18.11.2020
Bundesliga

Lieblingsgegner Leipzig

Zwei gleichwertig gute Halbzeiten. So lautet die Devise für das Spiel der Adler gegen Leipzig am Samstagabend.

Im Interview mit EintrachtTV sagte Adi Hütter bereits: „Es gilt jetzt wieder zu zeigen, dass wir in Führung gehen und Spiele für uns entscheiden können. Bei den anstehenden Aufgaben bin ich mir sicher, dass wir uns steigern werden.“ Damit spricht er konkret an, was den Adlern bisher fehlte, zwei gleichwertige und somit spielerisch überzeugende Halbzeiten. Eine Steigerung ist vor allem bei der Chancenverwertung nötig. Die liegt bei den Frankfurtern aktuell bei zwölf Prozent, der Ligadurchschnitt sind 17 Prozent. Beim Spiel gegen Stuttgart kam hinzu, dass die Adler bereits zur Pause 0:2 zurücklagen, nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Die Eintracht geriet in allen Heimspielen bisher  mit 0:1 ins Hintertreffen, bewies aber ihre Comeback-Qualitäten, denn keines der Spiele ging verloren. Ob gegen Leipzig eben diese Qualitäten wieder gefragt sein werden oder ob die Adler von Beginn an das Heft in die Hand nehmen, zeigt sich am Samstagabend um 18.30 Uhr im heimischen Deutsche Bank Park.

Bayern-Verfolger Nummer eins

Leipzig ist nach sieben Spieltagen der ärgste Verfolger des FC Bayern München. Ein Weg zum Erfolg sind die gefährlichen Standards. Die Mannschaft hat bisher neun Tore nach ruhenden Bällen erzielt, Gegentreffer kassierten sie auf diesem Wege keine. In der Bundesliga ist das der Topwert. Zuletzt sorgte Angelino mit seinem Freistoßtor gegen den SC Freiburg für Aufsehen. Der gelernte Verteidiger ist mit fünf Treffern in Pflichtspielen der aktuelle Toptorschütze der Leipziger.

Doch nicht nur in der Offensive ist die Mannschaft gut aufgestellt, auch defensiv überzeugen sie. In dieser Saison spielte Leipzig bereits dreimal zu null, nur den Dortmundern gelang das häufiger, insgesamt ließen sie erst vier Tore zu. Das bietet wenig Grund zur Klage. Ein kleiner Makel ist lediglich, dass Leipzig die letzten zwei Auswärtsspiele verlor. In der Champions League unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bei Manchester United und in der Bundesliga in Mönchengladbach. Das gab es zuletzt im Februar 2020, damals hieß der Gegner in den Spielen in der Liga und im DFB-Pokal beide Male: Eintracht Frankfurt.

Treffen der Ex-Salzburger

Adi Hütter gewann in der Saison 2014/15 das österreichische Double mit Salzburg. Damals in seiner Mannschaft: die heutigen Leipziger Peter Gulacsi, Marcel Sabitzer, Kevin Kampl und Konrad Laimer. Der Kapitän der Leipziger, Marcel Sabitzer, spielte am vergangenen Sonntag noch gemeinsam mit Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker für die österreichische Nationalmannschaft. Am Samstag sind sie wieder Konkurrenten.

Stefan Ilsanker trifft zudem auf seine ehemaligen Mannschaftskollegen, denn er stand zwischen Juni 2015 und Januar 2020 in Leipzig unter Vertrag. Aber nicht nur für die ehemaligen Salzburger gibt es ein Wiedersehen, auch Kevin Trapp und Christopher Nkunku kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Paris, wo sie zwischen 2015 und 2018 gemeinsam spielten.

Nagelsmanns Stempel

Julian Nagelsmann setzte zuletzt auf ein 4-1-3-2 oder ein 3-5-2, aber er ließ auch mit nur einer Spitze stürmen. Die Leipziger sind taktisch sehr variabel. Durch die häufigen englischen Wochen, bedingt durch die Teilnahme an der UEFA Champions League, kommt der Rotation bei den einzelnen Spielen eine größere Bedeutung zu. Unter Nagelsmann sind die Leipziger vor allem dafür bekannt, im letzten Drittel mit Läufen in die Tiefe Chancen zu kreieren. Der Cheftrainer setzt auf Ballbesitz, der ein klares Ziel verfolgt, nämlich eine optimale Situation für das Gegenpressing zu erzeugen. Zuletzt zeigten die Leipziger dabei nur Schwächen, wenn die Spieler im zentralen Mittelfeld oder auf den Außenbahnen möglichst aggressiv attackiert und somit Ungenauigkeiten im Aufbauspiel provoziert wurden.

Frankfurt dominiert zu Hause

Die Pflichtspielbilanz beider Teams ist absolut ausgeglichen. Insgesamt neun Mal trafen die Frankfurter und die Leipziger in der Bundesliga sowie im DFB-Pokal bisher aufeinander. Neben drei Unentschieden gab es jeweils drei Siege für Frankfurt und Leipzig, das Torverhältnis lautet 12:12. Drei Frankfurter Treffer erzielte Filip Kostic. Das letzte Pflichtspiel der beiden Teams fand am 4. Februar 2020 im Achtelfinale des DFB-Pokals statt, die Eintracht gewann zuhause mit 3:1. Die SGE verlor kein einziges Heimspiel gegen Leipzig und traf in allen fünf Spielen zuhause, insgesamt zehn Mal.

Mit Blick auf die vergangenen sieben Spieltage sowie die Tabelle wird deutlich, dass die Adler am Samstag vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Leipzig ist aktuell Tabellenzweiter mit 16 Punkten, nur zwei Punkte hinter den Bayern. Das bedeutet den besten Saisonstart in der Bundesligageschichte für die Leipziger. Auch in der Champions League konnten sie sich jüngst mit einem 2:1-Erfolg gegen Paris Saint-German auszeichnen. Die Zielsetzung ist dennoch klar für die Eintracht, das betonte Timothy Chandler erst kürzlich im Interview: „Wir haben in den vergangenen Jahren immer bewiesen, dass wir gegen vermeintlich größere Gegner abliefern und uns diesem Niveau durchaus anpassen können. Deshalb freuen wir uns auf jeden Fall darauf und wollen vor allem endlich wieder dreifach punkten.“

Den Gegnercheck im Video gibt's hier.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 21. November, 18.30 Uhr, 8. Spieltag, Bundesliga 2020/21.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.
Hörtipp: EintrachtFM überträgt ab 18.20 Uhr live. Als Experte zu Gast ist Alex Meier.
TV-Hinweis: Sky Sport Bundesliga 1 sendet live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Freitag mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTV und Facebook – präsentiert von Krombacher.

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