01.04.2021
Bundesliga

„Der Druck liegt bei Dortmund“

Adi Hütter spricht vor dem Verfolgerduell in Dortmund über den Auftakt und die Herausforderungen im April, die Personalsituation und eigene Emotionen.

Adi Hütter über...

…die Chancen in Dortmund: Wenn Dortmund einen Sterntag hat, wird es sehr schwierig. Wir brauchen einen guten Tag, es muss alles passen. Aber auch wenn wir gegen die besten Mannschaften spielen, möchten wir die Chance nutzen, diese Spiele zu gewinnen. Deshalb werden wir auch in Dortmund versuchen, auf Sieg zu spielen. Aber wenn wir am Ende einen Punkt mitnehmen und uns den gerecht erarbeitet haben, bin ich auch happy. Schließlich bleiben wir nach dem Spiel in jedem Fall auf Platz vier. Der Druck liegt bei Dortmund.

…taktische Überlegungen: Mit zwei Spitzen zu spielen, wäre sehr mutig. Ob wir am Ende mit einer Spitze und zwei Zehnern oder tatsächlich mit zwei Spitzen spielen: Es funktioniert sicher beides. Man muss offensiv und defensiv in beiden Richtungen sehr gut arbeiten. Wir müssen gut verteidigen und dürfen hinten nicht zu viel Platz lassen. Wir dürfen uns aber gleichzeitig auch nicht zu sehr hinten reindrängen lassen. Jede Mannschaft hat ihre Problemzonen, auch Dortmund.

…die Rückkehr der Verletzten: Ich kann bestätigen, dass Martin Hinteregger sicher nicht spielen wird. Er hat nicht mit der Mannschaft trainiert und befindet sich in der Reha. Es wird auch im Hinblick auf das darauffolgende Spiel gegen Wolfsburg ein Wettlauf gegen die Zeit. Wir möchten kein Risiko eingehen, wenn er nicht richtig fit ist. Erik Durm hat diese Woche wieder mit der Mannschaft trainiert. Ich werde mir das Training nochmal genauer anschauen, um dann in den nächsten 72 Stunden zu entscheiden, wer letztendlich auf der rechten Seite spielen wird.

Amin Younes hat seine Sache ordentlich gemacht und es freut uns alle, dass er den Weg zurück in die Nationalmannschaft gefunden hat.

Cheftrainer Adi Hütter

…Erling Haaland: Ihn auszuschalten, ist auf jeden Fall eine riesen Aufgabe. Alleine schafft es niemand gegen Haaland. Wir müssen aber schauen, ob er überhaupt spielt nach seinen Länderspielen. Wir müssen gut verteidigen, es gibt ja nicht nur Haaland, sondern viele torgefährliche Spieler. Aber wir gehen mit Selbstvertrauen in die Partie und werden zeigen, dass wir das Spiel gewinnen und unter den ersten Vier bleiben möchten.

...Younes‘ Einsätze in der Nationalmannschaft: Es freut mich, dass er drei Einsätze hatte, auch wenn die ersten beiden natürlich sehr kurz waren. Das Ergebnis gegen Nordmazendonien ist natürlich nicht einfach, auch nicht für Amin. Aber er ist happy, dass er spielen konnte und jetzt wieder hier ist. Er hat seine Sache ordentlich gemacht und es freut uns alle, dass er den Weg zurück in die Nationalmannschaft gefunden hat.

…die Entwicklung von Luka Jovic: Luka ist immer noch nicht ganz da, wo wir ihn haben wollen. In der Nationalmannschaft hat er auch nicht viele Minuten gespielt. Aber ich weiß, dass er zu 100 Prozent ehrgeizig ist und der Mannschaft unbedingt helfen möchte. Gegen Union hat Luka sehr gut mit Silva harmoniert und war bei Toren involviert. Nur eigene Treffer fehlen ihm derzeit. Man sieht, dass es ihm noch schwerfällt, über ein ganzes Spiel das körperliche Niveau zu halten. Aber wenn ein Spieler 75 Minuten lang eine super Leistung bringt, dann ist das auch okay.

Wir gehen mit voller Freude in die kommenden Spiele.

Cheftrainer Adi Hütter

…den Ausfall von Ragnar Ache: Es ist ein Drama, dass so ein junger Spieler erst operiert werden musste, sich dann zurückfightet und jetzt wieder passen muss. Er war zwischendurch sehr gut und sehr auffällig, das tut dann auch im Trainerherzen weh. Solche Geschichten berühren einen. Auf der anderen Seite müssen wir uns jetzt auf Dortmund konzentrieren.

…seine zwei Gelben Karten: Meine Gelben Karten freuen mich natürlich nicht. Ich habe eben auch meine Emotionen, dann passieren solche Dinge mal. Ich bin nicht glücklich darüber, schließlich ist man als Trainer auch ein Vorbild. Es gab während den Spielen Dinge, die mich einfach wahnsinnig gestört haben, aber ich versuche mich zu bessern, um an der Linie ein besseres Vorbild zu sein.

…die kommenden Wochen: In erster Linie überwiegt die Freude über die kommenden Aufgaben und Herausforderungen. Gegen Dortmund, Gladbach, Wolfsburg, Leverkusen und Augsburg sind im April insgesamt 15 Punkte zu erreichen. Das ist ein absolut anspruchsvolles Programm. Dennoch sind wir vorne gut dabei und möchten uns festbeißen. Wir gehen mit voller Freude in die kommenden Spiele.

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