12.05.2021
Training

Auf dem Gaspedal

Einschwören auf die verbleibenden elf Saisontage. Mit dem am Mittwoch beginnenden Quarantäne-Trainingslager bläst die Eintracht ein letztes Mal zur Jagd.

Die Adler sind wieder ganz in ihrem Element. Wenn auch unfreiwillig, haben die Frankfurter Fußballer vor dem 33. Spieltag die Rolle des Jägers inne und sind zweifelsohne gewillt, diese bis zum letzten Atemzug auszuleben. Daran lassen die Eindrücke nach dem ersten von drei Mannschaftstrainings vor dem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am Samstag keinen Zweifel. Wie unlängst in der Tiefgarage des Deutsche Bank Park, als Timothy Chandler, Stefan Ilsanker, Kevin Trapp und Amin Younes im Hyundai wetteiferten, standen die Adlerträger am Mittwoch auf den Rasenplätzen auch im übertragenen Sinne auf dem Gaspedal.

Athletik- und Spielformen kamen bei wesentlich angenehmeren äußeren Bedingungen als am schwülen Sonntagnachmittag ebenso wenig zu kurz wie der vorherrschende Mannschaftsgeist. Entsprechend durfte bei aller Konzentration aufs sportliche Schicksal eine kurze, herzliche Gratulationsrunde für Erik Durm, der seinen 29. Geburtstag feiert, nicht fehlen. Ansonsten lief es nach Auslaufen am Montag und Pause am Dienstag wie so häufig zu Beginn der Vorbereitung auf die nächste Aufgabe, was „am längsten und anstrengendsten“ sei, „weil am meisten Zeit bis zum nächsten Spiel bleibt“, wie Steven Zuber hinterher gegenüber EintrachtTV erkärte. „Wir konnten einiges aufarbeiten, unser Spiel noch ein bisschen verbessern und auf größeren Räumen trainieren.“

Hasebe und Rode arbeiten individuell

Das Trainerteam konnte sich einmal mehr fast maximaler Mannstärke erfreuen. Auch der gegen Mainz nach einer Stunde leicht angeschlagen ausgewechselte Tuta wirkte wieder quietschfidel. Einzig Makoto Hasebe und Sebastian Rode arbeiteten nach dem aufreibenden Aufeinandertreffen mit dem FSV individuell.

Unversehrt: Tuta ist ohne nachwirkende Blessuren aus dem Wochenende gekommen und mischt wieder zu 100 Prozent im Training mit.

Allzu selten werden die Routiniers ihren Kollegen in den kommenden Tagen freilich nicht begegnen. Bekanntlich geht es für den gesamten Tross im Anschluss an die erste Einheit geschlossen in ein Frankfurter Hotel, weil mit dem 12. Mai die zweite Phase der Coronamaßnahmen der DFL Deutsche Fußball Liga greift. Im Grunde werden sich alle Beteiligten nicht allzu sehr umgewöhnen müssen.

Vertrautes Neuland

Nachdem sich alle bereits seit Montag vergangener Woche ausschließlich im häuslichen und beruflichen Umfeld aufgehalten haben, stellt auch das kollektive Hotel-Hopping zwischen Frankfurt und Gelsenkirchen bis einschließlich zum 34. Spieltag nur bedingt Neuland dar. „Wir agieren schon die ganze Saison über sehr vorsichtig, beschränken unsere Kontakte auf ein Minimum, essen mit Abstand und werden weiterhin besondere Vorsicht walten lassen“, hatte Sportdirektor Bruno Hübner bereits vor wenigen Wochen bemerkt.

Auch Cheftrainer Adi Hütter bleibt ob der Maßnahmen entspannt: „Ich glaube nicht, dass uns die Decke auf den Kopf fallen wird. Wir sind es gewohnt, viel Zeit miteinander zu verbringen, auch über mehrere Tage oder Wochen. Wir nehmen die Situation so an, wie sie ist.“ Eine Feststellung, die gleichzeitig genauso für das Saisonfinale steht. Denn „natürlich möchten wir nach den Sternen greifen. Wir fighten bis zum Schluss.“ Für Zuber ist es ohnehin „egal, gegen wen wir spielen. Wir müssen beide Spiele gewinnen, um die Chance auf die Champions League zu wahren.“ Die Hoffnung sei in jedem Fall „sehr groß. Denn nicht nur wir müssen mehr als 100 Prozent geben, sondern auch die anderen Mannschaften. Vielleicht gibt uns das nochmal einen zusätzlichen Push.“ Die Jagd ist eröffnet.

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