30.12.2020
Team

Jetro Willems exklusiv

Zwischen den ersten zwei Trainingseinheiten dieser Woche nimmt sich der genesene Verteidiger ausführlich Zeit für ein Gespräch mit EintrachtTV.

Jetro, letztmals haben wir nach deiner Rückkehr aus Newcastle gesprochen, als du ins individuelle Aufbautraining eingestiegen bist. Wie fühlt es sich an, mittlerweile wieder mit der Mannschaft arbeiten zu können?
Ich habe ja vorher bereits mit den Kollegen trainiert. Aber nun bin ich an dem Punkt, wieder jede Übung mitmachen und auch spielen zu können. Es war nicht einfach, zu warten und zu warten, dafür musste ich viel Geduld mitbringen. Deswegen bin ich einfach froh, ab sofort richtig zurück zu sein.

Mit welchen Gedanken bist du aufgewacht, weil du wusstest, wieder richtig mitmischen zu können?
Mit sehr guten. Es ist auf jeden Fall ein tolles Gefühl, zu wissen, 100-prozentig fit und auch in physischer Hinsicht ein vollwertiges Mitglied des Teams zu sein.

Hättest du erwartet, zu diesem Zeitpunkt schon auf diesem Level zu sein?
Wie gesagt: Das Wichtigste war die Geduld. Ich habe seit Oktober regelmäßig mit der Mannschaft trainiert, wenn auch nicht täglich, aber immerhin vier-, fünfmal pro Woche. Endlich sind es wieder sieben Tage die Woche.

Könntest du bitte deine Arbeitsabläufe der vergangenen Wochen und Monate beschreiben?
Es war schon etwas verrückt, weil ich in der Spielzeit zuvor nicht im Verein war, dann zurückkehre und mit Aufbautraining wieder einsteige. Etwas seltsam war das schon. Insgesamt musste ich sehr viele Extraschichten schieben. Das war nicht immer mit Spaß verbunden.

Ich war oft der Erste, der kam, und der Letzte, der ging. Aber anders geht es nach einer schweren Verletzung auch nicht.

Jetro Willems

Wer hat dir auf dem langen Weg zurück am meisten geholfen?
Schwierig, jemanden hervorzuheben, weil mich sowohl aus dem Team, dem Staff und der medizinischen Abteilung alle sehr unterstützt haben. Jeder war in anderer Weise involviert und hat mich unterstützt.

Waren die zurückliegenden Tage und Wochen von besonderer Intensität geprägt?
Grundsätzlich liegt eine anstrengende Zeit hinter mir: Ich war oft der erste, der kam, und der letzte, der ging. Aber anders geht es nach einer schweren Verletzung auch nicht. Deshalb bin ich umso glücklicher, sagen zu können: Ich bin bereit!

Das hört sich an, als könnten wir dich bald auf dem Spielfeld zurückerwarten?
Das hoffe ich natürlich! Es wird nicht einfach, aber ich warte auf meine Chance. Wir haben viel Qualität am Kader, der Coach wird den richtigen Moment finden, mich wieder einzusetzen. Ich bleibe geduldig.

Du sprichst die Qualitätsdichte an. Wie betrachtest du die Konkurrenzsituation?
Das gilt für die Eintracht genauso wie für andere Vereine: Konkurrenzkampf ist auf diesem Niveau normal. Es liegt an mir, weiter hart zu arbeiten und mich zu verbessern.

Wie fühlt es sich aktuell an, Zweikämpfe zu führen?
Auch ganz normal. Wenn ich in den Zweikampf gehen muss, dann tue ich das auch ohne zu zögern. Ich habe davor keine Angst, auch weil ich in den vergangenen zwei Monaten gut genesen konnte. Jetzt kommen die nächsten Schritte.

An allererster Stelle steht für mich, dass ich gesund bin. Das ist in dieser Zeit das Allerwichtigste und gilt auch für meine Familie und alle, die mir nahestehen.

Jetro Willems

Welche Ziele hast du dir fürs neue Jahr gesteckt?
Das ergibt sich automatisch aus meinen Fortschritten. Zuletzt war mein Ziel, voll ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Als nächstes möchte ich nach und nach zu Einsatzminuten kommen.

Wie hast du die Entwicklung deiner Kollegen wahrgenommen?
Grundsätzlich aus nächster Nähe, weil ich ja immer von ihnen umgeben war. Wir sprechen ganz normal über die Entwicklung des Klubs und die Spiele. Alles wie gewohnt also.

Was erwartest du vom bevorstehenden Heimspiel gegen Bayer Leverkusen?
Es kommt natürlich eine schwierige Aufgabe auf uns zu. Leverkusen spielt eine starke Runde, gewinnt regelmäßig, ist gut in Form und steht folgerichtig auf Platz zwei. Doch das ist Bundesliga! Wir müssen uns auf uns fokussieren, weil wir wissen, dass wir bisher oft unentschieden gespielt haben. Das möchten wir ändern. Es stimmt mich zuversichtlich, einige freie Tage zur Erholung gehabt zu haben. Denn seit der Coronapause hatten wir viele Spiele in den Knochen. Das gilt nicht weniger für Leverkusen. Es wird sicher nicht einfach, aber wir haben unsere Möglichkeiten und spielen zudem zu Hause.

Welches Fazit würdest du deinem persönlichen Jahr 2020 geben?
An allererster Stelle steht für mich, dass ich gesund bin. Das ist in dieser Zeit das Allerwichtigste und gilt auch für meine Familie und alle, die mir nahestehen. Diese Tatsache nehme ich seit meiner Verletzung Anfang des Jahres noch umso bewusster wahr.

Abschließend: Was wünschst du dir für das nächste Jahr?
Gesundheit zu bleiben und dorthin zurückzukehren, wo ich herkomme: Auf den Platz.

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