21.01.2021
Bundesliga

Eine Frage des Vertrauens

Mit der Arminia und Eintracht treffen zum Rückrundenstart zwei Teams aufeinander, die in diesem Jahr nicht gerade unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden.

Dass der erste Blick oftmals trügen kann, beweist dieser Tage der DSC Arminia Bielefeld wie nur wenige Vereine. Seit Ende November waren die Ostwestfalen nicht mehr über den Relegationsrang hinausgekommen, ehe mit dem 1:0 über Hertha BSC am 15. Spieltag ein kleiner, aber feiner tabellarischer Umschwung einkehrte. Seit Mitte Januar befindet sich der achtmalige Aufsteiger zumindest aktuell in Sicherheit, weil auf Platz 15. Respektabel, natürlich, aber kein Status, der objektiv in Ehrfurcht erstarren ließe. Doch Vorsicht ist angebracht: Der DSC blieb in den vergangenen drei Partien ohne Gegentor und ließ überhaupt erst einen Gegentreffer im neuen Jahr zu – weniger als jeder andere Bundesligist. Mit zehn Zählern aus den vergangenen fünf Ligaduellen gilt der Underdog sozusagen als „best of the rest“ oder zumindest die am meisten aufstrebende Auswahl aus der unteren Tabellenhälfte. Mit dem 3:0 am Mittwoch über den VfB Stuttgart trafen die Arminen erstmals seit November 2007 beziehungsweise 71 Spielen wieder öfter als zwei Mal in einer Bundesligabegegnung.

Auf der anderen Seite – was soll dieser Tage und Wochen die Eintracht sagen. Amin Younes wüsste da was: „Aktuell fahren wir überall mit dem Selbstvertrauen hin, dass die Gegner wissen, was auf sie zukommt: Eine zweikampfstarke und zugleich fußballerisch starke Mannschaft“, präzisierte der Dribbelkünstler am Nachmittag nach der Rückkehr aus Freiburg „unseren Ehrgeiz und unser Selbstverständnis [...], bis zum Schluss auf das 3:2 gespielt“ zu haben. Auch wenn sich Younes während des mühsamen 1:1 am ersten Spieltag noch in Neapel aufhielt, ist sich der bei mittlerweile drei Pflichtspieltreffern stehende Kreativspieler der nächsten Herausforderung bewusst und meint es gar nicht respektlos, sondern realistisch, wenn er sagt: „Ich erwarte wie immer in der Bundesliga ein schwieriges Spiel. Aber wenn wir uns weiter verbessern, müssen wir nur auf uns schauen.“

Muss am Samstag zuschauen: Aymen Barkok.

Gänzlich von äußeren Einflüssen sind gleichwohl auch die Hessen nicht gefeit. Sebastian Rodes Rückkehr bleibt nach leichten Knieproblemen weiter offen, auch wenn der Mittelfeldakteur bereits wieder individuell arbeitet. Zudem wird Aymen Barkok sicher fehlen, Younes‘ bisheriger Partner auf der Doppelzehn sah im Breisgau vor der Pause seine fünfte Gelbe Karte. Weshalb den Adlern aber nicht bange ist, wie Makoto Hasebe begründet: „Wir spielen viel, viel besser als vor ein paar Jahren. Amin ist sehr gut drauf, auch Daichi, Aymen und André“, zählt der Ruhepol in der Zentrale seine Vorderleute ab. „Mit Luka Jovic sind wir noch variabler und gefährlicher“, ergänzte Adi Hütter noch am späten Mittwochabend, als auch Sportdirektor Bruno Hübner in die nahe Zukunft blickte: „Die Arminia ist weit von den direkten Abstiegsplätzen entfernt und hat Oberwasser.“ An Vertrauen mangelt es also keiner Seite. Stellt sich einzig die Frage, wer diesem letztlich gerecht werden wird.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 23. Januar, 15.30 Uhr, 18. Spieltag, Bundesliga, 2020/21.
Stadion: SchücoArena, Bielefeld.
Hörtipp: EintrachtFM sendet ab 15.20 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport Bundesliga HD 5 überträgt ab 15.15 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Freitag, 13 Uhr, mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTV und Facebook – präsentiert von Krombacher.

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