18.10.2020
Bundesliga

Eintracht bleibt ungeschlagen

Frankfurt geht beim 1:1 (0:1) in Köln kurz vor der Pause durch Silva in Führung und kassiert kurz danach den Ausgleich, der letztlich die Leistungen beider Teams widerspiegelt.

Die Voraussetzungen vor der Partie hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während die Kölner seit 13 Spielen auf einen Bundesliga-Sieg warteten, war die Eintracht mit sieben Punkten aus drei Spielen gut gestartet. Nach dem Remis am Sonntag steht die Eintracht auf Platz vier und wird dort auch in die neue Woche gehen, nachdem am Abend Schalke 04 und Union Berlin den Spieltag beschließen.  

Silva in der Nachspielzeit

Die Eintracht begann sehr konzentriert in der gewohnten Formation. Cheftrainer Adi Hütter hatte im Vergleich zum 2:1 gegen Hoffenheim keine Wechsel vorgenommen und vertraute auf das gewohnte 3-5-2-System. Knapp 60 Prozent Ballbesitz und nur ein harmloser Torschuss der Kölner zeugen davon, dass die Adlerträger die Spielkontrolle im ersten Abschnitt innehatten. Viele Torchancen hatte dieses optische Übergewicht jedoch nicht zur Folge. Silvas Schuss aus zwölf Metern wurde abgeblockt und zur Ecke geklärt (6.), der 18-Meter-Knaller des Portugiesen war zu zentral und wurde von Horn weggefaustet (29.) – das war’s erstmal an gefährlichen Situationen, während auf der anderen Seite der Ex-Frankfurter Marius Wolf völlig blank am Elfmeterpunkt stand, die scharfe Flanke aber nicht zu fassen bekam (41.).

Es sah nach einem torlosen Remis zur Pause aus, als Bas Dost das Leder im Strafraum zu Kamada ablegte und dieser Sebastian Bornauw austanzen wollte. Der frischgebackene belgische Nationalspieler ging aber etwas robust zu Werke, Kamada kam zu Fall (45.). Die Szene lief zunächst weiter, ehe der VAR eingriff und Schiedsrichter Sven Jablonski selbst zum Bildschirm marschierte. Danach entschied er auf Elfmeter, den Silva in der Nachspielzeit gewohnt cool rechts unten verwandelte. Timo Horn ahnte zwar die Ecke, hatte aber keine Abwehrchance.

Ausgleich aus dem Nichts

Nur drei Minuten lagen in der zweiten Halbzeit zwischen der großen Möglichkeit zum 2:0 für die Eintracht und dem Kölner Ausgleich. Nach einem feinen Doppelpass zwischen Silva und Dost schlug Kamada in bester Abschlussposition ein Luftloch, im zweiten Versuch jagte er die Kugel über das Gehäuse (49.). Kurz danach kam der FC über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch, Ehizibue legte zurück auf Duda, der aus elf Metern einnetzte. Die Gastgeber hatten danach das Momentum auf ihrer Seite und versuchten, die leichte Unordnung bei der Eintracht auszunutzen.

Nach etwa 60 Minuten wog die Partie hin und her, mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Toure jeweils nach einer Ecke per Kopf (59., 71.), Dost (70., Horn parierte) und Younes in seinem ersten Bundesligaeinsatz seit April 2014 (71., 78., jeweils abgeblockt zur Ecke) waren für die Eintracht am Drücker, Dudas Kopfballtorpedo nach scharfer Wolf-Flanke entschärfte Trapp auf ganz hohem Niveau (63.). In der Schlussphase versuchten beide Teams auf Sieg zu spielen, gefährliche Chancen blieben aber Mangelware. Anthony Modeste hätte in der Nachspielzeit mit einer Direktabnahme fast Kevin Trapp überrascht, verzog jedoch knapp.

Gerechtes Remis

Eine starke Offensivaktion bringt Köln den ersten Punktgewinn der Saison. Die Eintracht hatte über weite Teile der ersten Hälfte die Spielkontrolle, kam auf 17:9 Torschüsse und 60 Prozent Ballbesitz, nach dem überraschenden Ausgleich gab es jedoch einen kleinen Bruch im Spiel und die Kölner agierten auf Augenhöhe. Das Remis ist letztlich leistungsgerecht, der Gastgeber verdiente sich den ersten Saisonpunkt gewissermaßen nachträglich, auch wenn die Eintracht dem Siegtreffer etwas näher war. Die Eintracht bleibt weiter ungeschlagen vor dem Gastspiel bei den Münchner Bayern am kommenden Samstag. 

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