11.11.2020
Eintracht

Im Spielrhythmus bleiben

Länderspielpause Nummer drei in der noch jungen Saison, Zeit für das nächste Testspiel. Mit dem 1. FC Nürnberg reist ein Traditionsverein an den Main.

In Abwesenheit der neun Nationalspieler möchten die Hessen die Partie am Donnerstag nutzen, um weiterhin im Spielrhythmus zu bleiben und an ihrer Konstanz zu feilen. Am zurückliegenden Samstag bewies die SGE in Stuttgart ihre Comeback-Qualitäten und holte nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt. Cheftrainer Adi Hütter lobte vor allem die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit: „Dass die Mannschaft Mentalität und Charakter besitzt, hat sie heute wieder bewiesen.“ Mit zehn Zählern nach sieben Partien sind die Hessen nicht unzufrieden, dennoch punktete die Eintracht letztmals am dritten Spieltag gegen Hoffenheim dreifach. Nach der Länderspielpause empfangen die Adler dann den aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga: Leipzig.

Noch in der Findungsphase

Der 1. FC Nürnberg steht seinerseits mit sieben Zählern nach sieben Spielen auf Tabellenplatz 16 der Zweiten Bundesliga. In der vergangenen Saison rutschten die Nürnberger nach einem 1:1 in Kiel am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz und hielten dank eines Last-Minute-Treffers im Rückspiel gegen Ingolstadt und der Auswärtstorregel (Hinspiel 2:0, Rückspiel 1:3) die Klasse. Im Sommer verpflichtete der Club mit Robert Klauß ein junges Trainerjuwel für den vom Verein angestrebten Neustart. Nürnbergs neuer Sportdirektor Dieter Hecking zeigte sich nach der Vertragsunterzeichnung vor allem ob des mutigen Spielstils und der innovativen Methoden des ehemaligen Co-Trainers von Leipzig begeistert: „Robert ist eloquent und beherrscht es, Aufbruchstimmung zu erzeugen.“ Ein Faktor, der in Nürnberg nach der komplizierten Spielzeit 2019/20 eine große Rolle spielen soll.

Schüler von Nagelsmann und Rangnick

Klauß schloss den Lehrgang zum Fußballlehrer im März 2018 als Jahrgangsbester ab und arbeitete anschließend an der Seite von Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann in Leipzig. Zum Auftakt der neuen Saison traf der 35-Jährige mit seiner Mannschaft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf seinen ehemaligen Arbeitgeber, der FCN unterlag dem Champions-League-Teilnehmer aus Leipzig mit 0:3. In der Liga kam der Club mit einem 1:1 bei Jahn Regensburg und einem 1:0-Heimsieg gegen den SV Sandhausen zuerst gut in die Saison, aus den anschließenden fünf Partien konnte der Zweitligist allerdings nur drei Punkte einfahren. Die Länderspielpause kommt für die Nürnberger zur richtigen Zeit, um intensiv zu arbeiten und an einigen Stellschrauben zu drehen. Auch für den Club ist das traditionsreiche Testspiel am Donnerstag also eine willkommen Möglichkeit, um im Takt zu bleiben, zumal der FCN derzeit mit Tim Handwerker und Robin Hack nur zwei deutsche U21-Nationalspieler im Kader hat und daher auf einen Großteil seines Personals zurückgreifen kann.

Erinnerungen werden wach

Bislang trafen die beiden Vereine 68 Mal aufeinander. Die Bilanz: 28 Partien konnte die Eintracht für sich entscheiden, 17 Mal verließ Nürnberg den Platz als Sieger und 23 Duelle endeten remis. Zuletzt begegneten sich die Mannschaft von Adi Hütter und der Club in der Saison 2018/19 in der Bundesliga. In Frankfurt siegten die Hessen mit 1:0, in Nürnberg trennten sich beide Teams mit 1:1. In erster Linie dürfte vor allem das Relegationsduell im Mai 2016 in Erinnerung geblieben sein. Nach einem 1:1 im Hinspiel hielt die Eintracht dank des 1:0-Auswärtserfolgs die Klasse. Schon damals auf Seiten der SGE in der Startelf: David Abraham, Timothy Chandler und Makoto Hasebe. Die beiden letztgenannten Adlerträger treffen am Donnerstag auf ihren ehemaligen Arbeitgeber, genau wie Co-Trainer Armin Reutershahn.

Auf der anderen Seite kommt mit dem 21-jährigen Noel Knothe ein ehemaliger Riederwäldler zurück nach Frankfurt. Der junge Abwehrspieler stand von Juli 2014 bis Januar 2019 bei der SGE als Nachwuchs- und Lizenzspieler unter Vertrag, kam allerdings in keinem Pflichtspiel zum Einsatz. Auch in Nürnberg wartet Knothe noch auf sein Pflichtspieldebüt. Möglicherweise gibt ihm Trainer Klauß am Donnerstag gegen seinen Ex-Verein die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Auch Adi Hütter wird dem einen oder anderen die Chance geben, sich zu zeigen. Zudem können die Neuzugänge Amin Younes, Ajdin Hrustic und der nach ausgeheilter Syndesmosebandläsion wieder bereitstehende Evan Ndicka Spielpraxis sammeln. Angepfiffen wird die Partie am Donnerstag um 14 Uhr im Deutsche Bank Park auf Platz 4 unter Ausschluss der Öffentlichkeit. EintrachtTV überträgt die Begegnung mit Unterstützung von Hauptsponsor Indeed live.

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