minute das Tor zum 1:1 (0:1)-Endstand gelingt.

Adi Hütter hatte drei personelle Wechsel sowie eine taktische Änderung gegenüber dem 1:3 in Leverkusen vorgenommen. Sebastian Rode kehrte auf die Sechserposition zurück, sodass Kapitän Makoto Hasebe von dieser in die zentrale Verteidigerposition rutschte – zwischen Tuta (kam für den gesperrten Ndicka) und Martin Hinteregger. In der Offensive kehrte Luka Jovic als zweiter Stürmer zurück, Aymen Barkok blieb dafür zunächst auf der Bank. Bereits in der ersten Trinkpause nach knapp einer halben Stunde musste der angeschlagene Rode wieder raus, Ajdin Hrustic kam damit so früh in die Partie wie noch nie bei der Eintracht.

Engagiert, aber zu ungefährlich im letzten Drittel 

Die Partie begann bis auf einen frühen und zu zentralen Warnschuss von Jonathan Burkhardt (1.) etwas zerfahren mit einigen unkontrollierten Pässen auf beiden Seiten, ehe nach sechs, sieben Minuten die Eintracht die Spielkontrolle übernahm. Dennoch ging Mainz in Führung, als nach einer Trapp-Rettungstat Richtung Mittelkreis die Adlerträger zwei Mal zu spät in den Zweikampf kamen und der ständige Unruheherd Karim Onisiwo aus 18 Metern zu viel Platz hatte. Sein platzierter Schuss ließ Trapp keine Abwehrchance (11.).

André Silva wird im letzten Moment von Jeremiah St. Juste am Abschluss gehindert.

Die Heimelf ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und näherte sich dem Mainzer Tor an. Bei Chancen von Jovic (16., 19.) und Kostic (20.) war jedoch immer noch mindestens ein Mainzer Bein oder die Hand von Zentner im Weg – oder später eine gut getimte Grätsche von Jeremiah St. Juste gegen den durchgebrochenen Silva (37.). Die Gäste boten kaum Räume an, standen sicher und ließen die engagierte Eintracht im letzten Drittel noch nicht richtig zur Entfaltung kommen, während sie auf Konter lauerten. Die Eintracht probierte es immer wieder und hatte vor der Pause einen Ballbesitzanteil von 74,6 Prozent, konnte den Abwehrriegel aber noch nicht knacken.

In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf, ehe es Hütter nach 65 Minuten mit drei frischen Kräften (Chandler, Ilsanker, Younes für Sow, Durm und den angeschlagenen Tuta) versuchte und damit voll auf Offensive setzte. Mainz verteidigte weiterhin clever, der Eintracht fehlte die Durchschlagskraft. Die beste Chance vergab Younes, der nach einer Chandler-Flanke die Direktabnahme nicht richtig traf und damit Zentner nicht vor ein Problem stellte (70.). Auf der anderen Seite hätte Onisiwo beim Alleingang erhöhen können, Trapp wehrte ab. In der Schlussoffensive kam Younes doch mal auf die Grundlinie durch und legte auf Hrustic, der erst scheiterte und im zweiten Versuch – liegend (!) mit links per Bogenlampe zum Ausgleich traf (85.). Der Druck wurde noch größer, Mainz wackelte – aber der Siegtreffer gelang nicht mehr. Zuber war in der Nachspielzeit am nächsten dran, die Hacke von St. Juste rettete.

Fazit: Viel Ballbesitz, überschaubarer Ertrag

Rund 75 Prozent Ballbesitz, aber den gegnerischen Torhüter kaum geprüft. Die Eintracht tat sich größtenteils schwer, kam kaum in die für die Gäste gefährliche Zone oder hinter die Kette, sodass die tief stehenden und konzentrierten Mainzer fast alles wegverteidigten. Freilich profitierten sie von der frühen Führung, die ihnen in die Karten spielte. Der späte Ausgleich durch den früh eingewechselten Ajdin Hrustic nach Younes‘ Lauf auf die Grundlinie war hochverdient.

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