09.10.2020
Team

Z(a)uber Steven

Steven Zuber trägt seit Sommer den Adler auf der Brust und darüber hinaus einige Tattoos, die von zahlreichen Erfahrungen berichten, die er schon in jungen Jahren gesammelt hat.

Steven Zuber ist Profi durch und durch, seine Professionalität und sein Ehrgeiz werden von allen Seiten anerkannt – egal wo er bisher spielte. So erinnerte sich sein Mitspieler aus Hoffenheimer Tagen Pirmin Schwegler unlängst: „Ich habe Steven als sehr ehrgeizigen und fleißigen Kollegen kennengelernt, der sehr viel investiert, um sich zu verbessern. Er lebt sehr professionell und kann aufgrund seiner Physis viele Spiele am Stück bestreiten. Er sticht nicht sofort aus dem Kollektiv heraus, ist aber für die Mannschaft extrem wichtig.“ Ein Teamplayer durch und durch folglich – und das bereits seit jungen Jahren. Seine Karriere nahm ihre Anfänge 2008, als er im Alter von knapp 17 Jahren beim Grasshopper Club Zürich debütierte. Sein erstes Tor folgte am 10. März 2010. Er wurde am Ende des Spiels gegen den FC Vaduz eingewechselt und schoss direkt ein Tor. Gemeinsam mit dem GC wurde er 2013 Schweizer Cupsieger.

Mit gerade einmal 21 Jahren entschloss er sich im Sommer 2013 für einen Wechsel zu ZSKA Moskau. Rückblickend war es nicht einfach, sich in einem fremden Land mit einer neuen Kultur und Sprache zurechtfinden. Aber der Schweizer ist dankbar um die Erfahrung: „Am Anfang war ich mir wegen eines Wechsels unsicher. Als ich dann in Moskau war, wurde ich sehr herzlich und hilfsbereit von den Menschen empfangen. Auch das Essen ist überragend! Ich hatte eine sehr schöne Zeit dort, habe viel gelernt und werde meine Freunde in Russland auch nochmal besuchen.“ Einige Redewendungen auf Russisch beherrscht er nach wie vor. Erfolgreich war die Zeit ebenfalls: Von 2013 bis 2014 holte er mit Moskau zwei Mal den Supercup sowie den Meistertitel.

Danach zog es ihn zur TSG Hoffenheim in den Kraichgau. Dort lebte er, wie viele der anderen Profis, im nahegelegenen Heidelberg. Eine Stadt, die es ihm angetan hat. Er beschreibt die Stadt am Neckar als Ruheoase mit einem schönen Schloss, das man gesehen haben sollte. Vom beschaulichen Heidelberg ging es dann im Sommer 2020 in die Mainmetropole Frankfurt, wo er sich ebenfalls rasch einlebt. Hier kehrte auch zu seiner Rückennummer zurück, die er bereits in jungen Jahren trug: die Elf, die Lieblingsnummer seines Vaters. Bei seiner Vorstellung als neuer Adlerträger versprach er, dass die Leute viel Freude an ihm haben würden. Das scheint er bisher wahr zu machen und seinem Instagramnamen „stevenzauber“ somit alle Ehre. Adi Hütter schätzt am Eidgenossen auch dessen Vielseitigkeit. Zuber könne auf den offensiven und defensiven Außenbahnen, im offensiven Zentrum „und auch als hängende Spitze“ agieren, lobte der Cheftrainer. Eigenschaften, „die für jede Mannschaft Gold wert sind“, schätzt auch Frankfurts früherer Kapitän Schwegler seinen Landsmann.

WM 2018, Tor gegen Brasilien: „Eines der schönsten Erlebnisse meiner Laufbahn!“

Besonders stolz ist Zuber außerdem darauf, die Schweiz im Trikot der Nationalmannschaft zu repräsentieren: „Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Länderspiel, die Freude war natürlich riesig. Ich möchte so lange wie möglich für mein Heimatland spielen.“ Mit der Nationalmannschaft nahm er auch an den Olympischen Spielen 2012 in London teil. „Es ist etwas Unvergessliches, so viele Sportarten bei den Olympischen Spielen zu sehen“, so Zuber. Fast nur zu toppen vom Kopfballtor beim 1:1 gegen Brasilien bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland, das bleibt für immer in Zubers Erinnerung: „Eines der schönsten Erlebnisse meiner Laufbahn!“

Tattoos, Jugendliebe, Bauernhaus

Genau wie viele andere persönliche Gedanken, die er auf seiner Haut verewigt hat. Zubers zahlreiche Tattoos ergeben für Außenstehende kein einheitliches Muster, erzählen aber jedes für sich eine eigene Geschichte. Geschichten sind ein passendes Stichwort, denn privat liest Zuber gerne Bücher. Vorzugsweise zu Themen wie Mentalcoaching oder Menschen, die ihr Leben erfolgreich gestalten. Den Anfang nahm Zubers eigene Geschichte am 17. August 1991, als er im Schweizerischen Winterthur geboren wurde. Seine Eltern und auch seine jüngeren Brüder wohnen  heute in der Nähe seines Geburtsortes. Es ist ein Ort, der viel Vertrautheit für Zuber ausstrahlt. Während seiner Kindheit zog die Familie oft um, doch besonders im Gedächtnis blieb ihm ein Bauernhaus in Rikon in der Ostschweiz. Hier hatten er und seine fünf Geschwister alle möglichen Freiheiten. Eine umgebaute Scheune bot Platz für alles, was das Kinderherz begehrt.

Dieser Familienzusammenhalt ist Zuber extrem wichtig. Familie und Freunde geben ihm die nötige Kraft und Ruhe, um im Fußball alles zu geben. Bereits seit zwölf Jahren an seiner Seite: Ehefrau Mirjana „Mira“ Zuber. Die gebürtige Serbin ist seit 2008 mit Zuber zusammen, seit 2015 sind sie verheiratet. Zuber sagt selbst, dass es den beiden zusammen nie langweilig wird – Kinder in Zukunft nicht ausgeschlossen. In seiner Rolle als Patenonkel geht er jedenfalls auf. Sein Neffe, der Sohn seines Bruders Kevin, sammelt bereits seine Trikots und schaut sich regelmäßig YouTube-Videos an, so wie es sich eben für einen echten Fan gehört.

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