11.05.2021
Bundesliga

Jetzt erst recht

Die Eintracht kann Platz vier am Samstag, zumindest über Nacht, wieder zurückerobern und möchte mit einem Sieg auf Schalke die Konkurrenz unter Zugzwang bringen.

Veränderte Ausgangssituation, unveränderte Angriffslust. Nach dem 1:1 gegen den 1. Mainz 05 waren Trainer und Mannschaft von Eintracht Frankfurt nur bedingt zufrieden mit der Leistung. Adi Hütter fand aber auch lobenswerte Ansätze: „Das Positive ist, dass wir Mentalität gezeigt haben“, so der Österreicher am Sonntag. Durch das Unentschieden ist die Eintracht in der Tabelle zwar auf Platz fünf gerutscht, das Ausgleichstor von Ajdin Hrustic kurz vor Schluss hat allerdings gezeigt, dass der Glaube bis zum Ende unbeirrbar bleibt. „Wir sind eine super Mannschaft, halten zusammen, werden alles geben und hoffentlich in den beiden verbleibenden Partien das Glück so auf unserer Seite haben wie bei meinem Tor“, erklärte der 24-Jährige nach seinem Premierentreffer mit dem Adler auf der Brust.

Ajdin Hrustic feierte im Hinspiel gegen Königsblau sein Heimdebüt für die Eintracht, am Sonntag folgte die Torpremiere.

Auch Hütter weiß, dass an den letzten beiden Spieltagen nach oben alles möglich bleibt: „Wir müssen weiter auf uns schauen und die beiden verbleibenden Spiele gewinnen. Dann wird abgerechnet. Wir müssen in erster Linie unsere Hausaufgaben machen, dann ist es immer noch möglich.“ Unbestritten bleibt, dass die Eintracht eine geschichtsträchtige Runde spielt, an deren Ende definitiv als Lohn die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb stehen wird. Weil die UEFA Europa League seit vorvergangenem Wochenende nicht mehr gefährdet und Platz vier erstmals seit Januar abhandengekommen ist, gehen alle Blicke mehr denn nach vorne. „Unser Ziel wird es sein, sechs Punkte einzufahren. Auch wenn die Champions League nicht mehr in unserer Hand liegt, ist am wichtigsten, dass wir weiterhin als Team zusammenhalten, wie wir es seit dem ersten Tag getan haben“, weiß Hrustic.

Erstes Endspiel, zweite Quarantänestufe

Beste Erinnerungen: Luka Jovic sicherte am 16. Spieltag nach seiner Einwechslung den 3:1-Sieg gegen S04.

Das erste von möglicherweise zwei Endspielen steigt am Samstag beim FC Schalke 04, der sich nach diesem Spieljahr vorerst aus der Bundesliga verabschieden wird. Dass die Aufgabe dennoch nicht zu unterschätzen ist, zeigen allein schon die Statistiken: Von den jüngsten sieben Duellen in der VELTINS-Arena konnte die Eintracht zwei für sich entscheiden. Dem gegenüber stehen vier Niederlagen und ein Remis. Das bis dato letzte Aufeinandertreffen in Gelsenkirchen im Dezember 2019 gewannen die Königsblauen mit 1:0. Ohnehin fallen in den Partien auf Schalke selten viele Treffer. In den vergangenen 20 Jahren endete nur eine Begegnung mit mehr als drei Toren – das 2:2 im September 2014. Das Hinspiel in dieser Saison gewann die Eintracht 3:1, als Luka Jovic in seinem ersten Auftritt nach seiner Rückkehr gleich doppelt netzte.

Bevor für die Adler am Wochenende das vorletzte Saisonspiel ansteht, begeben sich alle Mitglieder des Lizenzspielerbereichs ab Mittwoch, 12. Mai, für den Rest der laufenden Spielzeit in ein Quarantäne-Trainingslager. Die von der DFL Deutsche Fußball Liga verordnete zweite Maßnahmenstufe sieht vor, dass die sportlich Beteiligten aller Erst- und Zweitligisten ausschließlich untereinander Kontakt haben dürfen. Dies gilt für den kollektiven Aufenthalt im Hotel und auf dem Trainingsgelände im Deutsche Bank Park sowieso. Ab Mittwoch steht täglich je eine Trainingseinheit auf dem Programm, ehe ab Freitagnachmittag die letzte Auswärtsreise 2020/21 ruft.

Personelle Fragen – und Antworten

Gelbsperre verbüßt: Evan Ndicka.

Wieder mit an Bord wird dann Evan Ndicka sein, der nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. Neben Jabez Makanda, der mit einem Mittelfußbruch ausfällt, ist nach aktuellem Stand ein Einsatz von Sebastian Rode und Tuta noch nicht endgültig geklärt. Beide Akteure verließen gegen Mainz vorzeitig den Rasen. Während dem Innenverteidiger nach einer Stunde der Oberschenkel zu schaffen machte, hatte der Mittelfeldspieler Probleme an den Adduktoren. Die Auswechslung nach einer halben Stunde war „eine Vorsichtsmaßnahme“, gab Hütter hinterher Entwarnung.

Entwarnung bei Sebastian Rode, bei dem während des Spiels gegen Mainz Adduktorenprobleme aufgetreten sind.

Personell steht demnach hier und da grünes Licht zwar noch aus, gleichwohl bietet sich am Samstag die Gelegenheit, mit drei Punkten zumindest über Nacht wieder in den grünen zur Königklasse berechtigenden Bereich zu springen und die am Sonntag geforderte Konkurrenz aus Dortmund und Wolfsburg in Zugzwang zu versetzen. Djibril Sow hat für diese Konstellation ein einfaches Mittel parat: „Es ist wichtig, dass wir den ganzen Druck um die Champions League ausblenden und einfach wieder den geilen Fußball spielen, den wir insbesondere in diesem Jahr über Wochen hinweg gezeigt haben.“ Jetzt erst recht.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 15. Mai, 15.30 Uhr, 33. Spieltag, Bundesliga, 2020/21.
Stadion: VELTINS-Arena, Gelsenkirchen.
Hörtipp: EintrachtFM sendet ab 15.20 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport Bundesliga 6 HD überträgt ab 15.15 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Donnerstag, 13 Uhr, mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTVFacebook und mainaqila – präsentiert von Krombacher.

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