12.01.2021
DFB-Pokal

Frühe Führung reicht nicht

Die Eintracht muss sich nach einer ansprechenden Leistung in Leverkusen in der Höhe unter Wert 1:4 (1:1) geschlagen geben und verpasst das Achtelfinale.

Vorab war klar, dass Filip Kostic noch für zwei DFB-Pokalspiele gesperrt fehlen würde. Zudem stand Djibril Sow, der in naher Zukunft erstmals Vater wird, kurzfristig nicht im Aufgebot. Dafür begannen auf dem linken Flügel Aymen Barkok und im defensiven Mittelfeld Sebastian Rode, der zugleich die Kapitänsbinde trug, weil David Abraham und Makoto Hasebe eine Pause erhielten. Entsprechend rückte Stefan Ilsanker neben Rode auf die Doppelsechs, Tuta startete in der rechten Innenverteidigung.

Neue Kräfte, altes Muster

Interimskapitän: Sebastian Rode.

Dem Spielfluss tat die Rotation gleichwohl keinen Abbruch: Die Gäste suchten mit und ohne Ball mutig den Weg in die gegnerische Hälfte, was prompt vom Erfolg gekrönt sein sollte. Erik Durm zog von rechts nach innen, setzte Daichi Kamada in Szene, dessen Vorarbeit André Silva eigentlich nicht richtig kontrolliert bekam, wodurch die Kugel aber zu Amin Younes sprang, der im Strafraum nicht lange fackelte und Lukas Hradecky zwischen den Pfosten keine Abwehrchance ließ (6.).

In der Folge entwickelte sich der erwartet offene Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Zunächst probierte es Bayer zwei Mal über die rechte Außenbahn, als Lucas Alario erst vorbei köpfte (10.) und kurz darauf Nadiem Amiri per Flachschuss an Kevin Trapp scheiterte (12.). Im Gegenzug setzte sich Silva über den rechten Halbraum durch, doch diesmal war Hradecky im Eins-gegen-eins zur Stelle (13.).

Wegweisende Minuten

Angeschlagen nach einer halben Stunde ausgewechselt: Amin Younes.

Glasklare Gelegenheiten blieben danach auch mangels Zielstrebigkeit erstmals aus, ehe die Hessen die wohl bittersten Minuten des ersten Durchgangs durchlitten. Erst sprang Durm der Ball im Sechzehner aus einem Meter an die Hand. Keine Absicht, aber die Entscheidung auf Strafstoß auch keine Fehlentscheidung. Alario, anstelle für Patrik Schick im Sturmzentrum aufgeboten, schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher zum 1:1 (27.). Keine zwei Zeigerumdrehungen darauf musste der einmal mehr belebende Younes humpelnd das Feld verlassen, für ihn kam Steven Zuber in die Partie, Barkok bekleidete fortan das offensive Mittelfeld hinter Silva und Kamada. Die offensive Anfangseuphorie war zwar verflogen, Konzentration und Biss erhielten sich die Adler jedoch gleichermaßen bei. Bis auf einen von Trapp entschärften Fernschuss von Wendell (41.) geriet das eigene Gehäuse nicht ansatzweise in Gefahr.

Steven Zuber kommt für Amin Younes in die Partie.

Diese entfachten nach dem Seitenwechsel erstmal die Adler, doch Hradecky stand sowohl gegen Barkok (46.) als auch Durm (47.) seinen Mann. Auf der anderen Seite genügte der Werkself ein weiterer Standard, um die Begegnung zu drehen, als Edmond Tapsoba einen indirekten Freistoß aus leicht abseitsverdächtiger Position einköpfte (49.). Im Anschluss suchten die Gäste zwar weiter den Weg nach vorne, Lücken fand aber vor allem der Vorjahresfinalist vor: Kerim Demirbay zielte nach feiner Einzelaktion zu hoch (52.) und Moussa Diaby probierte es aus dem Hinterhalt gegen Trapp (55.). Der Nationalkeeper musste sich dem Franzosen dann aber doch geschlagen geben, als Frankfurt im Vorwärtsgang die Kugel verlor, Amiri nicht mehr vom Ball zu trennen war, Diaby bediente und der sich nicht zweimal bitten ließ (67.).

Die Hoffnung gab der fünfmalige Pokalsieger aus Frankfurt freilich zu keiner Sekunde auf, erst recht nicht, als Jonathan Tah nach Notbremse an Silva Rot sah (73.). Der direkte Freistoß aus zentraler Position von Hinteregger blieb in der Mauer hängen (74.). Der eingewechselte Ajdin Hrustic hatte kurz vor Schluss noch den Anschluss auf dem Fuß (86.), mit dem darauffolgenden Konter zum 4:1 durch Diaby (87.) stand der Achtelfinalist jedoch endgültig fest.

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