12.10.2020
Team

Kreativer Allrounder

Amin Younes möchte in Frankfurt wieder voll durchstarten und das Spiel der Eintracht mit seiner Offensivpower variabler machen.

„Ich will Fußball spielen und besser werden.“ Schon bei seiner offiziellen Vorstellung als Adlerträger zeigt sich der 27-jährige Offensivallrounder hochmotiviert. Daraus, dass er viel vor hat mit der SGE, macht er keinen Hehl: „Natürlich würde ich gerne ein Europa League-Finale mit der Eintracht erreichen und international spielen.“ Neben den Zielen, die er mit seiner Mannschaft verfolgt, träumt Younes auch von einer Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft. Bislang kann der Flügelspieler fünf Länderspiele und zwei Treffer vorweisen, zuvor kam er schon für sämtliche DFB-Auswahlteams von der U16 bis zur U21 zum Einsatz.

Seine fußballerische Laufbahn begann der Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in seiner Heimatstadt Düsseldorf bei der SG Unterrath. Im Jahr 2000 wechselte der Rheinländer zu Borussia Mönchengladbach und spielte beim Bundesligisten für sämtliche Jugendteams, ehe ihn Lucien Favre als 17-Jährigen zu den Profis beförderte. Sein Debüt im Dress der Fohlen feierte Younes am 1. April 2012. Knapp ein Jahr später, am 11. Februar 2013, durfte der 1,68 Meter große Offensivakteur erstmals von Beginn an auf dem Platz stehen und traf beim 1:1 gegen Borussia Dortmund zum Endstand. Bereits als Jugendlicher sorgt der beidfüßig starke Spieler für Begeisterung: „Er war eines der größten Talente, das ich trainiert habe. Seine Dribblings waren schon damals legendär. Die Gegner wussten, was passiert, aber er ist trotzdem vorbeigekommen“, sagte Horst Steffen, ehemaliger Jugend-Trainer in Gladbach, kürzlich in der Bild-Zeitung. Der VfL verlieh Younes 2014 auf eigenen Wunsch zum Zweitligisten Kaiserslautern, ein Jahr später wechselte er zu Ajax Amsterdam. Eine Verletzung setzte den 27-Jährigen die ersten Spiele außer Gefecht. Im Anschluss sammelte er bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis und entwickelte sich so zum Stammspieler bei den Profis. Im Jahr 2017 erreichte Younes mit Ajax das Finale der UEFA Europa League, unterlag allerdings Manchester United mit 0:2. Im selben Jahr gewann er mit der deutschen Nationalmannschaft den Confederations Cup.

Amin Younes 2013 im Duell mit Sebastian Rode.

Pech in Neapel, Neustart in Frankfurt

Von Amsterdam ging es 2018 zum SSC Neapel, aufgrund einer Verletzung an der Achillessehne musste Younes allerdings eine Weile pausieren. In seiner ersten Saison kam er noch auf zwölf Einsätze und drei Tore, im zweiten Jahr absolvierte er nur wenige Spielminuten. „Nichtsdestotrotz habe ich als Mensch und Spieler viel gelernt und mich weiterentwickelt“, blickt der 27-Jährige auf seine Zeit in Italien zurück. Vor seinem Wechsel zur Eintracht wurde Younes im Juni 2020 mit Napoli italienischer Pokalsieger. Nun ist der Offensivmann wieder zurück in der Bundesliga und möchte sich als Adlerträger beweisen. „Mir hat es von außen Spaß gemacht, die Eintracht zu sehen. Deshalb habe ich gesagt und gedacht, dass ich auch ein Teil davon sein möchte“, erklärte er seinen Wechsel an den Main bei seiner Vorstellung. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zeigte sich nach der Verpflichtung des 27-Jährigen begeistert und ist sich sicher: „Er wird uns noch variabler machen.“ Younes möchte seinen Teil dazu beitragen, dass die Eintracht erfolgreich Fußball spielt. „Das Eins-gegen-eins in der Offensive sehe ich genauso als meine Stärken wie Beweglichkeit und Kreativität. Häufig gelingt es mir, spontan Chancen zu kreieren.“

 

Younes 2017 bei der deutschen Nationalmannschaft.

Fußball auf und neben dem Platz

Abseits des Spielfelds hält sich Younes dagegen bedeckt. Auf Social Media ist er kaum aktiv und auch privat hält er sich aus der Öffentlichkeit zurück. „Ich führe ein eher ruhiges Leben. Ich lebe für den Fußball und bin eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt. Da bleibt gar nicht so viel Zeit für andere Dinge. Das kommt nach der Karriere.“ Zeit für soziales Engagement findet Younes aber trotzdem. Während der Coronakrise unterstützte er den Orienthelfer e.V. und sorgte dafür, dass viele bedürftige Familien im Süden des Libanons mit warmen Mahlzeiten versorgt werden konnten. Dem Offensivmann sei es wichtig, dort zu helfen, „wo die Not besonders groß ist.“

Nach einem ersten Einsatz im Testspiel gegen die Würzburger Kickers steht Younes nach der Länderspielpause vor seinem Pflichtspieldebüt als Adlerträger. Seine Ziele sind bekannt, in den kommenden Monaten wird er auf dem Platz alles dafür geben. „Ich strebe immer nach mehr“, sagt der 1,68 Meter große Allrounder. Ein Motto, das in Frankfurt Anklang findet.

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